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  • DER BRIEF AN DIE HEBRÄER (heb 1,1-13)

I. Die Größe des Gottessohnes und die bedrohlichen Folgen des Ungehorsams gegen sein Wort (1,1-4,13)

1. Die einzigartige Hoheit des Gottessohnes gegenüber den alttestamentlichen Gottesboten

a) Allgemeine Darlegung dieser Hoheit

11 Nachdem Gott vorzeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat in den Propheten,

2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben von allem eingesetzt, durch den er auch die Weltzeiten geschaffen hat.

3 Dieser ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und die Ausprägung seines Wesens und trägt das Weltall durch sein Allmachtswort; er hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden vollbracht hat, zur Rechten der Erhabenheit in den Himmelshöhen gesetzt

4 und ist dadurch um so viel größer geworden als die Engel, wie der Name, den er als Erbteil erhalten hat, den ihrigen überragt.

b) Alttestamentliche Belege für die Erhabenheit des Gottessohnes über die Engel

5 Denn zu welchem von den Engeln hätte Gott jemals gesagtPs 2,7): »Mein Sohn bist du: ich habe dich heute gezeugt«? Und ein andermal2.Sam 7,14): »Ich will ihm Vater sein, und er soll für mich Sohn sein?«

6 Weiter sagt er von der Zeit, in welcher er den Erstgeborenen wiederum in die Menschenwelt einführen wirdPs 97,7): »Alle Engel Gottes sollen vor ihm huldigend sich neigen.«

7 Und in bezug auf die Engel heißt es zwarPs 104,4): »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zur Feuerflamme«,

8 aber in bezug auf den SohnPs 45,7-8): »Dein Thron, o Gott, steht fest in alle Ewigkeit, und der Stab der Geradheit ist der Stab deiner Königsherrschaft.

9 Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzwidrigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott mit Freudenöl gesalbt vor deinen Genossen.«

10 Und fernerPs 102,26-28): »Du hast im Anfang, Herr, die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk;

11 sie werden vergehen, du aber bleibst, und sie werden alle veralten wie ein Gewand;

12 wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie werden verwandelt werden; du aber bleibst derselbe, und deine Jahre werden kein Ende nehmen.«

13 Zu welchem Engel hätte er ferner jemals gesagtPs 110,1): »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner Füße«?