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  • Die Psalmen (Ps 104,33)

Ein Loblied auf den Schöpfer

1041 Lobe den Herrn, meine Seele! /

Herr, mein Gott, wie groß bist du! / Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.

2 Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid, /

du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

3 Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser. /

Du nimmst dir die Wolken zum Wagen, / du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes.

4 Du machst dir die Winde zu Boten /

und lodernde Feuer zu deinen Dienern.

5 Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet; /

in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.

6 Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid, /

die Wasser standen über den Bergen.

7 Sie wichen vor deinem Drohen zurück, /

sie flohen vor der Stimme deines Donners.

8 Da erhoben sich Berge und senkten sich Täler /

an den Ort, den du für sie bestimmt hast.

9 Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, /

die dürfen sie nicht überschreiten; / nie wieder sollen sie die Erde bedecken.

10 Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern, /

sie eilen zwischen den Bergen dahin.

11 Allen Tieren des Feldes spenden sie Trank, /

die Wildesel stillen ihren Durst daraus.

12 An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels, /

aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.

13 Du tränkst die Berge aus deinen Kammern, /

aus deinen Wolken wird die Erde satt.A

14 Du lässt Gras wachsen für das Vieh, /

auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde /

15 und Wein, der das Herz des Menschen erfreut, damit sein Gesicht von Öl erglänzt /

und Brot das Menschenherz stärkt.

16 Die Bäume des Herrn trinken sich satt, /

die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat.

17 In ihnen bauen die Vögel ihr Nest, /

auf den Zypressen nistet der Storch.

18 Die hohen Berge gehören dem Steinbock, /

dem Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht.

19 Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten, /

die Sonne weiß, wann sie untergeht.

20 Du sendest Finsternis und es wird Nacht, /

dann regen sich alle Tiere des Waldes.

21 Die jungen Löwen brüllen nach Beute, /

sie verlangen von Gott ihre Nahrung.

22 Strahlt die Sonne dann auf, so schleichen sie heim /

und lagern sich in ihren Verstecken.

23 Nun geht der Mensch hinaus an sein Tagwerk, /

an seine Arbeit bis zum Abend.

24 Herr, wie zahlreich sind deine Werke! /

Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, / die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

25 Da ist das Meer, so groß und weit, /

darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.A

26 Dort ziehen die Schiffe dahin, /

auch der Leviatan, den du geformt hast, um mit ihm zu spielen.

27 Sie alle warten auf dich, /

dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.

28 Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein; /

öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem.

29 Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört; /

nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin / und kehren zurück zum Staub der Erde.

30 Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen /

und du erneuerst das Antlitz der Erde.

31 Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn; /

der Herr freue sich seiner Werke.

32 Er blickt auf die Erde und sie erbebt; /

er rührt die Berge an und sie rauchen.

33 Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe, /

will meinem Gott spielen, solange ich da bin.

34 Möge ihm mein Dichten gefallen. /

Ich will mich freuen am Herrn.

35 Doch die Sünder sollen von der Erde verschwinden /

und es sollen keine Frevler mehr da sein. / Lobe den Herrn, meine Seele! / Halleluja!