Stichwort: Schemel

Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft.

Viele Darstellungen von sitzenden Königen oder Gottheiten im Alten Orient zeigen vor dem Thron einen Schemel, auf den der Herrscher seine Füße stellt. Bei der Beschreibung von König SalomosThron z.B. wird ein solcher Schemel erwähnt. Er ist passend zu dem kunstvoll gearbeiteten Thronsessel aus Gold gefertigt (2. Chronik 9,18).

Ebenso wie der Thron ist der Fußschemel ein Sinnbild für die Königsherrschaft.

In der Zusage an den König, dass die vor ihm am Boden liegenden Feinde zu einem Schemel für seine Füße gemacht werden sollen (Psalm 110,1), ist die völlige Unterwerfung der Feinde ausgedrückt. Im Neuen Testament wird diese Stelle auf JesusChristus bezogen. Er ist der angesprochene König, der als Sieger die Füße auf seine Feinde stellen wird (Markus 12,36; Apostelgeschichte 2,35; Hebräer 1,13).

Als Schemel für die Füße Gottes gilt die Bundeslade im Allerheiligsten des Tempels in Jerusalem (1. Chronik 28,2; Psalm 99,5 Psalm 132,7), aber auch Jerusalem selbst (Klagelieder 2,1) oder die Erde als Ganze (Jesaja 66,1; Matthäus 5,35).

Gottheit auf Thron
Grundriss und Aufriss des Salomonischen Tempels
Luftaufnahme von Jerusalem.Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen.Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem.Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von JesusDas Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach JerusalemDas Auftreten von Jesus nach dem JohannesevangeliumDie erste christliche MissionDie Reisen des Paulus – 1. ReiseDie Reisen des Paulus – 2. ReiseDie Reisen des Paulus – 3. ReiseDie Reisen des Paulus – Reise nach RomPlan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.