Stichwort: Glaube

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

»Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. Es ist das Fundament, das Menschen Sinn und Halt für ihr ganzes Leben gibt, auch – oder gerade – in Momenten des Zweifelns und der eigenen Unsicherheit (vgl. Markus 9,23-24). Von solchem Vertrauen erzählt schon das Alte Testament (vgl. 1. Mose/Genesis 15,6; 2. Mose/Exodus 14,31; Psalm 27,13-14). Im Neuen Testament wird es zum beherrschenden Thema. Es wird dort in verschiedener Weise entfaltet:

(1) Jesus weckt in den Menschen, die ihm begegnen, das Vertrauen, dass er helfen, d.h. von den Mächten der Krankheit, der Besessenheit (Dämon) und der Schuld befreien kann (vgl. Markus 2,5; Markus 9,23-24). In der Begegnung mit Jesus spüren die Menschen Gottes Nähe, seine rettende Zuwendung; deshalb »glauben« sie ihm.

(2) Im Johannes-Evangelium meint »Glaube«, Jesus als den von Gott gesandten Retter zu erkennen und anzuerkennen (vgl. Johannes 3,15-16; Johannes 6,47-51; Johannes 11,25-26). Es geht nicht darum, eine bestimmte Aussage über Jesus für wahr zu halten, sondern das neue Leben mit Gott, das Jesus in seiner Person bringt, voller Vertrauen anzunehmen.

(3) Für den Apostel Paulus steht das Handeln Gottes durch und an Jesus im Mittelpunkt: Durch seinen Tod und seine Auferweckung hat Gott den Menschen ein neues Leben eröffnet, in dem sie von ihrer Schuld befreit sind und im Frieden mit ihm leben können. »Glaube« bedeutet hier, diesen durch Gott geschenkten Frieden anzunehmen und das neue Leben dankbar zu empfangen. Paulus betont, dass man dieses neue Leben nur von Gott geschenkt bekommen und nicht durch eigene Leistung verdienen kann (vgl. Römer 3,21-30; Römer 10,1-4; Philipper 3,6-11).

(4) Schon zu Lebzeiten von Jesus (vgl. Markus 8,27-29), aber v.a. in der Zeit nach Ostern (vgl. Apostelgeschichte 2,36; Römer 10,9) gehört zum Glauben auch das Glaubensbekenntnis (vgl. 1. Korinther 15,1-5 und 1. Korinther 15,11). In ihm sprechen die frühen Christen in geprägten Wendungen aus, was sie glauben. Bekenntnissätze entstehen v.a. auch, um sich von Leuten abzugrenzen, die etwas grundlegend Falsches lehren (vgl. 1. Johannes 2,22-24; 1. Johannes 4,2-3; 2. Johannes 7). Die Grundbedeutung von Glaube als »Vertrauen« bleibt jedoch immer erhalten. Es geht also auch hier nicht um das Für-wahr-Halten bestimmter Tatsachen, sondern um das Sichverlassen auf das Handeln Gottes, von dem die betreffenden Bekenntnissätze sprechen (vgl. für den Glauben an Gott als Schöpfer Römer 4,17 und Hebräer 11,3).

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.
Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.
Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom
Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.
Schon zu Lebzeiten von Jesus, aber v.a. in der Zeit nach Ostern gehört zum Glauben auch das »Glaubensbekenntnis«.