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  • DIE WEISHEIT SALOMOS (Weish 3,19)

Hoffnung des Gerechten – Hoffnungslosigkeit des Gottlosen

31 Aber die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual rührt sie an.

2 In den Augen der Unverständigen gelten sie als tot, und ihr Abscheiden wird für Strafe gehalten

3 und ihr Weggehen von uns für Verderben; aber sie sind im Frieden.

4 Denn wenn sie auch nach Meinung der Menschen viel zu leiden haben, so sind sie doch erfüllt von Hoffnung auf Unsterblichkeit.

5 Sie werden ein wenig gezüchtigt, aber viel Gutes wird ihnen widerfahren; denn Gott versucht sie und findet sie seiner wert.

6 Er prüft sie wie Gold im Schmelzofen und nimmt sie an wie ein Ganzopfer.

7 Und zur Zeit ihrer gnädigen Heimsuchung werden sie aufleuchten und aufsteigen wie Funken überm Stoppelfeld.

8 Sie werden die Heiden richten und über die Völker herrschen, und der Herr wird König sein über sie in Ewigkeit.

9 Die auf ihn vertrauen, werden seine Zuverlässigkeit erfahren, und die treu sind in der Liebe, werden bei ihm bleiben. Denn Gnade und Barmherzigkeit wohnt bei seinen Heiligen, und er sucht seine Auserwählten gnädig heim.

10 Aber die Gottlosen werden die Strafe empfangen, die ihnen nach ihrer Gesinnung zukommt; denn sie beachten den Gerechten nicht und weichen vom Herrn.

11 Denn wer Weisheit und Zucht verachtet, ist ein unglückseliger Mensch. Ihre Hoffnung ist nichtig und ihre Mühe ist umsonst und ihr Tun ist unnütz.

12 Ihre Frauen sind töricht und ihre Kinder böse. Verflucht ist, was von ihnen geboren wird.

Auch der Gerechte kann kinderlos sein

13 Selig ist die Unfruchtbare, wenn sie unbefleckt ist und keine verbotene Ehe kennen gelernt hat; sie wird die Frucht dafür genießen zu der Zeit, wenn die Menschen gerichtet werden.

14 Selig ist auch ein Entmannter, der nichts Unrechtes tut und nichts Böses gegen den Herrn erdenkt; dem wird für seine Treue eine auserlesene Gabe und ein besseres Los im Tempel des Herrn gegeben werden.

15 Denn wer sich recht müht, empfängt herrliche Frucht, und aus Einsicht wächst hervor, was ohne Tadel ist.

16 Aber die Kinder der Ehebrecher geraten nicht, und die Nachkommen aus gesetzwidriger Ehe werden vertilgt.

17 Denn wenn sie auch lange leben, werden sie doch nichts gelten, und ihr Alter wird zuletzt doch ohne Ehre sein.

18 Sterben sie aber bald, so haben sie nichts zu hoffen und keinen Trost am Tage des Gerichts.

19 Denn die Ungerechten nehmen ein schlimmes Ende.