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  • Das zweite Buch der Chronik (2.Chr 34,1-36,23)

Josia rottet den Götzendienst aus

341 Acht Jahre alt war Josia, als er König wurde; und er regierte einunddreißig Jahre zu Jerusalem

2 und tat, was dem Herrn wohlgefiel, und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken.

3 Im achten Jahr seiner Herrschaft fing er an, obwohl er noch jung war, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen von den Opferhöhen und den Ascheren, von den Götzen und gegossenen Bildern.

4 Und er ließ vor seinen Augen abbrechen die Altäre der Baale, und die Räucheraltäre oben darauf zerschlug er, und die Ascheren und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute ihn auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten,

5 und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altären und reinigte so Juda und Jerusalem.

6 Auch in den Städten Manasses, Ephraims, Simeons und bis nach Naftali in ihren Trümmern ringsumher

7 brach er die Altäre und die Ascheren ab, und die Götzenbilder zertrümmerte und zermalmte er. Und alle Räucheraltäre zerschlug er im ganzen Lande Israel; dann kehrte er zurück nach Jerusalem.

Das Buch des Gesetzes wird gefunden

8 Im achtzehnten Jahr seiner Herrschaft, da er das Land und den Tempel gereinigt hatte, sandte er Schafan, den Sohn Azaljas, und den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach, den Sohn des Joahas, das Haus des Herrn, seines Gottes, auszubessern.

9 Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkija, und man gab ihnen das Geld, das zum Hause Gottes gebracht war und das die Leviten, die an der Schwelle Wache hielten, von Manasse, Ephraim und von allen in Israel Übriggebliebenen gesammelt hatten und von ganz Juda und Benjamin und von denen, die in Jerusalem wohnten.

10 Und sie gaben's in die Hände der Werkmeister, die bestellt waren am Hause des Herrn; und diese gaben's denen, die arbeiteten am Hause des Herrn, dass sie das Haus ausbesserten und instand setzten.

11 Sie gaben's den Zimmerleuten und Bauleuten, um gehauene Steine zu kaufen und Holz zu Klammern und Balken für die Gebäude, die die Könige von Juda hatten verfallen lassen.

12 Und die Männer arbeiteten am Werk auf Treu und Glauben.

Und es waren über sie gesetzt als Aufseher Jahat und Obadja, die Leviten von den Söhnen Merari, Secharja und Meschullam von den Söhnen der Kehatiter. Und die Leviten – alle waren kundig des Saitenspiels –

13 waren über die Lastträger gesetzt und waren auch Aufseher über die Arbeiter bei jedem Werk; einige der Leviten waren Schreiber, Amtleute und Torhüter.

14 Und als sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des Herrn gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn, das durch Mose gegeben war.

15 Und Hilkija hob an und sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich habe das Buch des Gesetzes gefunden im Hause des Herrn. Und Hilkija gab das Buch Schafan.

16 Schafan aber brachte es zum König und gab ihm Bericht und sprach: Alles, was deinen Knechten befohlen ist, tun sie.

17 Sie haben das Geld ausgeschüttet, das sich im Hause des Herrn fand, und haben's denen gegeben, die bestellt sind, und den Arbeitern.

18 Und der Schreiber Schafan sagte dem König: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las vor dem König daraus vor.

19 Und als der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider.

20 Und der König gebot Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Abdon, dem Sohn Michas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und sprach:

21 Geht hin, befragt den Herrn für mich und für die Übriggebliebenen von Israel und Juda über die Worte des Buches, das gefunden ist; denn groß ist der Grimm des Herrn, der sich über uns ergossen hat, weil unsere Väter nicht gehalten haben das Wort des Herrn und nicht alles taten, was geschrieben steht in diesem Buch.

22 Da ging Hilkija samt den andern, die der König gesandt hatte, hin zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tokhats, des Sohnes Hasras, des Kleiderhüters, die in Jerusalem wohnte in der Neustadt, und sagten ihr dies.

23 Und sie sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels:

Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:

24 So spricht der Herr: Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort und seine Einwohner, alle die Flüche, die geschrieben stehen in dem Buch, aus dem man vor dem König von Juda gelesen hat,

25 weil sie mich verlassen und andern Göttern geopfert haben, um mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände. Und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen und nicht ausgelöscht werden.

26 Und zum König von Juda, der euch gesandt hat, den Herrn zu befragen, sollt ihr so sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Was die Worte angeht, die du gehört hast:

27 Weil dein Herz weich geworden ist und du dich gedemütigt hast vor Gott, als du seine Worte hörtest gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner, und dich vor mir gedemütigt hast und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe ich dich auch erhört, spricht der Herr.

28 Siehe, ich will dich versammeln zu deinen Vätern, dass du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unheil, das ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will. – Und sie sagten's dem König wieder.

29 Da sandte der König hin und ließ zusammenkommen alle Ältesten Judas und Jerusalems.

30 Und der König ging hinauf ins Haus des Herrn und alle Männer Judas und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die Leviten und alles Volk, Klein und Groß, und es wurden vor ihren Ohren gelesen alle Worte aus dem Buch des Bundes, das im Hause des Herrn gefunden war.

31 Und der König trat an seinen Platz und schloss einen Bund vor dem Herrn, dass man dem Herrn nachwandeln und seine Gebote, Ordnungen und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele halten wolle, zu tun nach allen Worten des Bundes, die geschrieben stehen in diesem Buch.

32 Und er ließ hintreten alle, die in Jerusalem und in Benjamin waren. Und die Einwohner von Jerusalem taten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter.

33 Und Josia entfernte alle gräulichen Götzen aus allen Gebieten Israels und brachte es dahin, dass alle in Israel dem Herrn, ihrem Gott, dienten. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von dem Herrn, dem Gott ihrer Väter.

Josia hält Passa nach dem Gesetz Gottes

351 Und Josia hielt dem Herrn Passa in Jerusalem, und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats.

2 Und er bestellte die Priester zu ihrem Dienst und stärkte sie für ihr Amt im Hause des Herrn

3 und sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehrten und dem Herrn geheiligt waren: Bringt die heilige Lade ins Haus, das Salomo, der Sohn Davids, des Königs von Israel, gebaut hat. Ihr müsst sie nicht mehr auf den Schultern tragen. So dient nun dem Herrn, eurem Gott, und seinem Volk Israel

4 und haltet euch bereit nach euren Sippen in euren Abteilungen, wie sie aufgeschrieben sind von David, dem König von Israel, und seinem Sohn Salomo,

5 und stellt euch im Heiligtum auf, entsprechend den Abteilungen der Sippen eurer Brüder aus dem Volk je eine Abteilung einer Sippe der Leviten,

6 und schlachtet das Passa und heiligt euch und bereitet es für eure Brüder, dass sie tun nach dem Wort des Herrn durch Mose.

7 Und Josia gab als Opfergabe für das Volk Lämmer und junge Ziegen – alles zu dem Passa für alle, die sich eingefunden hatten – an Zahl dreißigtausend, und dreitausend Rinder, alles von dem Gut des Königs.

8 Seine Oberen aber gaben als Opfergabe freiwillig für das Volk und für die Priester und Leviten. Hilkija, Secharja und Jehiël, die Vorsteher im Hause Gottes, gaben den Priestern zum Passa zweitausendsechshundert Lämmer und Ziegen, dazu dreihundert Rinder.

9 Konanja aber und seine Brüder, Schemaja und Netanel, sowie Haschabja, Jëiël und Josabad, die Vorsteher der Leviten, gaben als Opfergabe den Leviten zum Passa fünftausend Lämmer und Ziegen und dazu fünfhundert Rinder.

10 So wurde der Gottesdienst geordnet. Und die Priester standen an ihren Plätzen und die Leviten in ihren Abteilungen nach dem Gebot des Königs.

11 Und sie schlachteten das Passa, und die Priester versprengten das Blut mit ihrer Hand, und die Leviten zogen die Haut ab.

12 Und die Brandopfer sonderten sie ab, um sie den Abteilungen der Sippen des Volkes zu geben, damit diese dem Herrn opferten, wie es geschrieben steht im Buch des Mose. So taten sie auch mit den Rindern.

13 Und sie kochten das Passa am Feuer, wie sich's gebührt. Aber was geheiligt war, kochten sie in Töpfen, Kesseln und Schüsseln und brachten es eilends allem Volk.

14 Danach aber bereiteten sie auch für sich und für die Priester; denn die Priester, die Söhne Aaron, hatten mit dem Brandopfer und dem Fett bis in die Nacht zu tun; darum mussten die Leviten für sich und für die Priester, die Söhne Aaron, zubereiten.

15 Und die Sänger, die Söhne Asaf, standen an ihrem Platz nach dem Gebot Davids und Asafs und Hemans und Jedutuns, des Sehers des Königs, und die Torhüter an allen Toren, und sie wichen nicht von ihrem Dienst; denn die Leviten, ihre Brüder, bereiteten auch für sie zu.

16 So wurde geordnet aller Gottesdienst des Herrn an diesem Tage, um hinfort Passa zu halten und Brandopfer darzubringen auf dem Altar des Herrn nach dem Gebot des Königs Josia.

17 So hielten die Israeliten, die sich eingefunden hatten, zu dieser Zeit das Passa und das Fest der Ungesäuerten Brote sieben Tage lang.

18 Es war aber kein Passa gehalten worden in Israel wie dies von der Zeit des Propheten Samuel an, und kein König in Israel hatte das Passa so gehalten, wie Josia Passa hielt, mit den Priestern, Leviten, ganz Juda und Israel, das sich eingefunden hatte, und den Einwohnern von Jerusalem.

19 Im achtzehnten Jahr der Herrschaft Josias wurde dies Passa gehalten.

Josias Tod im Kampf gegen den Pharao Necho

20 Nachdem aber Josia das Haus des Herrn hergerichtet hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um Krieg zu führen bei Karkemisch am Euphrat. Und Josia zog aus ihm entgegen.

21 Aber Necho sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was hab ich mit dir zu tun, König von Juda? Ich komme jetzt nicht gegen dich, sondern gegen das Königreich, mit dem ich Krieg habe, und Gott hat gesagt, ich soll eilen. Lass ab von Gott, der mit mir ist, dass er dich nicht verderbe!

22 Aber Josia ließ nicht ab von ihm, sondern schickte sich an, mit ihm zu kämpfen, und hörte nicht auf die Worte Nechos, die aus dem Munde Gottes kamen, und zog hin, mit ihm zu kämpfen in der Ebene von Megiddo.

23 Aber die Schützen schossen auf den König Josia, und der König sprach zu seinen Männern: Führt mich fort; denn ich bin schwer verwundet!

24 Und seine Knechte hoben ihn von dem Wagen und brachten ihn auf seinen andern Wagen und führten ihn nach Jerusalem. Und er starb und wurde begraben in den Gräbern seiner Väter. Und ganz Juda und Jerusalem trugen Leid um Josia.

25 Und Jeremia hielt die Klage über Josia, und alle Sänger und Sängerinnen sangen in ihren Klageliedern über Josia bis auf diesen Tag, und das wurde zum festen Brauch in Israel. Siehe, sie stehen geschrieben unter den Klageliedern.

26 Was aber mehr von Josia zu sagen ist und seine barmherzigen Taten, die dem entsprachen, wie es geschrieben steht im Gesetz des Herrn,

27 und seine Geschichte, die frühere und die spätere, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda.

Joahas, Jojakim, Jojachin

361 Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und machte ihn zum König an seines Vaters statt zu Jerusalem.

2 Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er König wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem;

3 denn der König von Ägypten setzte ihn ab in Jerusalem und legte eine Geldbuße auf das Land von hundert Zentnern Silber und einem Zentner Gold.

4 Und der König von Ägypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum König über Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen um in Jojakim. Aber seinen Bruder Joahas nahm Necho und brachte ihn nach Ägypten.

5 Fünfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er König wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem und tat, was dem Herrn, seinem Gott, missfiel.

6 Und Nebukadnezar, der König von Babel, zog gegen ihn herauf und legte ihn in Ketten, um ihn nach Babel zu führen.

7 Auch brachte Nebukadnezar einen Teil der Geräte des Hauses des Herrn nach Babel und tat sie in seinen Tempel in Babel.

8 Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist, und die Gräuel, die er tat, und was sich über ihn fand, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda. Und sein Sohn Jojachin wurde König an seiner statt.

9 Acht Jahre alt war Jojachin, als er König wurde; und er regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem und tat, was dem Herrn missfiel.

10 Als aber das Jahr zu Ende ging, sandte Nebukadnezar hin und ließ ihn nach Babel holen mit den kostbaren Geräten aus dem Hause des Herrn und machte seinen Bruder Zedekia zum König über Juda und Jerusalem.

Zedekia und die Wegführung nach Babel

11 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er König wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem

12 und tat, was dem Herrn, seinem Gott, missfiel, und demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, vor dem Mund des Herrn.

13 Auch wurde er abtrünnig von Nebukadnezar, dem König von Babel, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte, und wurde halsstarrig und verstockte sein Herz, sodass er sich nicht bekehrte zu dem Herrn, dem Gott Israels.

14 Auch alle Oberen Judas und die Priester und das Volk versündigten sich noch mehr mit all den gräulichen Sitten der Heiden und machten unrein das Haus des Herrn, das er geheiligt hatte in Jerusalem.

15 Und der Herr, der Gott ihrer Väter, ließ immer wieder gegen sie reden durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung.

16 Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verhöhnten seine Propheten, bis der Grimm des Herrn über sein Volk wuchs und es keine Heilung mehr gab.

17 Da führte er gegen sie heran den König der Chaldäer und ließ ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erschlagen im Hause ihres Heiligtums und verschonte weder die Jünglinge noch die Jungfrauen, weder die Alten noch die Greise; alle gab er sie in seine Hand.

18 Und alle Geräte im Hause Gottes, große und kleine, die Schätze im Hause des Herrn und die Schätze des Königs und seiner Oberen, alles ließ er nach Babel führen.

19 Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer Jerusalems ein, und alle ihre Burgtürme brannten sie mit Feuer aus, sodass alle ihre kostbaren Geräte zunichtewurden.

20 Und er führte weg nach Babel alle, die dem Schwert entgangen waren, und sie wurden seine und seiner Söhne Knechte, bis das Königtum der Perser zur Herrschaft kam,

21 dass erfüllt würde das Wort des Herrn durch den Mund Jeremias, bis das Land an seinen Sabbaten genug hätte. Denn die ganze Zeit, da es wüst lag, hatte es Sabbat, bis siebzig Jahre voll wurden.

Ende der babylonischen Gefangenschaft

22 Aber im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien, – dass erfüllt würde das Wort des Herrn durch den Mund Jeremias – erweckte der Herr den Geist des Kyrus, des Königs von Persien, dass er in seinem ganzen Königreich mündlich und auch schriftlich verkünden ließ:

23 So spricht Kyrus, der König von Persien: Der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde gegeben, und er hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. Wer nun unter euch von seinem Volk ist, mit dem sei der Herr, sein Gott, und er ziehe hinauf!