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  • Die Sprüche Salomos (Proverbia) (Spr 25,1-26,28)

Weitere Sprüche Salomos

251 Auch dies sind Sprüche Salomos; die Männer Hiskias, des Königs von Juda, haben sie gesammelt.

2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der Könige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen.

3 Der Himmel ist hoch und die Erde tief, und der Könige Herz ist unerforschlich.

4 Man tue die Schlacken vom Silber, so gelingt dem Goldschmied das Gefäß;

5 man tue den Frevler hinweg vom König, so wird sein Thron durch Gerechtigkeit gefestigt.

6 Prange nicht vor dem Könige und stelle dich nicht an den Platz der Großen;

7 denn es ist besser, dass man zu dir sage: Tritt hier herauf!, als dass du erniedrigt wirst vor einem Edlen, den deine Augen gesehen haben.

8 Laufe nicht zu schnell vor Gericht; denn was willst du zuletzt machen, wenn dich dein Nächster beschämt?

9 Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines andern Geheimnis,

10 damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse Gerede über dich nicht aufhört.

11 Ein Wort, geredet zu rechter Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen.

12 Ein Weiser, der mahnt, und ein Ohr, das auf ihn hört, das ist wie ein goldener Ring und ein goldenes Halsband.

13 Wie die Kühle des Schnees zur Zeit der Ernte, so ist ein getreuer Bote dem, der ihn gesandt hat, und erquickt seines Herrn Seele.

14 Wer Geschenke verspricht und hält's nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne Regen.

15 Durch Geduld wird ein Fürst überredet, und eine linde Zunge zerbricht Knochen.

16 Findest du Honig, so iss davon nur, soviel du bedarfst, dass du nicht zu satt wirst und speist ihn aus.

17 Halte deinen Fuß zurück vom Hause deines Nächsten; er könnte dich satt bekommen und dir gram werden.

18 Wer wider seinen Nächsten falsch Zeugnis redet, der ist wie ein Streithammer, Schwert und scharfer Pfeil.

19 Auf einen Treulosen hoffen zur Zeit der Not, das ist wie ein fauler Zahn und gleitender Fuß.

20 Wer einem missmutigen Herzen Lieder singt, das ist, wie wenn einer das Kleid ablegt an einem kalten Tag, und wie Essig auf Lauge.

21 Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser,

22 denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der Herr wird dir's vergelten.

23 Der Nordwind bringt Regen und heimliche Zunge saure Gesichter.

24 Besser im Winkel auf dem Dache sitzen als mit einer zänkischen Frau zusammen in einem Hause.

25 Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie kühles Wasser für eine durstige Kehle.

26 Ein Gerechter, der angesichts eines Frevlers wankt, ist wie ein getrübter Brunnen und eine verderbte Quelle.

27 Zu viel Honig essen ist nicht gut; aber wer nach schweren Dingen forscht, dem bringt's Ehre.

28 Ein Mann, der seinen Zorn nicht zurückhalten kann, ist wie eine offene Stadt ohne Mauern.

261 Wie Schnee nicht zum Sommer und Regen zur Ernte, so reimt sich Ehre nicht zum Toren.

2 Wie ein Vogel dahinfliegt und eine Schwalbe enteilt, so ist ein unverdienter Fluch: Er trifft nicht ein.

3 Dem Ross eine Peitsche und dem Esel einen Zaum und dem Toren eine Rute auf den Rücken!

4 Antworte dem Toren nicht nach seiner Torheit, dass du ihm nicht gleich wirst.

5 Antworte aber dem Toren nach seiner Torheit, dass er sich nicht weise dünke.

6 Wer eine Sache durch einen törichten Boten ausrichtet, der ist wie einer, der sich selbst die Füße abhaut und Schaden leidet.

7 Kraftlos wie die Schenkel des Lahmen, so ist die Weisheit im Munde der Toren.

8 Einem Toren Ehre antun, das ist, wie wenn einer einen edlen Stein auf einen Steinhaufen wirft.

9 Ein Spruch in eines Toren Mund ist wie ein Dornzweig in der Hand eines Trunkenen.

10 Wie ein Schütze, der jeden verwundet, so ist, wer einen Toren oder einen Vorübergehenden dingt.

11 Wie ein Hund wieder frisst, was er gespien hat, so ist der Tor, der seine Torheit immer wieder treibt.

12 Wenn du einen siehst, der sich weise dünkt, da ist für einen Toren mehr Hoffnung als für ihn.

13 Der Faule spricht: »Es ist ein junger Löwe auf dem Wege, ein Löwe auf den Gassen.«

14 Ein Fauler wendet sich im Bett wie die Tür in der Angel.

15 Der Faule steckt seine Hand in die Schüssel, und es wird ihm sauer, dass er sie zum Munde bringe.

16 Ein Fauler dünkt sich weiser als sieben, die da wissen, verständig zu antworten.

17 Wer vorübergeht und sich mengt in fremden Streit, der ist wie einer, der den Hund bei den Ohren zwackt.

18 Wie ein Wahnsinniger, der mit Geschoss und Pfeilen schießt und tötet,

19 so ist ein Mensch, der seinen Nächsten betrügt und spricht: »Ich habe nur gescherzt.«

20 Wenn kein Holz mehr da ist, so verlischt das Feuer, und wenn der Verleumder weg ist, so hört der Streit auf.

21 Wie die Kohlen die Glut und Holz das Feuer, so facht ein zänkischer Mann den Streit an.

22 Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen und gehen einem glatt ein.

23 Glatte Lippen und ein böses Herz, das ist wie Tongeschirr, mit Silberschaum überzogen.

24 Der Hasser verstellt sich mit seiner Rede, aber im Herzen ist er falsch;

25 wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es sind sieben Gräuel in seinem Herzen.

26 Wer den Hass trügerisch verbirgt, dessen Bosheit wird doch vor der Gemeinde offenbar werden.

27 Wer eine Grube gräbt, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen.

28 Eine falsche Zunge hasst den, dem sie Arges getan hat, und glatte Lippen richten Verderben an.