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  • Die Sprüche Salomos (Proverbia) (Spr 12,1-13,25)

121 Wer Zucht liebt, der wird klug; aber wer Zurechtweisung hasst, der bleibt ein Narr.

2 Wer fromm ist, der erlangt Wohlgefallen vom Herrn; aber den Heimtückischen verdammt er.

3 Durch Frevel kann der Mensch nicht bestehen; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben.

4 Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; aber eine schandbare ist wie Eiter in seinem Gebein.

5 Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber was die Frevler planen, ist lauter Trug.

6 Der Frevler Reden richten Blutvergießen an; aber die Aufrechten errettet ihr Mund.

7 Die Frevler werden gestürzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.

8 Ein Mann wird gelobt nach seiner Klugheit; aber wer verschrobenen Sinnes ist, wird verachtet.

9 Wer gering geachtet ist, aber einen Knecht hat, ist besser als einer, der groß sein will und an Brot Mangel hat.

10 Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Frevler ist unbarmherzig.

11 Wer seinen Acker bebaut, wird Brot die Fülle haben; wer aber nichtigen Dingen nachgeht, ist ein Tor.

12 Des Frevlers Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.

13 Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Not.

14 Viel Gutes bekommt ein Mann durch die Frucht seines Mundes; und dem Menschen wird vergolten nach den Taten seiner Hände.

15 Den Toren dünkt sein Weg recht; aber wer auf Rat hört, der ist weise.

16 Ein Tor zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer Schmähung überhört, der ist klug.

17 Wer wahrhaftig ist, der sagt offen, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrügt.

18 Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung.

19 Wahrhaftiger Mund besteht immerdar; aber die falsche Zunge besteht nicht lange.

20 Die Böses planen, haben Trug im Herzen; aber die zum Frieden raten, haben Freude.

21 Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Frevler werden voll Unglücks sein.

22 Lügenmäuler sind dem Herrn ein Gräuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm.

23 Ein verständiger Mann trägt seine Klugheit nicht zur Schau; aber das Herz des Toren schreit seine Torheit hinaus.

24 Die fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, muss Frondienst leisten.

25 Sorge im Herzen bedrückt den Menschen; aber ein freundliches Wort erfreut ihn.

26 Der Gerechte findet seine Weide; aber die Frevler führt ihr Weg in die Irre.

27 Ein Lässiger erjagt kein Wild; aber ein fleißiger Mensch wird reich.

28 Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben; aber böser Weg führt zum Tode.

131 Die Unterweisung des Vaters macht den Sohn weise; aber ein Spötter hört selbst auf Drohen nicht.

2 Die Frucht seiner Worte genießt der Fromme; aber die Verächter sind gierig nach Frevel.

3 Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, über den kommt Verderben.

4 Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug.

5 Der Gerechte ist der Lüge feind; aber der Frevler handelt schimpflich und schändlich.

6 Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber die Gottlosigkeit bringt den Sünder zu Fall.

7 Mancher stellt sich reich und hat nichts, und mancher stellt sich arm und hat großes Gut.

8 Mit Reichtum muss mancher sein Leben erkaufen; aber ein Armer bekommt keine Drohung zu hören.

9 Das Licht der Gerechten brennt fröhlich; aber die Leuchte der Frevler wird verlöschen.

10 Unter den Übermütigen ist immer Streit; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.

11 Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr.

12 Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz; wenn aber kommt, was man begehrt, das ist ein Baum des Lebens.

13 Wer das Wort verachtet, muss dafür büßen; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird es gelohnt.

14 Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes.

15 Rechte Einsicht schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt Verderben.

16 Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Tor aber stellt Narrheit zur Schau.

17 Ein gottloser Bote bringt ins Unglück; aber ein getreuer Bote bringt Hilfe.

18 Wer Zucht missachtet, hat Armut und Schande; wer sich gern zurechtweisen lässt, wird zu Ehren kommen.

19 Wenn kommt, was man begehrt, tut es dem Herzen wohl; aber das Böse meiden ist den Toren ein Gräuel.

20 Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Toren Geselle ist, der wird Unglück haben.

21 Unheil verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird mit Gutem vergolten.

22 Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Habe wird gespart für den Gerechten.

23 Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber wo kein Recht ist, da ist Verderben.

24 Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.

25 Der Gerechte kann essen, bis er satt ist; der Bauch der Frevler aber leidet Mangel.