Stichwort: Zolleinnehmer, Zollstation

Sie erhoben z.B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche.

Die so genannten Zöllner erhoben z.B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche.

Zur Zeit des Neuen Testaments wurden in den verschiedenen Provinzen des römischen Reichs Zölle erhoben. Diese Gelder flossen nicht in die Kassen des Kaisers, sondern in die der jeweiligen Landsherren. Die verschiedenen Zölle eines Bezirks (Marktzölle, Grenzzölle usw.) wurden für eine feste jährliche Summe verpachtet, wahrscheinlich an den Meistbietenden. Die Pächter ihrerseits hatten wieder Unterpächter angestellt. Auch sie mussten einen festgelegten Betrag abliefern, kassierten jedoch den Zoll in die eigene Tasche. Die Tarife waren nicht streng festgelegt. Auch da, wo es feste Tarife gab, hielten sich die Zolleinnehmer in der Regel nicht daran, sondern versuchten einen möglichst hohen Profit für sich zu erwirtschaften. Kein Wunder, dass sie von ihren Landsleuten Dieben und Räubern gleichgestellt wurden. Da sie überdies im Dienst der heidnischen Besatzungsmacht (Rom, Römer) standen und durch ihren Beruf häufig mit Heiden in Berührung kamen, galten sie als unrein.

Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Das Kolosseum in Rom. Römischer Soldat in Rüstung. Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom
In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben.
Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.