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  • Das zweite Buch Samuel (2.Sam 23,1-24,25)

Davids letzte Worte

231 Dies sind die letzten Worte Davids.

Es spricht David, der Sohn Isais,

es spricht der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des Gottes Jakobs, der Liebling der Lieder Israels:

2 Der Geist des Herrn hat durch mich geredet,

und sein Wort ist auf meiner Zunge.

3 Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen,

der Fels Israels hat geredet: Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes,

4 der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht,

am Morgen ohne Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde sprießt.

5 Ist nicht so mein Haus vor Gott?

Denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, in allem wohl geordnet und gesichert. All mein Heil und all mein Begehren wird er gedeihen lassen.

6 Aber die ruchlosen Leute sind allesamt wie verwehte Disteln,

die man nicht mit der Hand fassen kann;

7 sondern wer sie angreifen will, muss Eisen und Spieß in der Hand haben;

sie werden mit Feuer verbrannt an ihrer Stätte.

Die Helden Davids

8 Dies sind die Namen der Helden Davids: Jischbaal, der Hachmoniter, der Erste unter den Dreien; der schwang seinen Spieß über achthundert, die auf einmal erschlagen waren.

9 Nach ihm war unter den drei Helden Eleasar, der Sohn Dodos, der Ahoachiter. Er war mit David, als sie die Philister verhöhnten. Als diese dort zum Kampf versammelt waren und die Männer Israels hinaufzogen,

10 da stand er und schlug die Philister, bis seine Hand müde war und am Schwert erstarrte. Und der Herr gab großes Heil an jenem Tage, sodass das Volk sich wieder umwandte hinter ihm her, um zu plündern.

11 Nach ihm war Schamma, der Sohn Ages aus Harar. Als die Philister sich sammelten zu einem Heer – es war dort ein Stück Acker mit Linsen – und das Volk vor den Philistern floh,

12 da trat er mitten auf das Stück und entriss es den Philistern und schlug sie, und der Herr gab großes Heil.

13 Und drei von den Dreißig, die Hauptleute, kamen zur Zeit der Ernte hinab zu David, zu der Höhle Adullam, und das Heer der Philister lag in der Ebene Refaïm.

14 David aber war damals in der Bergfeste, und die Wache der Philister lag in Bethlehem.

15 Und David gelüstete es, und er sprach: Wer will mir Wasser zu trinken holen aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem?

16 Da brachen die drei Helden in das Lager der Philister ein und schöpften Wasser aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem und trugen's und brachten's zu David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern goss es aus für den Herrn

17 und sprach: Das lasse der Herr fern von mir sein, dass ich das tue! Ist's nicht das Blut der Männer, die ihr Leben gewagt haben und hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das taten die drei Helden.

18 Abischai, Joabs Bruder, der Sohn der Zeruja, war der Erste der Dreißig. Er schwang seinen Spieß über dreihundert Erschlagenen und war berühmt unter den Dreißig.

19 Er war hoch geehrt unter den Dreißig und war ihr Oberster, aber er kam nicht an jene Drei heran.

20 Und Benaja, der Sohn Jojadas, ein streitbarer Mann von großen Taten, war aus Kabzeel; der erschlug die beiden »Gotteslöwen« der Moabiter. Er stieg hinab und erschlug einen Löwen in einem Brunnen, als Schnee gefallen war.

21 Er erschlug auch einen furchterregenden ägyptischen Mann, der hatte einen Spieß in seiner Hand. Er aber ging zu ihm hinab mit einem Stecken und riss dem Ägypter den Spieß aus der Hand und durchbohrte ihn mit dessen eigenem Spieß.

22 Das tat Benaja, der Sohn Jojadas. Er war berühmt unter den dreißig Helden

23 und war hoch geehrt unter den Dreißig, aber er kam nicht an jene Drei heran. Und David setzte ihn über seine Leibwache.

24 Asaël, der Bruder Joabs, war unter den Dreißig; auch Elhanan, der Sohn Dodos aus Bethlehem;

25 Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;

26 Helez, der Peletiter; Ira, der Sohn des Ikkesch, aus Tekoa;

27 Abiëser, der Anatotiter; Sibbechai, der Huschatiter;

28 Zalmon, der Ahoachiter; Mahrai, der Netofatiter;

29 Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; Ittai, der Sohn Ribais, aus Gibea in Benjamin;

30 Benaja, der Piratoniter; Hiddai, aus Nahale-Gaasch;

31 Abialbon, der Arbatiter; Asmawet, der Bahurimiter;

32 Eljachba, der Schaalboniter; die Söhne Jaschens: Jonatan;

33 der Sohn des Schamma, der Harariter; Ahiam, der Sohn Scharars, der Harariter;

34 Elifelet, der Sohn Ahasbais, der Maachatiter; Eliam, der Sohn Ahitofels, der Giloniter;

35 Hezro, der Karmeliter; Paarai, der Arabiter;

36 Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani, der Gaditer;

37 Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja;

38 Ira, der Jattiriter; Gareb, der Jattiriter;

39 Uria, der Hetiter. Das sind zusammen siebenunddreißig.

Davids Volkszählung

241 Und der Zorn des Herrn entbrannte abermals gegen Israel, und er reizte David gegen sie und sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda!

2 Und der König sprach zu Joab, seinem Feldhauptmann, der bei ihm war: Geh umher in allen Stämmen Israels von Dan bis Beerscheba und zählt das Kriegsvolk, damit ich weiß, wie viel ihrer sind.

3 Joab sprach zu dem König: Der Herr, dein Gott, tue zu diesem Volk, wie es jetzt ist, noch hundertmal so viel hinzu, dass mein Herr, der König, seiner Augen Lust daran habe; aber warum verlangt es meinen Herrn, den König, solches zu tun?

4 Aber des Königs Wort stand fest gegen Joab und die Hauptleute des Heeres. So zog Joab mit den Hauptleuten des Heeres aus von dem König, um das Volk Israel zu zählen.

5 Und sie gingen über den Jordan und lagerten sich bei Aroër zur Rechten der Stadt, die mitten im Bachtal liegt, nach Gad und nach Jaser zu

6 und kamen nach Gilead und zum Land der Hetiter nach Kadesch zu und darauf nach Dan und in die Gegend von Sidon.

7 Dann kamen sie zu der festen Stadt Tyrus und allen Städten der Hiwiter und Kanaaniter und zogen hinaus in das Südland Judas nach Beerscheba.

8 So durchzogen sie das ganze Land und kamen nach neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zurück.

9 Und Joab gab dem König die Summe des Volks an, das gezählt war. Und es waren in Israel achthunderttausend streitbare Männer, die das Schwert führten, und in Juda fünfhunderttausend Mann.

10 Aber das Herz schlug David, nachdem das Volk gezählt war. Und David sprach zum Herrn: Ich habe schwer gesündigt, dass ich das getan habe. Und nun, Herr, nimm weg die Schuld deines Knechts; denn ich habe sehr töricht getan.

11 Und als David am Morgen aufstand, kam des Herrn Wort zu Gad, dem Propheten, Davids Seher:

12 Geh hin und rede mit David: So spricht der Herr: Dreierlei lege ich dir vor; erwähle dir eins davon, dass ich es dir tue.

13 Gad kam zu David und sagte es ihm an und sprach zu ihm: Willst du, dass sieben Jahre lang Hungersnot in dein Land kommt oder dass du drei Monate vor deinen Widersachern fliehen musst und sie dich verfolgen oder dass drei Tage Pest in deinem Lande ist? So bedenke nun wohl, was ich antworten soll dem, der mich gesandt hat.

14 David sprach zu Gad: Es ist mir sehr angst, aber lass uns in die Hand des Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist groß; ich will nicht in der Menschen Hand fallen.

15 Da ließ der Herr die Pest über Israel kommen vom Morgen an bis zur bestimmten Zeit, sodass von dem Volk starben von Dan bis Beerscheba siebzigtausend Mann.

16 Als aber der Engel seine Hand ausstreckte über Jerusalem, um es zu verderben, reute den Herrn das Übel, und er sprach zum Engel, der das Verderben anrichtete im Volk: Es ist genug; lass nun deine Hand ab! Der Engel des Herrn aber war bei der Tenne Araunas, des Jebusiters.

17 Da aber David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum Herrn: Siehe, ich habe gesündigt, ich habe die Missetat getan; was haben diese Schafe getan? Lass deine Hand gegen mich und meines Vaters Haus sein!

18 Und Gad kam zu David an jenem Tage und sprach zu ihm: Geh hinauf und errichte dem Herrn einen Altar auf der Tenne Araunas, des Jebusiters.

19 Da ging David hinauf, wie Gad ihm gesagt und der Herr ihm geboten hatte.

20 Und als Arauna aufschaute, sah er den König mit seinen Knechten zu ihm herüberkommen und ging hinaus und fiel nieder vor dem König auf sein Angesicht zur Erde

21 und sprach: Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem Knecht? David sprach: Um von dir die Tenne zu kaufen und dem Herrn einen Altar zu bauen, damit die Plage vom Volk weiche.

22 Aber Arauna sprach zu David: Mein Herr, der König, nehme und opfere, wie es ihm gefällt. Siehe, da sind die Rinder zum Brandopfer und auch die Dreschschlitten und das Geschirr der Rinder als Brennholz;

23 das alles gibt Arauna dem König. Und Arauna sprach zum König: Der Herr, dein Gott, sei dir gnädig.

24 Aber der König sprach zu Arauna: Nicht doch, sondern ich will dir's abkaufen für seinen Preis; denn ich will dem Herrn, meinem Gott, nicht Brandopfer darbringen, die ich umsonst habe. So kaufte David die Tenne und die Rinder für fünfzig Schekel Silber.

25 Und David baute daselbst dem Herrn einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer. Und der Herr wurde dem Land wieder gnädig, und die Plage wich von dem Volk Israel.