• Das Hohelied
  • Hld 3,1-4

Traum der Frau: 3,1–5

31 Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn, / den meine Seele liebt. / Ich suchte ihn und fand ihn nicht.

2 Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen, / die Gassen und Plätze, ihn suchen, den meine Seele liebt.

Ich suchte ihn und fand ihn nicht.

3 Mich fanden die Wächter / bei ihrer Runde durch die Stadt.

Habt ihr ihn gesehen, / den meine Seele liebt?

4 Kaum war ich an ihnen vorüber, / fand ich ihn, den meine Seele liebt.

Ich packte ihn, ließ ihn nicht mehr los, / bis ich ihn ins Haus meiner Mutter brachte, / in die Kammer derer, die mich geboren hat.

5 Bei den Gazellen und Hinden der Flur / beschwöre ich euch, Jerusalems Töchter:

Stört die Liebe nicht auf, / weckt sie nicht, / bis es ihr selbst gefällt!

Begegnung der Liebenden: 3,6–5,1

6 Wer ist sie, / die heraufsteigt aus der Wüste / in Säulen von Rauch,

umwölkt von Myrrhe und Weihrauch, / von allen Wohlgerüchen des Händlers?

7 Sieh da, Salomos Sänfte!

Sechzig Helden geleiten sie / von Israels Helden,

8 alle vertraut mit dem Schwert, / geschult für den Kampf.

Jeder trägt sein Schwert an der Hüfte / gegen die Schrecken der Nacht.

9 Einen Tragsessel ließ sich König Salomo zimmern / aus Holz vom Libanon.

10 Seine Pfosten hat er aus Silber gemacht, / seine Lehne aus Gold, seinen Sitz aus Purpur, / sein Inneres ausgekleidet mit Liebe von den Töchtern Jerusalems.

11 Kommt heraus und schaut, ihr Töchter Zions, / König Salomo mit der Krone!

Damit hat ihn seine Mutter gekrönt / am Tag seiner Hochzeit, / am Tag seiner Herzensfreude.

Copyright Die Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift verwenden wir mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelanstalt, Stuttgart, bei der auch das Copyright für diese Bibelübersetzung liegt.