Stichwort: Brotbrechen

Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls.

Der Ausdruck »Brotbrechen« bezeichnet in den frühchristlichen Gemeinden die Feier des Abendmahls (Eucharistie).

Brot war im Land der Bibel nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch Grundbestandteil jeder Mahlzeit. Deshalb kann »das Brot essen« (Lukas 14,1; Lukas 14,15) als Bezeichnung für eine ganze Mahlzeit stehen.

Jede gemeinsame Mahlzeit wurde vom Hausvater oder vom Ältesten am Tisch mit einem Segensgebet über dem Brotfladen eröffnet. Dann brach er ein Stück davon ab und reichte das Brot weiter, damit jeder Mahlteilnehmer sich ebenfalls ein Stück davon abbrechen konnte. Auf diese Art und Weise verfuhr auch Jesus sowohl bei den Speisungen der Volksmenge (vgl. z. B. Markus 6,41; Markus 8,6) als auch beim letzten Abendmahl (Markus 14,22). Bei dieser Feier gab er dem Brotbrechen jedoch einen neuen Sinn, indem er es als Vorabbild seines Todes deutete. Damit gab er seinen Jüngern eine eigene Gedächtnisfeier, die auch nach seinem Tod Gemeinschaft mit ihm ermöglichte (vgl. 1. Korinther 10,16). Nach seiner Auferstehung erkannten die Jünger von Emmaus Jesus an der Geste des Brotbrechens.

Nach ihr nannte man in den frühen christlichen Gemeinden die Mahlfeier zum Gedächtnis an Jesus auch »Feier des Brotbrechens« (Apostelgeschichte 2,42; Apostelgeschichte 2,46; Apostelgeschichte 20,7; Apostelgeschichte 20,11; vgl. auch Lukas 24,30 und Lukas 24,35). Später wurde in der Kirche der Begriff »Feier des Brotbrechens« durch »Feier des Abendmahls« oder »Eucharistie« (Dankgebet) ersetzt.

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel Verschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten.
Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.
Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.
Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten.