Logo
  • Der Psalter (Ps 31,7-14)

7 Ich hasse, die sich halten an nichtige Götzen;

ich aber vertraue auf den Herrn.

8 Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,

dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele

9 und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes;

du stellst meine Füße auf weiten Raum.

10 Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst!

Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib.

11 Denn mein Leben ist hingeschwunden in Kummer

und meine Jahre in Seufzen. Meine Kraft ist verfallen durch meine Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet.

12 Allen meinen Bedrängern bin ich ein Spott geworden,

eine Last meinen Nachbarn und ein Schrecken meinen Freunden. Die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir.

13 Ich bin vergessen im Herzen wie ein Toter;

ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß.

14 Denn ich höre, wie viele mich verleumden:

Schrecken ist um und um! Sie halten Rat miteinander über mich und trachten danach, mir das Leben zu nehmen.