Stichwort: Tamar

Die Schwiegertochter von Juda.

Die Geschichte von Tamar steht in 1. Mose/Genesis 38. Sie war die Frau von Er, dem ältesten Sohn von Juda. Als Er kinderlos stirbt, heiratet sie dem damaligen Brauch entsprechend seinen Bruder Onan. Als auch dieser kinderlos stirbt, hätte Tamar mit dem jüngsten Sohn verheiratet werden müssen. Denn jeder Mann hatte die Verpflichtung, für einen kinderlos verstorbenen Bruder stellvertretend Nachkommen zu zeugen (so genannte Leviratsehe). Diese galten dann rechtlich als Kinder und Erben des Verstorbenen. Doch Juda zögert die Hochzeit hinaus. Denn er fürchtet, sein jüngster Sohn könnte auch noch sterben. Damit verweigert er Tamar nicht nur ihr eigenes Recht auf eine Familie. Er verweigert ihr auch die Möglichkeit, für ihren verstorbenen Mann Nachkommen auf die Welt zu bringen. Daraufhin verkleidet sie sich als Prostituierte und sorgt dafür, dass ihr Schwiegervater zu ihr kommt. Er weiß aber nicht, wer sie ist. Als sich herausstellt, dass Tamar schwanger ist, soll sie wegen Ehebruch zum Tod verurteilt werden, denn formell galt sie als Verlobte von Judas drittem Sohn. Doch Tamar kann beweisen, dass Juda der Vater ihrer Kinder ist (sie bekommt Zwillinge).

Juda erkennt, dass er seiner Schwiegertochter gegenüber im Unrecht ist und hebt das Todesurteil auf. Tamar nennt ihre Zwillinge Perez und Serach. Perez ist ein Urahn von König David und erscheint in beiden Stammbäumen von Jesus (Matthäus 1,3 und Lukas 3,33). Matthäus führt neben Perez auch dessen Mutter Tamar auf (Matthäus 1,3). In diesem Stammbaum werden insgesamt nur vier Frauen erwähnt. Das zeigt die besondere Bedeutung Tamars, die durch ihren Mut und ihr Rechtsgefühl ein wichtiges Glied im Stammbaum von Jesus geworden ist.

David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.