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  • DER PSALTER (Ps 42)

Zweites Buch

Verlangen nach Gott aus fremdem Land

421 Eine Unterweisung der Söhne Korach, vorzusingen.

2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,

so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

3 Meine Seele dürstet nach Gott,

nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht,

weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?

5 Daran will ich denken

und ausschütten mein Herz bei mir selbst: wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern.

6 Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

7 Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, / darum gedenke ich an dich

aus dem Land am Jordan und Hermon, vom Berge Misar.

8 Deine Fluten rauschen daher, / und eine Tiefe ruft die andere;

alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.

9 Am Tage sendet der HERR seine Güte,

und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens.

10 Ich sage zu Gott, meinem Fels:

Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget?

11 Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, / wenn mich meine Feinde schmähen

und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?

12 Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.