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  • DIE HEILSBOTSCHAFT NACH MATTHÄUS (Mt 26,65-75)

65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sagte: »Er hat Gott gelästert! Wozu brauchen wir noch Zeugen? Jetzt habt ihr selbst die Gotteslästerung gehört! Was urteilt ihr?«

66 Sie gaben die Erklärung ab: »Er ist des Todes schuldig!«

67 Hierauf spien sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit den Fäusten; andere gaben ihm Backenstreiche

68 und sagten: »Weissage uns, Christus! Wer ist es, der dich geschlagen hat?«

8. Verleugnung und Reue des Petrus

69 Petrus aber saß (unterdessen) draußen im Hof. Da trat eine Magd auf ihn zu und sagte: »Du bist auch bei Jesus, dem Galiläer, gewesen!«

70 Er aber leugnete vor allen und sagte: »Ich verstehe nicht, was du da sagst!«

71 Als er dann in die Torhalle hinausgegangen war, bemerkte ihn eine andere Magd und sagte zu den Leuten dort: »Dieser ist auch mit Jesus, dem Nazoräer2,23), zusammen gewesen!«

72 Da leugnete er wieder, (diesmal) mit einem Eid: »ich kenne den Menschen nicht!«

73 Nach einer kleinen Weile aber traten die Leute, die dort standen, hinzu und sagten zu Petrus: »Wahrhaftig, du gehörst auch zu ihnen: schon deine Sprache verrät dich!«

74 Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: »Ich kenne den Menschen nicht!«, und sogleich darauf krähte der Hahn.

75 Da dachte Petrus an das Wort Jesu, der ihm gesagt hatteV.34): »Noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.« Und er ging hinaus und weinte bitterlich.