Stichwort: Schafstall

Ein mit einer Steinmauer eingezäuntes Gelände, das oft mit Dornengestrüpp bedeckt war, um Diebe oder wilde Tiere fernzuhalten.

Das Schaf war in biblischer Zeit das wichtigste und häufigste Haustier. Es lieferte Milch, Fleisch, Wolle und Leder. Der Reichtum eines Mannes konnte an der Zahl seiner Schafe gemessen werden.

Die Schafe wurden tagsüber von einem Hirten in Herden auf die Weide geführt. Am Abend trieb der Hirt die Herde in einem Schafstall zusammen. Der Schafstall war in der Regel kein festes Haus, sondern eine sogenannte »Hürde«, die nur notdürftig vor Wind und Regen schützte. Ein solcher Schafstall war oft mit einer Steinmauer umgeben und mit Dornengestrüpp bedeckt, das Diebe oder wilde Tiere fernhalten sollte. Sesshafte Bauern, die ihre Schafe in Ortsnähe weideten, konnten ihr Vieh in einem ummauerten Hof beim Haus unterbringen. Oft nutzten sie auch feste Ställe oder natürliche Höhlen oder hielten das Vieh in einem Teil des Hauses, der als Stall diente.

Zur Zeit von Jesus war es üblich, abends mehrere Herden gemeinsam in einen Schafstall zusammenzutreiben. Ein einzelner Hirt konnte dann als Wächter den Eingang bewachte. Am Morgen rief jeder Hirt seine Schafe zu sich. Die Herde, die die Stimme ihres Hirten erkannte, sammelte sich um ihn und folgte ihm zur Weide (vgl. Johannes 10,1-16).

Ein Hirt mit seinen Schafen und Ziegen.Hirt mit Schafherde.
Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer.Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses