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  • Das vierte Buch Mose (Numeri) (4.Mose 34,1-36,13)

Die Grenzen des Landes westlich des Jordans

341 Und der Herr redete mit Mose und sprach:

2 Gebiete den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so soll dies das Land sein, das euch als Erbteil zufällt, das Land Kanaan in diesen Grenzen:

3 Der Südzipfel eures Gebietes soll sich erstrecken von der Wüste Zin an Edom entlang. Eure Grenze im Süden soll ausgehen vom Ende des Salzmeers, das im Osten liegt.

4 Und sie soll südlich vom Skorpionensteig sich hinaufziehen und hinübergehen nach Zin und weitergehen südlich von Kadesch-Barnea und gelangen nach Hazar-Addar und hinübergehen nach Azmon

5 und sich von Azmon ziehen an den Bach Ägyptens, und ihr Ende sei an dem Meer.

6 Aber die Grenze nach Westen zu soll sein das große Meer und seine Küste. Das sei eure Grenze nach Westen.

7 Die Grenze nach Norden zu soll diese sein: Ihr sollt sie ziehen von dem großen Meer bis an den Berg Hor

8 und von dem Berge Hor bis dahin, wo es nach Hamat geht, dass die Grenze weitergehe bei Zedad

9 und auslaufe nach Sifron, und ihr Ende sei bei Hazar-Enan. Das sei eure Grenze nach Norden.

10 Und ihr sollt die Grenze nach Osten ziehen von Hazar-Enan nach Schefam,

11 und die Grenze gehe herab von Schefam nach Ribla östlich von Ajin. Danach gehe sie herab und ziehe sich hin längs der Höhen östlich vom See Kinneret

12 und komme herab an den Jordan, dass ihr Ende sei das Salzmeer. Das sei euer Land mit seiner Grenze ringsumher.

13 Und Mose gebot den Israeliten: Das ist das Land, das ihr durchs Los unter euch teilen sollt, wie der Herr geboten hat, es den neun Stämmen und dem halben Stamm zu geben.

14 Denn der Stamm der Rubeniter nach seinen Sippen und der Stamm der Gaditer nach seinen Sippen und der halbe Stamm Manasse haben ihr Erbteil bekommen.

15 Also haben die zwei Stämme und der halbe Stamm schon empfangen ihr Erbteil diesseits des Jordans gegenüber Jericho nach Osten zu.

Namen der Männer, die das Land austeilen sollen

16 Und der Herr redete mit Mose und sprach:

17 Dies sind die Namen der Männer, die das Land unter euch austeilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns.

18 Dazu sollt ihr nehmen von einem jeden Stamm einen Fürsten, um das Land auszuteilen.

19 Und dies sind die Namen der Männer: Kaleb, der Sohn Jefunnes, vom Stamm Juda;

20 Schemuël, der Sohn Ammihuds, vom Stamm Simeon;

21 Elidad, der Sohn Kislons, vom Stamm Benjamin;

22 Bukki, der Sohn Joglis, Fürst des Stammes der Söhne Dan;

23 Hanniël, der Sohn Efods, Fürst des Stammes der Söhne Manasse, von den Söhnen Josef;

24 Kemuël, der Sohn Schiftans, Fürst des Stammes der Söhne Ephraim;

25 Elizafan, der Sohn Parnachs, Fürst des Stammes der Söhne Sebulon;

26 Paltiël, der Sohn Asans, Fürst des Stammes der Söhne Issachar;

27 Ahihud, der Sohn Schelomis, Fürst des Stammes der Söhne Asser;

28 Pedahel, der Sohn Ammihuds, Fürst des Stammes der Söhne Naftali.

29 Das sind die, denen der Herr gebot, dass sie den Israeliten das Erbe austeilten im Lande Kanaan.

Levitenstädte und Freistädte

351 Und der Herr redete mit Mose in den Steppen Moabs gegenüber Jericho und sprach:

2 Gebiete den Israeliten, dass sie von ihren Erbteilen den Leviten Städte zur Wohnung geben. Auch Weideland um die Städte her sollt ihr den Leviten geben,

3 dass sie in den Städten wohnen und auf den Weiden ihr Vieh und ihre Herden und alle ihre Tiere haben.

4 Das Weideland aber vor den Städten, die ihr den Leviten gebt, soll sich tausend Ellen weit draußen um die Stadtmauer herum erstrecken.

5 So sollt ihr nun abmessen außerhalb der Stadt auf der Seite nach Osten zweitausend Ellen und auf der Seite nach Süden zweitausend Ellen und auf der Seite nach Westen zweitausend Ellen und auf der Seite nach Norden zweitausend Ellen, dass die Stadt in der Mitte sei. Das soll ihnen als Weide bei den Städten gehören.

6 Und von den Städten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr sechs zu Freistädten bestimmen, damit dahin fliehen kann, wer einen Totschlag getan hat. Dazu aber sollt ihr noch zweiundvierzig Städte geben,

7 dass alle Städte, die ihr den Leviten gebt, seien achtundvierzig mit ihrem Weideland.

8 Ihr sollt mehr geben an Städten vom Besitz derer, die viel besitzen unter den Israeliten, und weniger vom Besitz derer, die wenig besitzen; ein jeder Stamm soll nach seinem Erbteil, das ihm zugeteilt wird, den Leviten Städte geben.

9 Und der Herr redete mit Mose und sprach:

10 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan ins Land Kanaan kommt,

11 sollt ihr Städte auswählen, dass sie für euch Freistädte seien, wohin fliehen soll, wer einen Totschlag aus Versehen tut.

12 Und es sollen unter euch diese Städte eine Zuflucht sein vor dem Bluträcher, dass der nicht sterben muss, der einen Totschlag getan hat, bis er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden hat.

13 Und die Städte, die ihr zu Freistädten bestimmt, sollen sechs sein.

14 Drei sollt ihr bestimmen diesseits des Jordans und drei im Lande Kanaan.

15 Das sind die sechs Freistädte für die Israeliten und für die Fremdlinge und die Beisassen unter euch, damit dahin fliehen kann, wer einen Totschlag getan hat aus Versehen.

Gesetze über Mord und über Totschlag

16 Wer jemand mit einem Eisen schlägt, dass er stirbt, der ist ein Mörder und soll des Todes sterben.

17 Wirft er ihn mit einem Stein, mit dem jemand getötet werden kann, dass er daran stirbt, so ist er ein Mörder und soll des Todes sterben.

18 Schlägt er ihn mit einem Holz, mit dem jemand totgeschlagen werden kann, dass er stirbt, so ist er ein Mörder und soll des Todes sterben.

19 Der Bluträcher soll den Mörder zum Tode bringen; wo er ihm begegnet, soll er ihn töten.

20 Stößt er jemand aus Hass oder wirft er etwas auf ihn mit Hinterlist, dass er stirbt,

21 oder schlägt er ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, dass er stirbt, so soll der des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; er ist ein Mörder. Der Bluträcher soll ihn zum Tode bringen, wo er ihm begegnet.

22 Wenn er ihn aber aus Versehen stößt ohne Feindschaft oder wirft irgendetwas auf ihn ohne Absicht

23 oder wirft irgendeinen Stein auf ihn, woran man sterben kann, aber er hat's nicht gesehen, sodass jener stirbt, und er ist nicht sein Feind, hat ihm auch nichts Böses antun wollen,

24 so soll die Gemeinde richten zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Bluträcher nach diesen Rechtsordnungen.

25 Und die Gemeinde soll den Totschläger erretten aus der Hand des Bluträchers und soll ihn zurückbringen lassen zu der Freistadt, dahin er geflohen war. Und er soll dort bleiben, bis der Hohepriester stirbt, den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat.

26 Geht aber der Totschläger über die Grenze seiner Freistadt, in die er geflohen ist,

27 und der Bluträcher findet ihn außerhalb der Grenze seiner Freistadt und schlägt ihn tot, so soll er des Bluts nicht schuldig sein.

28 Denn er sollte in seiner Freistadt bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters und nach dem Tod des Hohenpriesters in das Land seines Erbbesitzes zurückkehren.

29 Das soll euch Gesetz und Recht für immer sein, überall, wo ihr wohnt.

30 Wer einen Menschen erschlägt, den soll man töten auf den Mund von Zeugen hin. Ein einzelner Zeuge aber soll keine Aussage machen, um einen Menschen zum Tode zu bringen.

31 Und ihr sollt kein Sühnegeld nehmen für das Leben des Mörders; denn er ist des Todes schuldig und soll des Todes sterben.

32 Und ihr sollt kein Sühnegeld nehmen für den, der zur Freistadt geflohen ist, dass er zurückkehren darf, um im Lande zu wohnen, bis der Priester stirbt.

33 Und schändet das Land nicht, darin ihr wohnt; denn wer des Blutes schuldig ist, der schändet das Land, und das Land kann nicht entsühnt werden vom Blut, das darin vergossen wird, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat.

34 Macht das Land nicht unrein, darin ihr wohnt, darin auch ich wohne; denn ich bin der Herr, der mitten unter den Israeliten wohnt.

Zum Erbrecht der Töchter

361 Und die Häupter der Sippen der Söhne Gileads, des Sohnes Machirs, der Manasses Sohn war, von den Geschlechtern der Söhne Josef, traten heran und redeten vor Mose und vor den Fürsten, den Häuptern der Sippen Israels,

2 und sprachen: Der Herr hat geboten meinem Herrn, dass man das Land den Israeliten durch das Los zum Erbteil geben sollte. Auch wurde ihm geboten von dem Herrn, dass man das Erbteil Zelofhads, unseres Bruders, seinen Töchtern geben soll.

3 Wenn diese jemand aus den Stämmen der Israeliten zur Frau nimmt, so wird das Erbteil unserer Väter weniger werden, und so viel sie haben, wird zu dem Erbteil des Stammes kommen, in den sie einheiraten; also wird das Los unseres Erbteils verringert.

4 Wenn denn nun das Erlassjahr der Israeliten kommt, so wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes kommen, in den sie eingeheiratet haben; also wird das Erbteil des Stammes unserer Väter um das verringert, was sie haben.

5 Mose gebot den Israeliten nach dem Befehl des Herrn und sprach: Der Stamm der Söhne Josef hat recht geredet.

6 Dies ist's, was der Herr gebietet über die Töchter Zelofhads: Lass sie heiraten, wie es ihnen gefällt; nur sollen sie heiraten in ein Geschlecht aus dem Stamm ihres Vaters,

7 damit nicht die Erbteile der Israeliten von einem Stamm an den andern fallen; denn ein jeder unter den Israeliten soll festhalten an dem Erbe des Stammes seiner Väter.

8 Und alle Töchter, die Erbteil erlangen unter den Stämmen Israels, sollen heiraten einen von dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters, damit ein jeder unter den Israeliten das Erbe seiner Väter behalte

9 und nicht ein Erbteil von einem Stamm an den andern falle, sondern ein jeder soll festhalten an seinem Erbe unter den Stämmen Israels.

10 Wie der Herr es Mose geboten hatte, so taten die Töchter Zelofhads,

11 Machla, Tirza, Hogla, Milka und Noa, und heirateten die Söhne ihrer Oheime

12 aus den Geschlechtern der Nachkommen Manasses, des Sohnes Josefs. Also blieb ihr Erbteil bei dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters.

13 Das sind die Gebote und Rechte, die der Herr durch Mose den Israeliten gebot in den Steppen Moabs gegenüber Jericho.