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Lutherbibel 1984

Bis 2016 war die Lutherbibel in ihrer Textfassung von 1984 der offiziell zum Gebrauch empfohlene Bibeltext der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Auch heute noch ist diese klassische deutsche Bibelübersetzung weit verbreitet und bei Bibelleserinnen und -lesern beliebt.

  • DAS BUCH TOBIAS
  • Tob 1

Des alten Tobias Frömmigkeit, Unglück und Gebet

11 Es war ein Mann mit Namen Tobias aus dem Stamme Naftali, aus einer Stadt in Obergaliläa, zu der man kommt, wenn man von Hazor nach Westen geht und Safed zur Linken hat.

2 Der wurde mit in die Gefangenschaft geführt zur Zeit Salmanassars, des Königs von Assyrien; und obwohl er dort unter Fremden leben musste, ist er dennoch von Gottes Wort nicht abgefallen.

3 Darum teilte er alles, was er hatte, Tag für Tag mit seinen gefangenen Brüdern und Verwandten.

4 Und als er noch einer der jüngsten Männer des Stammes Naftali war, hatte er bereits bewiesen, dass er kein Kind mehr war:

5 Während alle andern den goldnen Kälbern dienten, die Jerobeam, der König von Israel, hatte machen lassen, schied er sich von der Gemeinschaft mit ihnen

6 und hielt sich als Einziger zum Tempel des Herrn in Jerusalem und diente dort dem Herrn und betete den Gott Israels an. Er gab auch alle Erstlinge und Zehnten mit solcher Treue,

7 dass er sogar jedes dritte Jahr den Fremdlingen, Witwen und Waisen ihren Zehnten gab.

8 Das alles hielt er von Jugend auf nach dem Gesetz des Herrn.

9 Als er nun erwachsen war, nahm er eine Frau, auch aus dem Stamm Naftali, mit Namen Hanna und zeugte mit ihr einen Sohn, den er auch Tobias nannte;

10 und er lehrte ihn von Jugend auf Gott fürchten und die Sünde meiden.

11 Als er nun mit Frau und Sohn und mit seinem ganzen Stamm in die Gefangenschaft nach Ninive kam

12 und alle von den Speisen der Heiden aßen, hütete er sich und machte sich nicht unrein mit solcher Speise.

13 Und weil er von ganzem Herzen den Herrn fürchtete, ließ ihn der Herr bei König Salmanassar Gnade finden,

14 sodass er ihm erlaubte, überallhin zu gehen, wohin er wollte, und zu tun, was ihm gut schien.

15 So besuchte er nun alle, die in der Gefangenschaft lebten, und ermahnte sie, Gottes Wort treu zu bleiben.

16 Und er kam in die Stadt Rages in Medien und hatte zehn Talente Silber bei sich, mit denen ihn der König beschenkt hatte.

17 Und als er unter den vielen Israeliten einen Armen aus seinem Stamm mit Namen Gabaël sah, lieh er ihm das Geld und nahm einen Schuldschein von ihm.

18 Lange danach aber, nach dem Tod des Königs Salmanassar, als sein Sohn Sanherib regierte, dem die Israeliten verhasst waren,

19 ging Tobias wieder bei allen Israeliten umher und tröstete sie und gab ihnen von seinem Vermögen, soviel er konnte:

20 die Hungrigen speiste er, die Nackten kleidete er, die Toten und Erschlagenen begrub er.

21 Dann aber kam König Sanherib aus Judäa zurück, als er hatte fliehen müssen, weil ihn Gott um seiner Lästerung willen geschlagen hatte. Darüber war er sehr zornig und ließ viele Israeliten töten. Da war es Tobias, der sie begrub.

22 Als aber der König das erfuhr, befahl er, ihn zu töten, und nahm ihm all sein Hab und Gut.

23 Tobias aber floh mit seinem Sohn und seiner Frau und konnte sich, völlig mittellos, verborgen halten, weil viele ihn liebten und ihm halfen.

24 Aber nach fünfundvierzig Tagen wurde der König von seinen eignen Söhnen erschlagen,

25 und Tobias kam wieder heim, und sein ganzes Vermögen wurde ihm wiedergegeben.

Copyright Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart


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