Stichwort: Tod, Bestattung

Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten.

Die Bibel berichtet von verschiedenen Begräbnissitten. Eine ordnungsgemäße Bestattung sollte den Verstorbenen ehren und die bleibende Verbundenheit mit ihm zum Ausdruck bringen. Zur Zeit des Alten Testaments gilt es als ein Segen Gottes, ein würdiges Begräbnis zu erhalten (1. Mose/Genesis 15,15). Wer dagegen nicht bestattet wird, der gilt als verflucht (1. Könige 14,11).

Die Berührung von Toten oder von Gräbern macht in der Vorstellung des Judentumsunrein. Aus diesem Grund vermied man es, in ihre Nähe zu kommen. Grabanlagen und jüdische Friedhöfe liegen daher bis heute normalerweise außerhalb der Ortschaft. Zur Bestattung trug man die Toten auf einer Bahre dorthin (vgl. Lukas 7,11-17). Die Grabanlagen bestanden oft aus Höhlengräbern, die mit einem Stein verschlossen wurden (vgl. Johannes 11). Die Reichen ließen sich in Familiengräbern bestatten, in denen oft viele Generationen Platz fanden (1. Mose/Genesis 49,31; Richter 8,32).

Zur Zeit der Bibel mussten die Verstorbenen wegen des heißen Klimas in Israel oft noch am Todestag begraben werden. Während des Begräbnisses und der Trauerzeit zerrissen sich die Trauernden die Kleider, streuten sich Asche auf den Kopf, beteten und fasteten. Im Mittelpunkt stand die Totenklage. Sie wurde oft von so genannten Klagefrauen ausgeführt (Jeremia 9,17-18).

Zur Zeit des Alten Testaments wurden die Menschen in ihren Kleidern bestattet. Später entwickelte sich der Brauch, die Toten in Leintücher zu hüllen (vgl. Johannes 11,44). Archäologische Funde zeigen, dass dem Toten manchmal Schmuck, Amulette oder Waffen mitgegeben wurde, um ihn für das Leben im Totenreich auszustatten.

Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.
Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.Ein Felsengrab bei der Ortschaft Betfage. Das Gartengrab in Jerusalem.Seitenansicht eines Rollsteingrabs.Innenansicht eines Einzelgrabs.Grundriss eines Gemeinschaftsgrabs.
Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt.
Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.Wanderer mit Mantel, Stab und Sandalen.
Reden des Menschen mit Gott.
Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.
In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.