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BasisBibel

Die BasisBibel ist die weltweit erste Bibelübersetzung für die Neuen Medien. Sie erreicht Menschen in einer Sprache, die sie verstehen und die sie bewegt und das mit den Medien, die sie täglich nutzen: PC und Internet.

  • Die Gute Nachricht nach Lukas
  • Lk 14,15-21

Jesus heilt am Sabbat einen wassersüchtigen Mann

141 Einmal, an einem Sabbat,

ging Jesus in das Haus eines der führenden Pharisäer,

um das Brot zu essen.

Die dort versammelten Pharisäer beobachteten genau,

was er tat.

Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

»Brot essen« bezeichnet hier das festliche Mahl am Sabbat, zu dem gerne Gäste eingeladen wurden; man hatte Zeit, sich zu unterhalten und es sich gut gehen zu lassen. Die Speisen mussten am Tag vorher zubereitet werden, da am Sabbat nicht gekocht werden durfte. Hauptbestandteil der Mahlzeit waren daher sicher Brot, Oliven und Feigen.

Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.
Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.
Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. Einfaches Familienhaus zur Zeit von Jesus. Dach eines größeren Hauses mit einer umgebenden Schutzmauer. Schematischer Grundriss eines Vierraumhauses
Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

2 Und sieh doch:

Da war ein Mann in seiner Nähe,

der an Wassersucht litt.

Zu denken ist an auffällige Schwellungen (z.B. des Bauches), die durch die Einlagerung von Wasser entstehen konnten. Nach jüdischem Denken war Wassersucht eine Strafe Gottes für Fehlverhalten.

3 Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und Pharisäer

und fragte:

»Ist es erlaubt,

am Sabbat zu heilen, oder nicht?«

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war.

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.

Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war.

4 Sie aber schwiegen.

Da berührte Jesus den Kranken,

heilte ihn

und ließ ihn gehen.

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

5 Dann sagte er zu ihnen:

»Wenn einem von euch ein Kind

in den Brunnen fällt

oder nur ein Rind:

Wer wird es nicht sofort herausziehen –

auch wenn Sabbat ist?«

Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.

6 Sie wussten nicht,

was sie darauf antworten sollten.

Vorsicht bei den Ehrenplätzen

7 Jesus beobachtete,

wie sich die Gäste die Ehrenplätze am Tisch aussuchten.

Da erzählte er ihnen eine Geschichte als Beispiel:

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

Der Platz neben dem Gastgeber.

8 »Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist,

dann legst du dich bestimmt nicht auf den Ehrenplatz.

Denn es könnte ein Gast eingeladen sein,

der vornehmer ist als du.

Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen.

Der Platz neben dem Gastgeber.

Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen.

9 Dann wird euer Gastgeber kommen

und dir sagen:

›Mach ihm bitte Platz!‹

Und du musst beschämt

auf den untersten Platz wechseln.

Der Platz, der am weitesten vom Gastgeber entfernt ist.

10 Nein! Wenn du eingeladen bist,

dann gehst du doch hin

und wählst den untersten Platz.

Dann wird der Gastgeber kommen

und zu dir sagen:

›Lieber Freund,

rücke doch nach oben auf.‹

So wirst du vor allen anderen Gästen geehrt.

Der Platz, der am weitesten vom Gastgeber entfernt ist.

11 Denn wer sich selbst groß macht,

wird von Gott unbedeutend gemacht.

Aber wer sich selbst unbedeutend macht,

wird von Gott groß gemacht werden.«

Wen soll man einladen?

12 Dann sagte Jesus zu dem Gastgeber:

»Wenn du zu einem Mittag- oder Abendessen einlädst:

Dann lade weder deine Freunde ein

noch deine Brüder,

auch nicht deine Verwandten

oder reichen Nachbarn.

Denn die laden dich wieder ein –

und das ist dein ganzer Lohn.

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

Im Land der Bibel wurde vor allem nach der Arbeit am Mittag und am Abend gegessen. Das Essen bestand hauptsächlich aus Brot, Fisch und Früchten.

Im Land der Bibel wurde vor allem nach der Arbeit am Mittag und am Abend gegessen. Das Essen bestand hauptsächlich aus Brot, Fisch und Früchten. Verschiedene Brotsorten aus biblischen Zeiten. Verschiedene Fische aus dem See Gennesaret

13 Sondern wenn du zu einem Mahl einlädst,

dann lade Arme, Verkrüppelte, Gelähmte und Blinde ein!

14 Glückselig wirst du sein,

denn sie können dir nichts zurückgeben!

Und du wirst deinen Lohn bekommen,

wenn Gott die Gerechten vom Tod auferweckt.«

Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.

Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.

Das Gleichnis vom großen Festmahl

15 Als einer der Gäste das hörte,

sagte er zu Jesus:

»Glückselig ist,

wer im Reich Gottes sein Brot essen wird!«

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.

»Brot essen« spielt hier auf die festliche Mahlzeit am Sabbat an. Zu dieser Mahlzeit wurden gerne Gäste eingeladen und man hatte Zeit, sich zu unterhalten und es sich gutgehen zu lassen.

Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.

16 Jesus antwortete ihm:

»Ein Mann veranstaltete ein großes Festessen

und lud viele Gäste ein.

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

17 Als das Fest beginnen sollte,

schickte er seinen Diener los

und ließ den Gästen sagen:

›Kommt, jetzt ist alles bereit!‹

Es war in der oberen Gesellschaftsschicht üblich, zweimal einzuladen: zuerst schriftlich und kurz vor dem Fest noch einmal mündlich.

Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.

Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.

18 Aber einer nach dem anderen

entschuldigte sich.

Der erste sagte zu ihm:

›Ich habe einen Acker gekauft.

Und jetzt muss ich unbedingt gehen

und ihn begutachten.

Bitte, entschuldige mich!‹

19 Ein anderer sagte:

›Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft

und bin gerade unterwegs,

um sie genauer zu prüfen.

Bitte, entschuldige mich!‹

In biblischer Zeit wurden in der Landwirtschaft Rinder oder Esel als Zugtiere eingesetzt, die man paarweise zusammenspannte.

In biblischer Zeit wurden in der Landwirtschaft Rinder oder Esel als Zugtiere eingesetzt, die man paarweise zusammenspannte. Ochsengespann mit Joch und Pflug.

20 Und wieder ein anderer sagte:

›Ich habe gerade erst geheiratet

und kann deshalb nicht kommen.‹

21 Der Diener kam zurück

und berichtete alles seinem Herrn.

Da wurde der Hausherr zornig

und sagte zu seinem Diener:

›Lauf schnell hinaus

auf die Straßen und Gassen der Stadt.

Bring die Armen, Verkrüppelten, Blinden

und Gelähmten hierher.‹

Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.

22 Bald darauf meldete der Diener:

›Herr, dein Befehl ist ausgeführt –

aber es ist immer noch Platz.‹

Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.

23 Und der Herr sagte zu ihm:

›Geh hinaus aus der Stadt

auf die Landstraßen und an die Zäune.

Dränge die Leute dort herzukommen,

damit mein Haus voll wird!‹

Gemeint sind Leute, die außerhalb der Stadt leben oder dort »herumlungern«.

24 Denn das sage ich euch:

Keiner der Gäste,

die zuerst eingeladen waren,

wird an meinem Festmahl teilnehmen!«

Was Jesus von denen verlangt, die ihm folgen wollen

25 Viele Leute begleiteten Jesus auf seinem Weg.

Da drehte er sich um

und sagte zu ihnen:

Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.

26 »Wer zu mir kommt,

dem muss alles andere unwichtig werden:

sein Vater und seine Mutter,

ebenso Frau und Kinder,

Brüder und Schwestern,

ja sogar sein eigenes Leben:

Sonst kann er nicht mein Jünger sein.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

27 Wer nicht sein Kreuz trägt

und mir auf meinem Weg folgt,

kann nicht mein Jünger sein.

Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.

Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. Felsspalte im Innern der Grabeskirche. Kreuz im Inneren der Grabeskirche.

28 Stellt euch vor,

einer von euch will einen Turm bauen:

Setzt er sich dann nicht als Erstes hin,

berechnet die Kosten

und prüft:

Reicht sein Geld?

Um Weinberge zu schützen, errichtete man im Weinberg einen Turm, von dem aus man das ganze Gelände überblicken konnte.

Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.

Um Weinberge zu schützen, errichtete man im Weinberg einen Turm, von dem aus man das ganze Gelände überblicken konnte. Blick auf einen Wachturm in einem Weinberg
Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Drachme mit Abbildung von Tiberius und Drusus.

29 Sonst passiert es,

dass er das Fundament legt,

aber den Bau nicht fertigstellen kann.

Und alle, die das sehen,

lachen ihn aus

30 und sagen:

›Dieser Mensch wollte einen Turm bauen –

aber er konnte ihn nicht fertigstellen.‹

31 Oder stellt euch vor:

Ein König will gegen einen anderen König

in den Krieg ziehen.

Setzt er sich dann nicht als Erstes hin

und überlegt:

Sind zehntausend Mann stark genug,

um gegen einen Feind anzutreten,

der mit zwanzigtausend Mann anrückt?

32 Wenn nicht,

dann schickt er besser Unterhändler,

solange der Gegner noch weit weg ist.

Die sollen Friedensverhandlungen führen.

33 So gilt auch:

Wer von euch nicht alles aufgibt,

was er hat,

der kann nicht mein Jünger sein.«

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

Vom Salz

34 »Salz ist etwas Gutes:

Aber wenn das Salz nicht mehr salzt,

wie kann es wieder salzig werden?

Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln.

Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln.

35 Es ist weder für den Acker

noch für den Misthaufen zu gebrauchen:

Man wirft es weg.

Wer Ohren zum Hören hat,

soll gut zuhören!«

Copyright BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart


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