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  • Das erste Buch der Chronik (1.Chr 17,1-18,17)

Gottes Verheißung für David

171 Es begab sich, als David in seinem Hause wohnte, sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade des Bundes des Herrn ist unter Zeltdecken.

2 Nathan sprach zu David: Alles, was in deinem Herzen ist, das tu; denn Gott ist mit dir.

3 Aber in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Nathan:

4 Geh hin und sage meinem Knecht David: So spricht der Herr: Nicht du sollst mir ein Haus bauen zur Wohnung.

5 Denn ich habe in keinem Hause gewohnt von dem Tage an, als ich Israel herausführte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin umhergezogen von Zelt zu Zelt und von Wohnung zu Wohnung.

6 Habe ich jemals, solange ich mit ganz Israel umherzog, zu einem der Richter in Israel, denen ich gebot, zu weiden mein Volk, ein Wort gesagt und gesprochen: Warum baut ihr mir nicht ein Zedernhaus?

7 So sprich nun zu meinem Knecht David: So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe dich von der Weide hinter den Schafen weggenommen, dass du ein Fürst über mein Volk Israel sein solltest,

8 und ich bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe deine Feinde ausgerottet vor dir und dir einen Namen gemacht, wie die Großen auf Erden Namen haben.

9 Und ich will meinem Volk Israel eine Stätte geben und will es pflanzen, dass es dort wohnen soll, und es soll sich nicht mehr ängstigen, und die Gewalttätigen sollen es nicht mehr aufreiben wie vormals

10 und zu den Zeiten, als ich Richter über mein Volk Israel verordnete. Und ich will alle deine Feinde demütigen und verkündige dir, dass der Herr dir ein Haus bauen will.

11 Wenn aber deine Tage um sind, dass du zu deinen Vätern hingehst, so will ich dir einen Nachkommen, einen deiner Söhne, erwecken; dem will ich sein Königtum bestätigen.

12 Der soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Thron bestätigen ewiglich.

13 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will meine Gnade nicht von ihm wenden, wie ich sie von dem gewandt habe, der vor dir war,

14 sondern ich will ihn einsetzen in mein Haus und in mein Königtum ewiglich, dass sein Thron beständig sei ewiglich.

Davids Dankgebet

15 Und als Nathan nach all diesen Worten und diesem Gesicht mit David geredet hatte,

16 kam der König David, setzte sich vor dem Herrn nieder und sprach:

Wer bin ich, Herr, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?

17 Aber das war dir noch zu wenig, Gott, und du hast über das Haus deines Knechtes auch von ferner Zukunft geredet. Du hast mich ausersehen inmitten des Menschengeschlechts und hast mich hoch erhöht, Herr, Gott.

18 Was kann David noch mehr zu dir sagen, da du deinen Knecht so herrlich machst? Du kennst deinen Knecht.

19 Herr, um deines Knechtes willen hast du nach deinem Herzen all diese großen Dinge getan, dass du kundtätest alle Herrlichkeit.

20 Herr, keiner ist dir gleich, und es ist kein Gott außer dir, nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört haben.

21 Und wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, um dessentwillen Gott hingegangen ist, sich ein Volk zu erlösen, sich selbst einen Namen zu machen durch große und schreckliche Dinge und Völker auszutreiben vor deinem Volk her, das du aus Ägypten erlöst hast?

22 Du hast dir dein Volk Israel zum Volk gemacht für ewig, und du, Herr, bist ihr Gott geworden.

23 Nun, Herr, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, werde wahr in Ewigkeit, und tu, wie du geredet hast!

24 Und dein Name werde wahr und groß ewiglich, dass man sage: Der Herr Zebaoth, der Gott Israels, ist Gott in Israel; und das Haus deines Knechtes David sei beständig vor dir.

25 Denn du, mein Gott, hast das Ohr deines Knechtes geöffnet und gesagt, dass du ihm ein Haus bauen willst. Darum hat dein Knecht den Mut gefunden, dass er vor dir betet.

26 Nun, Herr, du bist Gott und hast deinem Knecht dies Gute zugesagt.

27 Und du hast angefangen, zu segnen das Haus deines Knechtes, dass es ewiglich vor dir sei; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich.

Davids Kriegsbeute wird für den Tempelbau bestimmt

181 Danach schlug David die Philister und demütigte sie und nahm Gat und seine Ortschaften aus der Philister Hand.

2 Auch schlug er die Moabiter, sodass die Moabiter David untertan wurden und Tribut brachten.

3 David schlug auch Hadad-Eser, den König von Zoba, bis Hamat hin, als er auszog, seine Macht aufzurichten am Euphratstrom.

4 Und David gewann ihm ab tausend Wagen, siebentausend Reiter und zwanzigtausend Mann zu Fuß. Und David ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt hundert übrig.

5 Und die Aramäer von Damaskus kamen, um Hadad-Eser, dem König von Zoba, zu helfen. Aber David schlug von den Aramäern zweiundzwanzigtausend Mann

6 und setzte Statthalter ein im Aramäerreich von Damaskus, und so wurden die Aramäer David untertan und gaben ihm Tribut; denn der Herr half David, wo er auch hinzog.

7 Und David nahm die goldenen Köcher, die Hadad-Esers Gefolge gehabt hatte, und brachte sie nach Jerusalem.

8 Auch nahm David aus den Städten Hadad-Esers, Tibhat und Kun, sehr viel Bronze. Davon machte Salomo das eherne Meer und die Säulen und Gefäße aus Bronze.

9 Als aber Toï, der König von Hamat, hörte, dass David die ganze Streitmacht Hadad-Esers, des Königs von Zoba, geschlagen hatte,

10 sandte er seinen Sohn Hadoram zu König David und ließ ihn grüßen und ihm Segen wünschen, dass er mit Hadad-Eser gekämpft und ihn geschlagen hatte, denn Toï führte Krieg mit Hadad-Eser; und Hadoram brachte mit allerlei goldene, silberne und bronzene Gefäße.

11 Auch diese heiligte der König David dem Herrn wie auch das Silber und Gold, das er den Völkern genommen hatte, den Edomitern, Moabitern, Ammonitern, Philistern und Amalekitern.

12 Und Abischai, der Sohn der Zeruja, schlug die Edomiter im Salztal, achtzehntausend Mann,

13 und David setzte Statthalter in Edom ein, sodass alle Edomiter David untertan waren; denn der Herr half David, wo er auch hinzog.

Davids Beamte

14 So regierte David über ganz Israel und schaffte Recht und Gerechtigkeit seinem ganzen Volk.

15 Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer gesetzt, Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler.

16 Zadok, der Sohn Ahitubs, und Abimelech, der Sohn Abjatars, waren Priester. Schawscha war Schreiber.

17 Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kreter und Pleter gesetzt. Und die Söhne Davids waren die Ersten an der Seite des Königs.