Stichwort: Netz (Spiegelnetz)

Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen.

Aus Seilen geknüpftes, breites, dreilagiges Netz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Die mit Gewichten beschwerte Längsseite sinkt im Wasser schnell ab, während die gegenüberliegende Seite mit den Korkschwimmern nach oben schwimmt.

Ein solches Netz wird Spiegelnetz genannt: Zwischen zwei weitmaschige Netze wird ein engmaschiges Netz gelegt. Die Fische gelangen ohne Schwierigkeiten durch das erste Netz, verfangen sich im innenliegenden, engen Netz und ziehen dieses durch das dritte, weitmaschige Netz. So verwickeln sich die Fische immer mehr in den Netzen und können nicht entkommen.

Spiegelnetze werden mit Booten im Halbkreis ausgelegt. Dann fahren die Fischer mit den Booten in den Raum zwischen Netz und Land und beginnen, die Fische mit Lärm aufzuscheuchen und so ins Netz zu treiben. Anschließend wird das Netz mit den Fischen ins Boot gezogen. An Land werden dann die Fische aus dem Netz gelöst und die Netze für den nächsten Fang gerichtet.

Mit solchen Netzen kann man eine Vielzahl verschiedener Fische fangen. Ein guter Fang bringt 50 bis 100 Kilo Fisch. Das Herausziehen der Netze ist allerdings nicht ungefährlich: Zum einen kann man einen Teil der gefangenen Fische wieder verlieren, zum anderen können die Netze bei einem besonders reichen Fang reißen (vgl. Lukas 5,6; Johannes 21,6-11).

Wenn die Fischer nach dem Fischfang nach Hause kommen, müssen die Netze gewaschen und getrocknet werden (vgl. Lukas 5,2). Beschädigte Stellen werden sofort ausgebessert (vgl. Matthäus 4,21).

Fischer mit einem Wurfnetz am See Gennesaret. Fischer auf Holzbooten mit Treibnetzen. Fischen
Nachbau eines Fischerboots aus neutestamentlicher Zeit.
Verschiedene Fische aus dem See Gennesaret