Stichwort: jüdische Feste

Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur.

Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. Viele der jüdischen Feste waren ursprünglich Hirten- und Bauernfeste, die später der feierlichen Erinnerung an Gottes rettende Taten in der Geschichte gewidmet wurden. Sie kehren im Laufe des Jahresrhythmus wieder.

(1) Das Passafest (Pesach) erinnert an die Befreiung Israels aus der Sklaverei in Ägypten. In biblischer Zeit opferten die Familien am Vorabend dieses Festes ein Lamm. Seit der Reform unter König Joschija durfte dies nur noch in Jerusalem geschehen. Zu Beginn der Feier in der Familie wird die Auszugsgeschichte erzählt. Die Speisen des Passamahls erinnern alle an eine Einzelheit des damaligen Geschehens (2. Mose/Exodus 12). Gefeiert wird das Fest im März/April (weitere Informationen siehe Passafest).

(2) Unmittelbar an das Passafest schließt sich das Fest der Ungesäuerten Brote (Mazzot) an. Es erinnert an die Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel: So wie die Israeliten beim Auszug aus Ägypten nur ungesäuertes Brot hatten, da ihnen keine Zeit geblieben war, Sauerteigbrot zu backen, so essen auch die Juden in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot.

(3) Das zweite große Jahresfest ist das Wochen- oder Pfingstfest (Schavuot), das den Abschluss der Weizenernte feiert. Es beginnt 50 Tage nach der Gabe der zuerst geernteten Früchte und ist ein Dank für Gottes Segen über Feld und Flur. Später wurde es zum Gedenktag der Verkündigung des Gesetzes am Sinai. Gefeiert wird das Wochenfest im Mai/Juni.

(4) Das abschließende Erntefest im Jahreslauf ist das Laubhüttenfest (Sukkot) zur Zeit der Weinernte im Herbst. Es wurde mit einer Wallfahrt nach Jerusalem gefeiert. Die Menschen lebten in dieser Festwoche in kleinen Laubhütten, wahrscheinlich wohnte man ursprünglich so zur Zeit der Weinlese in den Weinbergen. Später erinnerte dieses Fest an die Zuwendung Gottes zum Volk Israel während der Zeit der Wüstenwanderung. Gefeiert wird das Laubhüttenfest im September/Oktober.

(5) Der Versöhnungstag (Jom Kippur, fünf Tage vor dem Laubhüttenfest) ist bis heute einer der höchsten jüdischen Feiertage. An ihm soll niemand arbeiten, denn das ganze Volk bekennt vor Gott seine Schuld und bittet um Vergebung. Nur an diesem Tag betrat der Oberste Priester das Allerheiligste im Tempel und besprengte zur Sühne der Schuld den Altar mit dem Blut eines Opfertieres. Außerdem wurde ein Ziegenbock symbolisch mit den Sünden Israels beladen (Sündenbock) und in die Wüste getrieben, um die Schuld wegzutragen.

(6) Das Neujahrsfest (Rosch Haschana) erinnert an die Schöpfung der Welt durch Gott und wird im September/Oktober gefeiert, wenn das jüdische Jahr im Herbst beginnt.

(7) Das Lichterfest (Chanukka) feiert den Sieg von Judas Makkabäus über die syrische Besatzungsmacht und die Wiedereinweihung des Tempels 165 v. Chr. Es dauert acht Tage. Nach einer jüdischen Legende reichte ein kleiner Rest Öl, den die Juden im Tempel fanden, für diese Zeitspanne. An jedem Tag wird an einem achtarmigen Leuchter ein weiteres Licht entzündet, ein Extralicht dient dem Anzünden der anderen. Gefeiert wird das Lichterfest im November/Dezember.

(8) Das Purimfest erinnert an die Rettung des Volkes durch Ester (Ester 9) und wird im Februar/März gefeiert.

Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt.
Wie kaum ein anderer ist der Beruf des Hirten in der Alltagswelt des Alten Orient verankert.Ein Hirt mit seinen Schafen und Ziegen.Hirt mit Schafherde.
Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.
Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Sklaverei gab es in der ganzen Alten Welt in mannigfachen Formen und unter den verschiedensten Bedingungen.
Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur.
Die Stadt Jerusalem war religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.Luftaufnahme von Jerusalem.Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen.Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem.Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von JesusDas Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach JerusalemDas Auftreten von Jesus nach dem JohannesevangeliumDie erste christliche MissionDie Reisen des Paulus – 1. ReiseDie Reisen des Paulus – 2. ReiseDie Reisen des Paulus – 3. ReiseDie Reisen des Paulus – Reise nach RomPlan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.
Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der BibelVerschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten.
Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«.
Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.Ägyptische Darstellung der Getreideernte.
Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.
Der Berg, an dem Gott sich seinem Volk Israel geoffenbart und seinen Bund mit ihm geschlossen hat.Blick auf das Bergmassiv im südlichen Teil der Sinaihalbinsel.Der Nahe Osten
Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand.Weinrebe mit Trauben.
Eingezäunter Hügel oder Berghang, auf dem Wein angebaut wird. Weinberge sind im Land der Bibel weit verbreitet. Die Trauben und der Wein gehören zu den wichtigsten Nahrungsmitteln.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.
Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden.Rekonstruktion des Altars von Beerscheba.
Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.
Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.Schlachtung eines Opfertieres
Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z.B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt.Wüste bei Jericho.Panoramabild: Wüste Juda.Geburt, Kindheit und Taufe von JesusDas Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach JerusalemDas Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium