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  • Das zweite Buch der Chronik (2.Chr 11,5-13,23)

Rehabeams erste Regierungsjahre

5 Rehabeam aber wohnte in Jerusalem und baute Städte in Juda zu Festungen aus,

6 nämlich: Bethlehem, Etam, Tekoa,

7 Bet-Zur, Socho, Adullam,

8 Gat, Marescha, Sif,

9 Adorajim, Lachisch, Aseka,

10 Zora, Ajalon und Hebron. Das waren die festen Städte in Juda und Benjamin.

11 Und er machte die Festungen stark und setzte Hauptleute über sie und legte Vorrat von Speise, Öl und Wein

12 sowie Schilde und Spieße in alle Städte; so machte er sie sehr stark. Und Juda und Benjamin waren ihm untertan.

13 Die Priester aber und die Leviten von ganz Israel stellten sich bei ihm ein aus ihrem ganzen Gebiet,

14 denn die Leviten verließen ihre Ortschaften und ihre Habe und kamen nach Juda und Jerusalem. – Denn Jerobeam und seine Söhne hatten sie verstoßen, dass sie das Priesteramt vor dem Herrn nicht mehr ausüben konnten,

15 und er bestellte sich Priester für die Höhen und die Bocksgeister und für die Kälber, die er machen ließ. –

16 Und die den Herrn, den Gott Israels, von Herzen suchten, folgten den Leviten aus allen Stämmen Israels nach Jerusalem, dass sie opferten dem Herrn, dem Gott ihrer Väter.

17 So machten sie das Königreich Juda mächtig und stärkten Rehabeam, den Sohn Salomos, für drei Jahre; denn drei Jahre wandelten sie in dem Wege Davids und Salomos.

18 Und Rehabeam nahm zur Frau Mahalat, die Tochter Jerimots, des Sohnes Davids, und der Abihajil, der Tochter Eliabs, des Sohnes Isais.

19 Die gebar ihm diese Söhne: Jëusch, Schemarja und Saham.

20 Nach ihr nahm er Maacha, die Tochter Abischaloms, zur Frau; die gebar ihm Abija, Attai, Sisa und Schelomit.

21 Aber Rehabeam hatte Maacha, die Tochter Abischaloms, lieber als alle seine Frauen und Nebenfrauen; denn er hatte achtzehn Frauen und sechzig Nebenfrauen und zeugte achtundzwanzig Söhne und sechzig Töchter.

22 Und Rehabeam setzte Abija, den Sohn der Maacha, zum Haupt und Fürsten unter seinen Brüdern, als Thronfolger, ein; denn er gedachte, ihn zum König zu machen.

23 Und er handelte klug und verteilte alle seine Söhne in die Gebiete von Juda und Benjamin, in alle festen Städte, und gab ihnen Nahrung in Menge und verschaffte ihnen viele Frauen.

Rehabeams Demütigung vor Gott

121 Als aber das Königtum Rehabeams sich gefestigt hatte und er mächtig war, verließ er das Gesetz des Herrn und ganz Israel mit ihm.

2 Da zog im fünften Jahr des Königs Rehabeam herauf Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem – denn sie waren dem Herrn untreu geworden –

3 mit tausendzweihundert Wagen und mit sechzigtausend Reitern; und das Volk war nicht zu zählen, das mit ihm aus Ägypten kam, Libyer, Sukkijiter und Kuschiter.

4 Und er nahm die festen Städte ein, die in Juda waren, und kam bis vor Jerusalem.

5 Da kam der Prophet Schemaja zu Rehabeam und zu den Obersten Judas, die sich in Jerusalem aus Furcht vor Schischak versammelt hatten, und sprach zu ihnen: So spricht der Herr: Ihr habt mich verlassen; darum habe ich euch auch verlassen und in Schischaks Hand gegeben.

6 Da demütigten sich die Obersten in Israel mit dem König und sprachen: Der Herr ist gerecht.

7 Als aber der Herr sah, dass sie sich demütigten, kam das Wort des Herrn zu Schemaja: Sie haben sich gedemütigt; darum will ich sie nicht verderben, sondern ich will sie in Kürze erretten, dass mein Grimm sich nicht durch Schischak auf Jerusalem ergieße.

8 Doch sollen sie ihm untertan sein, dass sie innewerden, was es heißt, mir zu dienen oder den Königreichen der Länder.

9 So zog Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem herauf und nahm die Schätze im Hause des Herrn und die Schätze im Hause des Königs; alles nahm er weg, auch die goldenen Schilde, die Salomo hatte machen lassen.

10 An ihrer statt ließ der König Rehabeam bronzene Schilde machen und übergab sie den Obersten der Leibwache, die das Tor am Haus des Königs bewachte.

11 Und sooft der König in des Herrn Haus ging, kam die Leibwache und trug sie und brachte sie dann wieder in die Kammer der Leibwache.

12 Und weil er sich demütigte, wandte sich des Herrn Zorn von ihm, dass er ihn nicht ganz zugrunde richte; und auch in Juda war noch manches Gute.

13 Und der König Rehabeam wurde wieder mächtig in Jerusalem und regierte weiter.

Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er König wurde, und regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem, in der Stadt, die der Herr erwählt hatte aus allen Stämmen Israels, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse. Seine Mutter hieß Naama, eine Ammoniterin.

14 Aber er tat übel und richtete sein Herz nicht darauf, dass er den Herrn suchte.

15 Die Geschichte Rehabeams aber, die frühere und die spätere, steht geschrieben in den Geschichten des Propheten Schemaja und des Sehers Iddo, und aufgezeichnet ebenso auch die Kriege zwischen Rehabeam und Jerobeam, die sie ihr Leben lang führten.

16 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Abija wurde König an seiner statt.

Abija

131 Im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam wurde Abija König über Juda

2 und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Michaja, eine Tochter Uriëls, aus Gibea. Es war aber Krieg zwischen Abija und Jerobeam.

3 Und Abija rüstete sich zum Kampf mit einem Heer von Kriegsleuten, vierhunderttausend Mann, auserlesenen Leuten. Jerobeam aber rüstete sich, gegen ihn zu kämpfen, mit achthunderttausend auserlesenen Leuten, streitbaren Männern.

4 Und Abija stellte sich hin oben auf den Berg Zemarajim, der im Gebirge Ephraim liegt, und sprach: Hört mir zu, Jerobeam und ganz Israel!

5 Wisst ihr nicht, dass der Herr, der Gott Israels, das Königtum über Israel David gegeben hat ewiglich, ihm und seinen Söhnen durch einen Salzbund?

6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes Davids, erhob sich und wurde seinem Herrn abtrünnig.

7 Und es schlugen sich auf seine Seite ruchlose Leute, böse Menschen, und wurden mächtiger als Rehabeam, der Sohn Salomos; denn Rehabeam war noch jung und zaghaft, sodass er sich nicht gegen sie wehrte.

8 Nun denkt ihr euch zu empören gegen das Königtum des Herrn, das in der Hand der Söhne Davids ist, weil ihr ein großer Haufe seid und die goldenen Kälber bei euch habt, die euch Jerobeam zu Göttern gemacht hat.

9 Habt ihr nicht die Priester des Herrn, die Söhne Aaron, und die Leviten verstoßen und euch eigene Priester gemacht wie die Völker in den Ländern? Wer da kommt mit einem jungen Stier und sieben Widdern, um sich die Hand füllen zu lassen, der wird Priester derer, die nicht Götter sind.

10 Wir aber sagen: Der Herr ist unser Gott; wir haben ihn nicht verlassen; und als Priester dienen dem Herrn die Söhne Aaron, und die Leviten stehen in ihrem Amt,

11 um dem Herrn alle Morgen und alle Abende Brandopfer darzubringen, dazu das gute Räucherwerk, und Brote aufzulegen auf den Tisch aus reinem Gold und den goldenen Leuchter anzuzünden mit seinen Lampen alle Abende; denn wir halten die Gebote des Herrn, unseres Gottes, ihr aber habt ihn verlassen.

12 Siehe, mit uns ist an der Spitze Gott und seine Priester und die Kriegstrompeten, um sie gegen euch zu blasen. Ihr Israeliten, streitet nicht gegen den Herrn, den Gott eurer Väter; denn es wird euch nicht gelingen!

13 Aber Jerobeam legte einen Hinterhalt, dass er ihnen in den Rücken fiele, sodass sie vor Juda waren und der Hinterhalt hinter Juda.

14 Als sich nun Juda umwandte, siehe, da wurden sie von vorn und von hinten angegriffen. Da schrien sie zum Herrn, und die Priester bliesen die Trompeten,

15 und die Männer von Juda erhoben das Kriegsgeschrei. Und als sie schrien, schlug Gott Jerobeam und ganz Israel vor Abija und Juda.

16 Und die Israeliten flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hände,

17 sodass Abija mit seinem Volk sie hart schlug, und es blieben von Israel erschlagen liegen fünfhunderttausend auserlesene Leute.

18 Also wurden die Israeliten zu der Zeit gedemütigt, aber die Judäer blieben unverzagt; denn sie verließen sich auf den Herrn, den Gott ihrer Väter.

19 Und Abija jagte Jerobeam nach und gewann ihm Städte ab: Bethel mit seinen Ortschaften, Jeschana mit seinen Ortschaften und Efron mit seinen Ortschaften,

20 sodass Jerobeam keine Macht mehr hatte, solange Abija lebte. Und der Herr schlug ihn, dass er starb.

21 Abija aber wurde mächtig. Und er nahm vierzehn Frauen und zeugte zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter.

22 Was aber mehr von Abija zu sagen ist, sein Wandel und seine Worte, das steht geschrieben in der Geschichte des Propheten Iddo.

23 Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde König an seiner statt. Zu dessen Zeiten hatte das Land zehn Jahre Ruhe.