Stichwort: Betesda

»Betesda« bezeichnet eine Badeanlage im Nordosten der Altstadt von Jerusalem, unterhalb des Tempelberges. Der Name und die Lage ist uns nur aus Johannes 5,2 bekannt: beim »Schaftor« (vgl. Nehemia 3,1; Nehemia 3,32; Nehemia 12,39) oder »Schafteich« - beide Übersetzungen sind möglich.

Die Anlage bestand ursprünglich aus zwei Wasserbecken: einem älteren Teich mit einer Staumauer aus israelitischer und einem neueren Becken aus hellenistischer Zeit. Beide Becken waren durch die Staumauer voneinander getrennt. Nach Johannes 5,2 gab es dort fünf Säulenhallen, von denen jedoch keine Reste gefunden wurden.

Neben den beiden Wasserbecken hat man dagegen bei Ausgrabungen verschiedene Grotten und in den Fels gehauene Wannen zum Baden gefunden. Die ältesten Reste stammen wie das neuere Becken aus hellenistischer Zeit. Nach der Zerstörung Jerusalems wurde an dieser Stelle von den Römern im 3. Jahrhundert n. Chr. ein Heiligtum für den römischen Gott Asklepios, den Gott der Heilkunst, gebaut. Die beiden Wasserbecken wurden mit Erde aufgefüllt. Heute stehen hier die Reste einer später erbauten Kirche, die an die Heilung des Gelähmten aus Johannes 5,2-9 erinnern soll.

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