Stichwort: Blut

Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.

Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann.

Nach biblischem Verständnis steht das Blut (= Leben) unter Gottes besonderem Schutz. Wenn Menschenblut unschuldig vergossen wird, schreit es zu Gott (1. Mose/Genesis 4,10) nach Vergeltung (1. Mose/Genesis 9,5-6).

Aber auch für den Umgang mit dem Blut von Tieren gelten besondere Regeln. Blut kommt grundsätzlich nicht als Nahrungsmittel in Betracht, deshalb darf auch Fleisch nur gegessen werden, wenn es kein Blut mehr enthält. Dies erfordert eine besondere Art der Schlachtung (das sog. Schächten), bei der das Blut des Tieres vollständig ausläuft und in der Erde versickert (3. Mose/Levitikus 17,12-15).

Zur Zeit des Alten und Neuen Testaments war Blut im religiösen Bereich von höchster Bedeutung: Das Blut der Passalämmer schützte vor tödlicher Bedrohung (2. Mose/Exodus 12,6-24). Das Blut von Opfertieren besiegelte den Bund zwischen Gott und seinem Volk (2. Mose/Exodus 24,6-8). Bei bestimmten Opferarten wurde das Blut der Tiere aufgefangen und am Altar ausgegossen (3. Mose/Levitikus 4,4-7) bzw. einmal im Jahr sogar im Allerheiligsten des Tempels versprengt (3. Mose/Levitikus 16,11-19); diese Rituale hatten reinigende Wirkung und konnten die unheilvollen Folgen menschlicher Verfehlungen und Schuld aufheben.

Von daher wird im Neuen Testament der Tod von Jesus als Opfertod für die Schuld der Menschen verstanden: Jesus vergießt sein Blut stellvertretend für die Menschen (Markus 14,24) und reinigt sie dadurch ein für alle Mal von ihrer Schuld (Hebräer 9,12).

Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.
Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. Schlachtung eines Opfertieres
Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. Landschaft mit dem Dankopfer Noahs
Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. Rekonstruktion des Altars von Beerscheba.
Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.