Zürcher Bibel (ZB)
7

71Dreh dich um, dreh dich um, Schulammit!

Dreh dich um, dreh dich um, dass wir dich anschauen können!

Was wollt ihr Schulammit anschauen

wie beim Reigentanz von Machanajim?

7,1
Gen 32,3

2Wie schön sind deine Füsse in den Sandalen,

du Fürstentochter!

Die Rundungen deiner Schenkel sind wie Geschmeide,

ein Werk von Künstlerhänden.

7,2
7,7

3Dein Schoss ist eine runde Schale,

an Mischwein soll es nicht fehlen!

Dein Bauch ist ein Weizenhaufen,

von Lotosblumen umsäumt.

7,3
4,5
2,1
6,2-3

4Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze,

Zwillinge einer Gazelle.

7,4
4,5
Spr 5,19

5Dein Hals ist wie der Elfenbeinturm.

Deine Augen sind die Teiche bei Cheschbon,

am Tor von Bat-Rabbim.

Deine Nase ist wie der Libanonturm,

der nach Damaskus schaut.

7,5
4,4

6Dein Haupt ragt auf wie der Karmel,

und das Haar deines Hauptes ist wie Purpur,

ein König wird von den Locken gefangen.

7Wie schön du bist und wie anziehend!

Liebe, voller Wollust!

7,7
7,2

8Dein Wuchs gleicht einer Palme

und deine Brüste Trauben.

9Ich sprach: Ich will die Palme besteigen,

will greifen nach ihren Rispen,

und deine Brüste sollen sein

wie die Trauben des Weinstocks

und der Duft deines Atems wie Äpfel,

10und dein Gaumen wie der köstlichste Wein,

sanft rinnt er bei meinen Liebkosungen,

benetzt die Lippen der Schlummernden.

7,10
1,2
5,16

11Ich gehöre meinem Geliebten,

und sein Verlangen steht nach mir.

7,11
2,16
6,3
7,11
Gen 3,16

12Komm, mein Geliebter,

lass uns hinausgehen aufs Feld,

bei den Hennasträuchern die Nacht verbringen.

13Früh wollen wir uns aufmachen zu den Weinbergen,

wollen sehen, ob der Weinstock getrieben hat,

die Knospen aufgesprungen,

die Granatbäume erblüht sind.

Dort will ich dir

meine Liebe schenken!

7,13
6,11

14Die Liebesäpfel duften,

und an unseren Türen gibt es alle köstlichen Früchte,

neue wie alte.

Dir habe ich sie aufbewahrt, mein Geliebter.

7,14
Gen 30,14-19

8

81Könntest du doch mein Bruder sein,

der an den Brüsten meiner Mutter sog!

Fände ich dich draussen, so küsste ich dich,

und niemand dürfte mich verachten.

2Ich führte dich, brächte dich

ins Haus meiner Mutter, die mich lehrte.

Vom Würzwein gäbe ich dir zu trinken,

von meinem Granatapfelmost.

8,2
3,3

3Seine Linke liegt unter meinem Haupt,

und seine Rechte umarmt mich.

8,3
2,6

4Ich beschwöre euch,

ihr Töchter Jerusalems:

Weckt nicht, stört nicht

die Liebe, solange die Lust währt!

8,4
2,7
3,5

5Wer steigt da herauf aus der Wüste,

an ihren Geliebten gelehnt?

Unter dem Apfelbaum weckte ich dich.

Dort hat deine Mutter dich empfangen,

dort kam in Wehen, die dich gebar.

8,5
3,6
8,5
2,7

6Leg mich auf dein Herz wie ein Siegel,

wie ein Siegel an deinen Arm!

Denn stark wie der Tod ist die Liebe,

hart wie das Totenreich die Leidenschaft.

Feuerglut ist ihre Glut,

Flamme des Herrn.

8,6
Gen 38,18
41,42
Jer 22,24
8,6
Dtn 4,24

7Gewaltige Wasser können

die Liebe nicht löschen,

und Ströme schwemmen sie nicht fort.

Wollte einer sein ganzes Gut

hingeben für die Liebe,

man würde ihn nur verachten.

8,7
Ps 29,3

8Wir haben eine kleine Schwester,

die hat noch keine Brüste.

Was tun wir mit unserer Schwester,

wenn man um sie wirbt?

8,8-10
1,6

9Ist sie eine Mauer, so bauen wir auf ihr

eine silberne Zinne,

und ist sie eine Tür,

verschliessen wir sie

mit einem Zedernbrett.

10Ich bin eine Mauer,

und meine Brüste sind wie Türme.

So wurde ich in seinen Augen

zu einer, die das Glück fand.

11Einen Weinberg hatte Salomo

in Baal-Hamon.

Er gab den Weinberg den Wächtern,

für seine Frucht musste jeder tausend Silberstücke bringen.

8,11
Jes 7,23

12Vor mir steht mein eigener Weinberg.

Die tausend gehören dir, Salomo,

und zweihundert denen, die seine Frucht bewachen.

8,12
1,6

13Die du wohnst in den Gärten,

wo Gefährten lauschen,

deine Stimme lass mich hören!

8,13
2,14

14Flieh, mein Geliebter,

gleich einer Gazelle

oder dem jungen Hirsch

auf den Balsambergen!

8,14
2,9
8,14
4,6

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