Stichwort: Gerichtsdiener

Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats.

Gerichtsdiener (Johannes 7,32 und Johannes 7,45-46) sind bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats. Im Gegensatz zu Sklaven oder Dienern sind sie frei. Sie stehen in einem Dienstverhältnis zu ihren Auftraggebern und üben freiwillig ein bestimmtes Amt aus, für das sie Lohn erhalten. Die Gerichtsdiener sind mit Polizisten vergleichbar, die ihre Aufgaben im Auftrag und mit der Autorität des Auftraggebers erledigen, dabei aber ein gewisses Maß an Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit haben.

Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums.
Sklaverei gab es in der ganzen Alten Welt in mannigfachen Formen und unter den verschiedensten Bedingungen.
Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.