Stichwort: David

David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.).

David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Sein Heimatort war Betlehem. Als jüngster Sohn der Familie wurde er von dem Propheten Samuel zum König gesalbt (1. Samuel 16,1-13). Doch bis er den Thron besteigen konnte, dauerte es noch lange Zeit. Zunächst wurde er an den Hof von König Saul geholt, um durch sein Harfenspiel dessen Schwermut zu lindern. Im sprichwörtlich gewordenen »Kampf Davids gegen Goliat« trat David – lediglich mit einer Steinschleuder bewaffnet – gegen Goliat, einen riesengroßen und schwer bewaffneten Kämpfer der Philister an und besiegte ihn (vgl. 1. Samuel 17,12-54).

Zwischen David und Jonatan, dem Sohn von König Saul, entwickelte sich eine enge Freundschaft. Als David von Saul zum Heerführer bestellt wurde, konnte er im Kampf gegen die Philister große militärische Erfolge verbuchen. Saul gab ihm sogar seine Tochter Michal zur Frau. Wegen seiner Erfolge war David beim Volk überaus beliebt. Saul wurde eifersüchtig und plante, David umzubringen. Doch David konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Zweimal hatte David Gelegenheit, Saul, der ihn verfolgte, zu töten; doch er verschonte ihn (1. Samuel 24,7). Saul und seine Söhne kamen schließlich in einem Feldzug um, den die Philister gegen Israel führten.

Nach Sauls Tod wurde David in Hebron zum König über die Südstämme Israels ernannt. Wenig später gelang es ihm, auch die Nordstämme für sich zu gewinnen. David eroberte Jerusalem und machte es zur Hauptstadt seines Reichs. Er baute einen Königspalast und ließ die Bundeslade nach Jerusalem bringen. Damit wurde die Stadt zum religiösen Mittelpunkt des Landes. David plante auch den Bau eines Tempels in Jerusalem, der aber erst von seinem Sohn Salomo errichtet wurde.

Auch außenpolitisch konnte König David viel erreichen. Er weitete seinen Machtbereich aus, wies die benachbarten Philister in ihre Schranken und brachte das Land durch internationale Handelsbeziehungen zu Reichtum.

Weil David keinen seiner Söhne zu seinem Nachfolger bestimmte, kam es unter seinen Söhnen schon vor seinem Tod zum Streit um die Thronfolge. Der Putschversuch seines Sohnes Abschalom scheiterte zwar. Aber David hatte danach Mühe, das Reich im Innern zusammenzuhalten. Davids Nachfolger wurde schließlich sein Sohn Salomo.

Trotz seiner Schattenseiten, die in der Bibel nicht verschwiegen werden (z.B. der Ehebruch mit Batseba; 2. Samuel 11–12), galt David als der Herrscher, den Gott sich erwählt hatte (1. Samuel 16,1-13); ihm schenkte Gott Gelingen bei seinem Tun.

Ausgehend von der Zusage Gottes, dass immer ein Nachkomme Davids der König von Israel sein sollte (2. Samuel 7,11-16), entstand seit den Propheten des Alten Testaments die Auffassung, dass der erwartete Retter für das Volk Israel ein Nachkomme (Sohn) Davids sein soll. So wird der Titel »Sohn Davids« zu einem Beinamen für Jesus Christus.

Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Kleine Ortschaft süd-westlich von Jerusalem. Blick auf das heutige Betlehem. Eingang zur Geburtskirche Vierzehnzackiger Stern in der Geburtsgrotte. Hirt mit Schafen auf dem Hirtenfeld bei Betlehem. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus
Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen.
Ein Lederband, mit dessen Hilfe ein Stein ca. 200 m weit geschleudert werden konnte.
Israels Nachbarn im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag im heutigen Gazastreifen. Darstellung des Kopfes und der Haartracht eines Philisters.
Die Stadt Jerusalem war religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Luftaufnahme von Jerusalem. Die Jerusalemer Altstadt mit dem Tempelberg von der Dominus-Flevit-Kirche aus gesehen. Eingang zur Grabeskirche in Jerusalem. Panoramabild: Blick vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem. Geburt, Kindheit und Taufe von Jesus Das Wirken von Jesus in Galiläa und sein Weg nach Jerusalem Das Auftreten von Jesus nach dem Johannesevangelium Die erste christliche Mission Die Reisen des Paulus – 1. Reise Die Reisen des Paulus – 2. Reise Die Reisen des Paulus – 3. Reise Die Reisen des Paulus – Reise nach Rom Plan der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus.
Ein an Stangen tragbarer hölzerner »Kasten« mit goldener Deckplatte, die als Fußschemel vor dem Thronsitz des unsichtbaren Gottes gedeutet werden kann.
Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.).
Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen.