Stichwort: Rebe, Weinrebe

Einzelner Trieb, der aus dem Weinstock hervorgeht und an dem sich Blätter, Blüten und anschließend die Früchte bilden.

Kaum eine andere Pflanze ist für das Land der Bibel so typisch wie die Weinrebe. Der Begriff »Weinrebe« bezeichnet allerdings in der Bibel zweierlei:

(1) Die Pflanzengattung: Die Weinrebe ist ein kletternder Strauch mit Ranken. Er trägt gelappte oder gefiederte Blätter, die sich im Herbst verfärben. Seine Blüten haben fünf Blütenblätter und stehen in Rispen. Aus ihnen wachsen die Trauben, die zwischen 6 und 22 Millimetern groß werden und harte Samen enthalten. Je nach Sorte sind die Beeren grün, gelb, dunkelrot oder blauviolett gefärbt.

(2) »Weinrebe« bezeichnet auch den einzelnen Trieb, der aus dem Weinstock hervorwächst und an dem sich Blätter, Blüten und anschließend die Früchte bilden.

Die Rebe braucht viel Pflege, damit sie gute Früchte trägt: Der Boden muss gehackt und bewässert werden. Nach der Erntezeit im Herbst müssen die Triebe zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt sorgt für die Qualität der Trauben bei der nächsten Ernte. Versäumt man das Beschneiden, muss die Rebe im nächsten Jahr zu viele Früchte ernähren und bringt nur kleine, saure Beeren. Die abgeschnittenen Triebe dienen als Brennholz. Jesus bezieht sich in Johannes 15,1-8 genau auf diesen Vorgang: Der Weingärtner reinigt die Reben, die am Weinstock bleiben, d. h. er schneidet sie zurück. So bringen sie guten Ertrag. Die abgeschnittenen Reben hingegen vertrocknen und werden verbrannt.

Die Früchte der Weinrebe werden vielfältig genutzt: Sie werden als Tafeltrauben gegessen, zu Rosinen getrocknet sowie zu Traubensaft oderWein verarbeitet.

Weinrebe mit Trauben.
Weinrebe mit Trauben.