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  • Der Psalter (Ps 38,10-18)

10 Herr, du kennst all mein Begehren,

und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.

11 Mein Herz erbebt, meine Kraft hat mich verlassen,

und das Licht meiner Augen ist dahin.

12 Meine Lieben und Freunde scheuen zurück vor meiner Plage,

und meine Nächsten halten sich fern.

13 Die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; / und die mein Unglück suchen, bereden, wie sie schaden wollen;

sie sinnen Arges den ganzen Tag.

14 Ich bin wie taub und höre nicht,

und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut.

15 Ich muss sein wie einer, der nicht hört

und keine Widerrede in seinem Munde hat.

16 Aber ich harre, Herr, auf dich;

du, Herr, mein Gott, wirst antworten.

17 Denn ich denke: Dass sie sich ja nicht über mich freuen!

Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich.

18 Denn ich bin dem Fallen nahe,

und mein Schmerz ist immer vor mir.