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  • Die Sprüche Salomos (Proverbia) (Spr 14,1-15,33)

141 Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus; aber ihre Torheit reißt's nieder mit eigenen Händen.

2 Wer den Herrn fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.

3 In des Toren Mund ist die Rute für seinen Hochmut; aber die Weisen bewahrt ihr Mund.

4 Wo keine Rinder sind, da ist die Krippe leer; aber die Kraft des Ochsen bringt reichen Ertrag.

5 Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein falscher Zeuge redet frech Lügen.

6 Der Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.

7 Geh weg von dem Toren, denn du lernst nichts von ihm.

8 Das ist des Klugen Weisheit, dass er achtgibt auf seinen Weg; aber der Toren Torheit ist lauter Trug.

9 Die Narren treiben Gespött mit der Schuld; unter Aufrechten aber herrscht Wohlgefallen.

10 Das Herz allein kennt sein Leid, und auch in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.

11 Das Haus der Frevler wird vertilgt; aber die Hütte der Aufrechten wird grünen.

12 Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.

13 Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.

14 Einem gottlosen Menschen wird's gehen, wie er wandelt, und auch einem guten nach seinen Taten.

15 Ein Unverständiger glaubt noch alles; aber ein Kluger gibt acht auf seinen Gang.

16 Ein Weiser scheut sich und meidet das Böse; ein Tor aber fährt trotzig hindurch.

17 Ein Jähzorniger handelt töricht; aber ein Ränkeschmied wird gehasst.

18 Die Unverständigen erben Torheit; aber Erkenntnis ist der Klugen Krone.

19 Die Bösen müssen sich bücken vor den Guten und die Frevler an den Toren der Gerechten.

20 Der Arme ist verhasst auch seinem Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.

21 Wer seinen Nächsten verachtet, versündigt sich; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!

22 Die nach Bösem trachten, werden in die Irre gehen; die aber auf Gutes bedacht sind, werden Güte und Treue erfahren.

23 Wo man arbeitet, da ist Gewinn; wo man aber nur mit Worten umgeht, da ist Mangel.

24 Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Narrheit der Toren bleibt Narrheit.

25 Ein wahrhaftiger Zeuge rettet manchem das Leben; aber wer Lügen ausspricht, übt Verrat.

26 Wer den Herrn fürchtet, hat eine sichere Festung, und auch seine Kinder werden beschirmt.

27 Die Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, dass man meide die Stricke des Todes.

28 Wenn ein König viel Volk hat, das ist seine Herrlichkeit; wenn aber wenig Volk da ist, das bringt einen Fürsten ins Verderben.

29 Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, offenbart seine Torheit.

30 Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist Eiter in den Gebeinen.

31 Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.

32 Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost.

33 Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und inmitten der Toren wird sie offenbar.

34 Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.

35 Ein kluger Knecht gefällt dem König, aber einen schändlichen trifft sein Zorn.

151 Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.

2 Der Weisen Zunge bringt gute Erkenntnis; aber der Toren Mund speit nur Torheit.

3 Die Augen des Herrn sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute.

4 Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte bringt Herzeleid.

5 Der Tor verschmäht die Zucht seines Vaters; wer aber Zurechtweisung annimmt, ist klug.

6 In des Gerechten Haus ist großes Gut; aber in des Gottlosen Gewinn steckt Verderben.

7 Der Weisen Mund streut guten Rat; aber der Toren Herz ist nicht recht.

8 Der Gottlosen Opfer ist dem Herrn ein Gräuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm wohlgefällig.

9 Des Gottlosen Weg ist dem Herrn ein Gräuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.

10 Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Zurechtweisung hasst, der muss sterben.

11 Unterwelt und Abgrund liegen offen vor dem Herrn, wie viel mehr die Herzen der Menschen!

12 Der Spötter liebt den nicht, der ihn zurechtweist, und geht nicht hin zu den Weisen.

13 Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, entfällt auch der Mut.

14 Des Klugen Herz sucht Erkenntnis; aber der Toren Mund geht mit Torheit um.

15 Ein Betrübter hat nie einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein tägliches Fest.

16 Besser wenig mit der Furcht des Herrn als ein großer Schatz, bei dem Unruhe ist.

17 Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochse mit Hass.

18 Ein zorniger Mann richtet Zank an; ein Geduldiger aber stillt den Streit.

19 Der Weg des Faulen ist wie eine Dornenhecke; aber der Weg der Aufrechten ist wohlgebahnt.

20 Ein weiser Sohn erfreut den Vater; aber ein törichter Mensch verachtet seine Mutter.

21 Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verständiger Mann bleibt auf dem rechten Wege.

22 Die Pläne werden zunichte, wo man nicht miteinander berät; wo aber viele Ratgeber sind, gelingen sie.

23 Es ist einem Mann eine Freude, wenn er richtig antwortet, und wie wohl tut ein Wort zur rechten Zeit!

24 Der Weg des Lebens führt den Klugen aufwärts, dass er meide die Tiefen des Todes.

25 Der Herr wird das Haus der Hoffärtigen einreißen und die Grenze der Witwe schützen.

26 Die Anschläge des Argen sind dem Herrn ein Gräuel; aber rein sind vor ihm freundliche Reden.

27 Wer unrechtem Gewinn nachgeht, zerstört sein Haus; wer aber Bestechung hasst, der wird leben.

28 Das Herz des Gerechten bedenkt, was zu antworten ist; aber der Mund der Frevler schäumt Böses.

29 Der Herr ist ferne von den Frevlern; aber der Gerechten Gebet erhört er.

30 Ein freundliches Antlitz erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt das Gebein.

31 Das Ohr, das da hört auf heilsame Weisung, wird unter den Weisen wohnen.

32 Wer Zucht verwirft, der macht sich selbst zunichte; wer sich aber etwas sagen lässt, der wird klug.

33 Die Furcht des Herrn ist Zucht, die zur Weisheit führt, und ehe man zu Ehren kommt, muss man Demut lernen.