Stichwort: Angesicht leuchten lassen

Die Redewendung, dass Gott sein Angesicht über jemandem leuchten lässt, bezeichnet Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen.

Umfassendes Heil und Fruchtbarkeit des Landes sind Zeichen der gnädigen Gegenwart und Zuwendung Gottes – das steht hinter der Redewendung: Gott lässt sein Angesicht über jemandem oder etwas leuchten. Daher ist die Bitte um das Leuchten von Gottes Antlitz über der Gemeinde Israels zentraler Bestandteil des Priestersegens in 4. Mose/Numeri 6,25: »Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig« (Übersetzung der Lutherbibel). Entsprechend lautet die Bitte des Psalmbeters um die Gnade und den Segen Gottes für die Gemeinde (Psalm 67,2): »Lass dein Angesicht leuchten! Dann ist uns schon geholfen« (Psalm 80,4). Mit derselben Wendung bringt der Beter von Psalm 31,17 sein unerschütterliches Vertrauen zu Gott zum Ausdruck: »Lass dein Angesicht über deinem Knecht leuchten. Hilf mir und lass mich deine Güte erfahren!«

Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.
Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.
Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.
Das Angesicht bezeichnet in der Bibel das Gesicht oder den Blick des Menschen und im übertragenen Sinn auch Gottes Blick, und zugleich die Vorderseite oder Oberfläche von Dingen.