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  • DAS BUCH JESUS SIRACH (Sir 26,28)

Gute Frauen – böse Frauen

261 Wohl dem, der eine gute Frau hat! Der lebt noch einmal so lange.

2 Eine tüchtige Frau ist für ihren Mann eine Freude, und er verbringt seine Jahre in Frieden.

3 Eine gute Frau ist eine köstliche Gabe und wird dem gegeben, der Gott fürchtet.

4 Ob er reich oder arm ist, sein Herz ist guter Dinge, und er ist allezeit fröhlich.

5 Vor drei Dingen scheut sich mein Herz und vor dem vierten graut mir:

6 böse Gerüchte in der Stadt, Volksauflauf, Verleumdung

7 – alles ärger als der Tod –;

8 das aber ist Herzeleid und Kummer, wenn eine Frau gegen die andre eifert; doch die Geißel der Zunge ist allen gemeinsam.

9 Eine böse Frau gleicht einem schlecht sitzenden Joch;

10 wer sie nimmt, der fasst einen Skorpion an.

11 Eine betrunkene Frau erregt Ärgernis, sie wird auch ihre Scham nicht verdeckt lassen.

12 Eine lüsterne Frau erkennt man an ihrem Blick und an ihren frechen Augen.

13 Wenn deine Tochter nicht auf sich hält, so bewache sie scharf, damit sie Nachgiebigkeit nicht ausnutzt.

14 Wenn du merkst, dass sie frech um sich sieht, so pass gut auf; sonst wundere dich nicht, wenn sie dir Schande macht.

15 Wie ein Wanderer, der durstig ist, lechzt und vom nächstbesten Wasser trinkt, das er bekommen kann, so setzt sie sich vor jedem Zelt nieder und bietet sich an.

16 Eine anmutige Frau erfreut ihren Mann, und wenn sie verständig mit ihm umgeht, mehrt sie sein Wohlergehen.

17 Eine Frau, die schweigen kann, ist eine Gabe Gottes,

18 und eine wohlerzogene Frau ist nicht zu bezahlen.

19 Es gibt nichts Liebenswerteres auf Erden als eine Frau, die auf sich hält,

20 und nichts kommt einer solchen Frau gleich.

21 Wie die Sonne, wenn sie aufgeht, an dem hohen Himmel des Herrn eine Zierde ist, so ist die Schönheit einer guten Frau eine Zierde in ihrem Hause.

22 Ein schönes Antlitz auf hoher Gestalt ist wie die helle Lampe auf dem heiligen Leuchter.

23 Schöne Beine auf schlanken Fesseln

24 sind wie goldene Säulen auf silbernen Füßen.

Drei schlimme Dinge

25 Zwei Dinge sind's, die mich verdrießen, und das dritte erregt meinen Zorn:

26 wenn man einen tüchtigen Mann schließlich Armut leiden lässt und wenn man einsichtsvolle Männer am Ende verachtet

27 und wenn sich einer von der Gerechtigkeit zur Sünde wendet – den hat Gott zum Schwert verurteilt.

Vom Betrug beim Handel

28 Ein Kaufmann kann sich schwer hüten vor Unrecht und ein Händler frei bleiben von Sünden.