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Zürcher Bibel

Die Zürcher Bibel ist eine gediegene Übersetzung von hohem Niveau, die sowohl dem modernen Stilempfinden entspricht als auch die von den Übersetzern absichtlich bewahrte »Fremdheit« der biblischen Texte angemessen zur Geltung bringt.

  • Genesis (Das Erste Buch Mose)
  • 1.Mose 32

321 Am anderen Morgen früh aber küsste Laban seine Enkel und seine Töchter und segnete sie. Dann ging Laban und kehrte an seinen Ort zurück.

2 Auch Jakob ging seines Wegs. Da begegneten ihm Boten Gottes.

3 Als Jakob sie sah, sprach er: Dies ist das Heerlager Gottes. Und er nannte jenen Ort Machanajim.

Jakobs Furcht vor Esau

4 Jakob aber sandte Boten vor sich her zu Esau, seinem Bruder, in das Land Seir, in das Gebiet von Edom.

5 Und er befahl ihnen: So sollt ihr zu meinem Herrn Esau sprechen: So spricht dein Diener Jakob: Bei Laban habe ich als Fremder geweilt, und bis jetzt habe ich mich dort aufgehalten.

6 Ich bin zu Rindern und Eseln, zu Schafen und zu Knechten und Mägden gekommen, und nun sende ich meinem Herrn Nachricht, um Gnade in deinen Augen zu finden.

7 Und die Boten kehrten zu Jakob zurück und berichteten: Wir sind zu deinem Bruder Esau gekommen. Er zieht dir schon entgegen, und bei ihm sind vierhundert Mann.

8 Da fürchtete sich Jakob sehr, und es wurde ihm bange. Und er teilte die Leute, die bei ihm waren, die Schafe, die Rinder und Kamele in zwei Lager.

9 Er dachte nämlich: Wenn Esau das eine Lager überfällt und es niederschlägt, so kann doch das andere Lager entrinnen.

10 Und Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du mir gesagt hast: Kehr zurück in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, ich will dir Gutes tun.

11 Ich bin zu gering für alle Gnade und alle Treue, die du deinem Diener erwiesen hast. Ich hatte nur meinen Stab, als ich den Jordan da überschritt, und nun gebiete ich über zwei Lager.

12 Rette mich doch aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus, denn ich fürchte, dass er kommt und mich erschlägt, mich und die Mutter samt den Kindern.

13 Du selbst hast gesagt: Ich werde dir Gutes tun, und deine Nachkommen will ich machen wie den Sand des Meeres, den man vor Menge nicht zählen kann.

14 Und jene Nacht blieb er dort. Er nahm aber von dem, was in seinen Besitz gelangt war, ein Geschenk für Esau, seinen Bruder:

15 zweihundert Ziegen und zwanzig Böcke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder,

16 dreissig säugende Kamele mit ihren Füllen, vierzig Kühe und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Eselhengste.

17 Und er übergab sie seinen Knechten, jede Herde gesondert, und sprach zu seinen Knechten: Zieht vor mir her und lasst einen Abstand zwischen den einzelnen Herden.

18 Und dem Ersten gebot er: Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt: Zu wem gehörst du, wohin gehst du, und wem gehören diese da vor dir?,

19 dann sage: Deinem Diener Jakob. Es ist ein Geschenk, an meinen Herrn Esau gesandt. Und sieh, er selbst kommt hinter uns her.

20 Ebenso gebot er auch dem Zweiten und dem Dritten, allen, die hinter den Herden hergingen: So sollt ihr zu Esau sprechen, wenn ihr auf ihn trefft.

21 Und ihr sollt sagen: Sieh, auch kommt dein Diener Jakob hinter uns her. Denn er dachte: Ich will ihn mit dem Geschenk, das vor mir herzieht, versöhnen und dann erst sein Angesicht sehen, vielleicht nimmt er mich gnädig auf.

22 So zog das Geschenk ihm voraus, er selbst aber blieb jene Nacht im Lager.

Jakobs Kampf am Jabbok

23 Noch in jener Nacht aber stand er auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde und seine elf Kinder und ging durch die Furt des Jabbok.

24 Er nahm sie und brachte sie über den Fluss. Dann brachte er hinüber, was er sonst noch hatte.

25 Jakob aber blieb allein zurück. Da rang einer mit ihm, bis die Morgenröte heraufzog.

26 Und er sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, und berührte sein Hüftgelenk, so dass sich das Hüftgelenk Jakobs ausrenkte, als er mit ihm rang.

27 Und er sprach: Lass mich los, denn die Morgenröte ist heraufgezogen. Er aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.

28 Da sprach er zu ihm: Wie heisst du? Und er sprach: Jakob.

29 Da sprach er: Du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gestritten und hast gesiegt.

30 Und Jakob fragte und sprach: Bitte nenne mir deinen Namen. Er aber sprach: Was fragst du nach meinem Namen? Und dort segnete er ihn.

31 Und Jakob nannte die Stätte Peniel. Denn, sagte er, ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin mit dem Leben davongekommen.

32 Und als er an Penuel vorüber war, ging ihm die Sonne auf. Er hinkte aber wegen seiner Hüfte.

33 Darum essen die Israeliten bis auf den heutigen Tag den Muskelstrang nicht, der über dem Hüftgelenk liegt, denn er hat Jakobs Hüftgelenk, den Muskelstrang, angerührt.

Copyright Die Zürcher Bibel (Ausgabe 2007) verwenden wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag Zürich, bei dem auch das Copyright für diese Bibelübersetzung liegt.


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