Stichwort: Erbbesitz

Der Anteil jedes einzelnen Israeliten am gesamten Land eines Stammes. Er kann nicht veräußert werden, da er sonst dem Gesamteigentum des Stammes verloren geht.

Zur Zeit des Alten Testaments wurde der Erbbesitz der Familien vom Vater an die Söhne vererbt. Der Erbbesitz umfasst vor allem Grundbesitz, auf dem sich auch das Familiengrab befand und der unveräußerlich war (1. Könige 21,2-3). Dem ältesten Sohn stand dabei der größte Anteil (zwei Drittel) zu. Töchter erbten nur, wenn es keine männlichen Nachkommen gab (4. Mose/Numeri 36,2). Die Töchter mussten dann innerhalb des Stammes heiraten, damit das Erbe dem Stamm nicht verlorenging. Witwen erbten in der Regel nichts, sie wurden von ihren Kindern versorgt oder kehrten zu ihrer Familie zurück (vgl. 3. Mose/Levitikus 22,13; Rut 1,8). Starb ein Israelit kinderlos, so fiel sein Erbteil an seinen nächsten Verwandten (4. Mose/Numeri 27,9-11).

Verteilung des Landes an die einzelnen Stämme Israels
Verteilung des Landes an die einzelnen Stämme Israels