Stichwort: Schriftgelehrte

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

In anderen Übersetzungen auch »Gesetzeslehrer« genannt. Ausgebildete und in ihr Amt eingesetzte jüdische Theologen. Ihre Aufgabe war das Studium und die Auslegung des Mose-Gesetzes (Gesetz). Da die fünf Mosebücher auch die Regelungen für das bürgerliche Leben enthalten, fungierten diese Theologen zugleich als Fachleute in rechtlichen Fragen.

Die meisten Schriftgelehrten der neutestamentlichen Zeit gehörten der religiösen Gemeinschaft der Pharisäer an. Sie hatten ein engmaschiges Netz von Bestimmungen ausgearbeitet. Diese Regeln sollten sicherstellen, dass die göttlichen Gebote (z.B. das Ruhegebot am Sabbat) aufs Genaueste eingehalten werden (vgl. Markus 2,23–3,6). Im Laufe der Zeit wurden diese Regelkataloge für genauso verbindlich gehalten wie das geschriebene Gotteswort selbst (vgl. Markus 7,3; Galater 1,14). Die Menschen hatten diese Bestimmungen auf jeden Fall einzuhalten. Jesus prangert diese Haltung an, weil sie zu Lieblosigkeit gegenüber den Mitmenschen verleiten kann (vgl. Markus 3,1-6).

Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.
Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.{N:001}
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.