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Lutherbibel 2017

Die Lutherbibel 2017 ist ab sofort der zum Gebrauch empfohlene Bibeltext der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die klassische deutsche Bibelübersetzung ist nach wie vor die in Deutschland am weitesten verbreitete.

  • Der Psalter
  • Ps 106

Gottes Gnade und Israels Undank

1061 Halleluja! Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich.

2 Wer kann die großen Taten des Herrn alle erzählen

und sein Lob genug verkündigen?

3 Wohl denen, die das Gebot halten

und tun immerdar recht!

4 Herr, gedenke meiner nach der Gnade,

die du deinem Volk verheißen hast; erweise an uns deine Hilfe,

5 dass wir sehen das Heil deiner Auserwählten und uns freuen, dass es deinem Volke so gut geht, und uns rühmen mit denen, die dein Eigen sind.

6 Wir haben gesündigt samt unsern Vätern,

wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen.

7 Unsre Väter in Ägypten

wollten deine Wunder nicht verstehen. Sie gedachten nicht an deine große Güte und waren ungehorsam am Meer, am Schilfmeer.

8 Er aber half ihnen um seines Namens willen,

dass er kundtue seine Macht.

9 Er schalt das Schilfmeer, da wurde es trocken,

und führte sie durch die Tiefen wie durch trockenes Land

10 und half ihnen aus der Hand dessen, der sie hasste,

und erlöste sie von der Hand des Feindes.

11 Und die Wasser bedeckten ihre Widersacher,

dass nicht einer übrig blieb.

12 Da glaubten sie an seine Worte

und sangen sein Lob.

13 Aber sie vergaßen bald seine Werke,

sie warteten nicht auf seinen Rat.

14 Und sie wurden lüstern in der Wüste

und versuchten Gott in der Einöde.

15 Er aber gab ihnen, was sie erbaten,

und sandte ihnen eine Plage.

16 Und sie empörten sich wider Mose im Lager,

wider Aaron, den Heiligen des Herrn.

17 Die Erde tat sich auf und verschlang Datan

und deckte zu die Rotte Abirams,

18 und Feuer wurde unter ihrer Rotte angezündet,

die Flamme verbrannte die Frevler.

19 Sie machten ein Kalb am Horeb

und beteten das gegossene Bild an

20 und tauschten die Herrlichkeit Gottes

gegen das Bild eines Ochsen, der Gras frisst.

21 Sie vergaßen Gott, ihren Heiland,

der so große Dinge in Ägypten getan hatte,

22 Wunder im Lande Hams

und schreckliche Wunder am Schilfmeer.

23 Und er gedachte, sie zu vertilgen,

wäre nicht Mose gewesen, sein Auserwählter; der trat vor ihm in die Bresche, seinen Grimm abzuwenden, dass er sie nicht verderbe.

24 Und sie achteten das köstliche Land gering;

sie glaubten seinem Worte nicht

25 und murrten in ihren Zelten;

sie gehorchten der Stimme des Herrn nicht.

26 Da erhob er seine Hand wider sie,

dass er sie niederschlüge in der Wüste

27 und würfe ihre Nachkommen unter die Völker

und zerstreute sie in die Länder.

28 Und sie hängten sich an den Baal-Peor

und aßen von den Opfern für die Toten

29 und erzürnten den Herrn mit ihrem Tun.

Da brach die Plage herein über sie.

30 Da trat Pinhas hinzu und vollzog das Gericht;

da wurde der Plage gewehrt;

31 das wurde ihm gerechnet zur Gerechtigkeit

von Geschlecht zu Geschlecht ewiglich.

32 Und sie erzürnten den Herrn am Haderwasser,

und Mose ging es übel um ihretwillen;

33 denn sie erbitterten seinen Sinn,

dass ihm unbedachte Worte entfuhren.

34 Auch vertilgten sie die Völker nicht,

wie ihnen der Herr doch geboten hatte,

35 sondern vermischten sich mit den Heiden

und lernten ihre Werke

36 und dienten ihren Götzen;

die wurden ihnen zum Fallstrick.

37 Und sie opferten ihre Söhne

und ihre Töchter den bösen Geistern

38 und vergossen unschuldig Blut,

das Blut ihrer Söhne und Töchter, die sie opferten den Götzen Kanaans, sodass das Land mit Blutschuld befleckt ward.

39 Sie machten sich unrein mit ihren Werken

und wurden abtrünnig durch ihr Tun.

40 Da entbrannte der Zorn des Herrn über sein Volk,

und sein Erbe wurde ihm zum Abscheu.

41 Er gab sie in die Hand der Völker,

dass über sie herrschten, die ihnen gram waren.

42 Und ihre Feinde bedrängten sie,

und sie wurden gedemütigt unter ihre Hand.

43 Er errettete sie oftmals; / aber sie erzürnten ihn mit ihrem Vorhaben

und schwanden dahin um ihrer Missetat willen.

44 Da sah er ihre Not an,

als er ihre Klage hörte,

45 und gedachte um ihretwillen an seinen Bund,

und es reute ihn nach seiner großen Güte.

46 Und er ließ sie Barmherzigkeit finden

bei allen, die sie gefangen hielten.

47 Hilf uns, Herr, unser Gott,

und bring uns zusammen aus den Völkern, dass wir preisen deinen heiligen Namen und uns rühmen, dass wir dich loben können!

48 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels,

von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen! Halleluja!

Copyright Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart


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