Stichwort: Sünde, Sünder

Das Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Es kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck.

»Sünde« beschreibt im Unterschied zu »Schuld« das Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck. Letztendlich führt sie zu Tod und Verderben.

Die Sünde des Menschen besteht darin, dass er seine von Gott geschenkte Freiheit dazu missbraucht, sich gegen ihn zu stellen. Er will seine Begrenztheit nicht akzeptieren, sondern selber »sein wie Gott« (vgl. 1. Mose/Genesis 3,5). Damit verfehlt er seine Bestimmung, als Geschöpf in ungestörter Beziehung mit seinem Schöpfer zu leben. Indem er seine von Gott geschenkte Freiheit missbraucht, verspielt der Mensch sie zugleich. Denn sobald er sich von Gott abwendet und anderen Einflüssen folgt, gewinnen diese Macht über ihn und er ist in zerstörerischen Verhältnissen gefangen. Dies betrifft alle Bereiche seines Lebens: die Beziehung zu den Mitmenschen, zu sich selbst und auch zur außermenschlichen Natur. Nach biblischem Verständnis sind alle Menschen unausweichlich in Sünde verstrickt und können sie nicht aus eigener Kraft überwinden. Nur durch die Vergebung Gottes können sie davon frei werden und ein neues Leben beginnen.

Es ist die Botschaft des Neuen Testaments, dass Jesus Christus in die Welt gekommen ist, um die Sünde der Menschen wegzunehmen. Gott hat ihm die Vollmacht gegeben, den Menschen ihre Schuld zu vergeben und sie so von der Macht der Sünde zu befreien. In der Geschichte von der Heilung des Gelähmten in Kafarnaum (Markus 2,1-12) wird dies programmatisch zum Ausdruck gebracht und in der sich anschließenden Erzählung, dass Jesus mit den Zolleinnehmern und anderen mit Schuld beladenen Menschen isst (Markus 2,15-17) noch einmal unterstrichen. In dieser Tischgemeinschaft wird anschaulich, wie es sein wird, wenn im Reich Gottes die Menschen endgültig wieder mit Gott versöhnt sein werden (Markus 14,25).

Paulus beschreibt die Vergebung der Sünden durch das Heilshandeln von Jesus Christus mit dem Bild vom »alten« und »neuen Adam« (Römer 5,12-21): Durch Adams Ungehorsam ist die Sünde in die Welt gekommen und mit ihr der Tod. Kein Mensch kann seither diesem Schicksal entgehen. Aber in Jesus Christus hat Gott den Menschen seine Gnade geschenkt. So gesehen ist er der »letzte Adam«, der den Nachkommen des ersten Adam das Leben bringt (1. Korinther 15,45). Durch seinen Tod am Kreuz hat er die Menschen von ihrer Schuld erlöst und damit aus der Macht der Sünde befreit. Wer zu Jesus Christus gehört, gilt vor Gott als gerecht. Ihm steht das neue, mit Gott versöhnte Leben offen (Römer 5,10-11).

Der 1. Johannesbrief warnt ausdrücklich davor, sich selbst etwas vorzumachen und zu behaupten, nicht schuldig zu sein. Wer aber seine Schuld eingesteht, kann darauf vertrauen, an der Versöhnung teilzuhaben, die Christus durch seinen Tod am Kreuz bewirkt hat (1. Johannes 1,7–2,2).

Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Das von Gott geschenkte, unvergängliche Leben.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.
Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.
Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte. Blick auf die Ruine der Synagoge von Kafarnaum. Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium
Sie erhoben z.B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche.
Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.
Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom
Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.
Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. Felsspalte im Innern der Grabeskirche. Kreuz im Inneren der Grabeskirche.