Stichwort: Reinigung, sich reinigen

Vor dem Essen wuschen sich die Juden die Hände (und das Gesicht), um nicht unrein zu sein. Dabei geht es nicht um Sauberkeit, sondern um ein religiöses Anliegen: Nur was rein ist, darf in Gottes Nähe kommen. Um »Reinheit« aufrecht zu erhalten oder wieder zu erlangen, musste eine Reihe von »Reinheitsvorschriften« beachtet werden.

Bei den Juden ist Reinheit eine Eigenschaft von Gegenständen oder Menschen, die in Gottes Nähe kommen durften. Unrein sein bedeutete, dass dies nicht möglich war. Weil Gott heilig ist, muss der Mensch, der zu ihm kommt, rein sein. Rein war man, wenn man eine Anzahl von so genannten Reinheitsvorschriften beachtete, wozu besonders Vorschriften zur Nahrung und das Waschen von Händen und Gesicht vor dem Essen (vgl. Johannes 2,6) gehörten. Unrein machte z. B. alles, was mit den Bereichen von Sexualität und Tod zu tun hatte. Wer auf irgendeine Weise unrein geworden war, musste seine Reinheit durch ein spezielles Reinigungszeremoniell wiederherstellen. Dazu gehörten Waschungen bzw. Tauchbäder, aber auch das Darbringen von Opfern.

Zur Zeit von Jesus dehnten besonders gesetzestreue Juden die Bestimmungen, die früher nur für die Priester und Tempeldiener gegolten hatten, auf alle aus. Jesus setzte sich darüber hinweg. Für ihn macht nicht das, was von außen an den Menschen herankommt, unrein, sondern das, was aus seinem Inneren – seinem Herzen – hervorgeht. (Markus 7,1-23).

Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt.
Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.
Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht.
Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.Schlachtung eines Opfertieres
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Ihre Aufgabe war es, den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.