Zürcher Bibel (ZB)
1

Anschrift

11Paulus, Knecht des Christus Jesus, berufen zum Apostel, ausersehen, das Evangelium Gottes zu verkündigen,

1,1
Phil 1,1
1,1
1Kor 1,1
Gal 1,1
1,1
Gal 1,15
2das er durch seine Propheten in heiligen Schriften schon seit langem verheissen hat -
1,2
16,26
3das Evangelium von seinem Sohn, der nach dem Fleisch aus dem Samen Davids stammt,
1,3
Joh 7,42
4nach dem Geist der Heiligkeit aber eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht, seit der Auferstehung1,4 Andere Übersetzungsmöglichkeit: «... eingesetzt ist in Macht, durch die Auferstehung von ...» von den Toten: das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn,
1,4
Phil 3,10
1,4
1Kor 15,13
5durch den wir Gnade und Apostelamt empfangen haben, Glaubensgehorsam zu erwirken und seinen Namen zu verbreiten unter allen Völkern,
1,5
Gal 2,7-9
1,5
16,26
6zu denen auch ihr als in Jesus Christus Berufene gehört -, 7an alle in Rom, die von Gott geliebt und zu Heiligen berufen sind: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
1,7
1Kor 1,3
2Kor 1,2
Gal 1,3
Phil 1,2
Phlm 3

Die Sehnsucht des Apostels

8Als Erstes danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle; von eurem Glauben nämlich wird in der ganzen Welt gesprochen.

1,8
1Kor 1,4
9Denn Gott, dem ich mit allem, was in mir ist, diene durch die Verkündigung des Evangeliums von seinem Sohn, er ist mein Zeuge, dass ich unablässig an euch denke 10und im Gebet immer wieder darum bitte, dass es mir endlich einmal durch Gottes Willen vergönnt sei, zu euch zu kommen. 11Denn ich sehne mich danach, euch zu sehen, um euch teilhaben zu lassen an dieser und jener geistlichen Gabe zu eurer Stärkung, 12und das heisst: um in eurer Mitte gemeinsam mit euch ermutigt zu werden durch unseren gemeinsamen Glauben, den euren wie den meinen.

13Ihr sollt aber auch wissen, liebe Brüder und Schwestern, dass ich mir schon oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen, bis heute aber daran gehindert wurde, auch bei euch, wie bei allen anderen Völkern, ein wenig Frucht zu ernten.

1,13
15,22
14Griechen und Nichtgriechen, Gebildeten und Ungebildeten1,14 Andere Übersetzungsmöglichkeit: «... Nichtgriechen, Weisen und Toren weiss ich ...» weiss ich mich verpflichtet.
1,14
1Kor 1,26-28
15So ist bei mir der klare Wille vorhanden, auch euch in Rom das Evangelium zu verkündigen.

Das Evangelium als Kraft Gottes

16Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; eine Kraft Gottes ist es zur Rettung für jeden, der glaubt, für die Juden zuerst und auch für die Griechen.

1,16
Lk 9,26
1,16
1Kor 1,18
1,16
10,9
17Gottes Gerechtigkeit nämlich wird in ihm offenbart, aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: Der aus Glauben Gerechte aber wird leben.1,17 Andere Übersetzungsmöglichkeit: ...: Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.
1,17
3,21-26
10,3
2Kor 5,21
Phil 3,9
1,17
Hab 2,4
Gal 3,11

Die Unentschuldbarkeit aller Menschen

18Denn es offenbart sich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit unterdrücken durch Ungerechtigkeit. 19Sie hätten ja vor Augen, was von Gott erkannt werden kann; Gott selbst hat es ihnen vor Augen geführt. 20Denn was von ihm unsichtbar ist, seine unvergängliche Kraft und Gottheit, wird seit der Erschaffung der Welt mit der Vernunft an seinen Werken wahrgenommen; es bleibt ihnen also keine Entschuldigung. 21Denn obwohl sie Gott erkannten, haben sie ihm nicht die Ehre gegeben, die Gott gebührt, noch ihm Dank gesagt, sondern sie verfielen mit ihren Gedanken dem Nichtigen, und ihr unverständiges Herz verfinsterte sich.

1,21
2Kön 17,15
Jer 2,5

22Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren,

1,22
1Kor 1,20
23und sie tauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes gegen das Abbild eines vergänglichen Menschen, gegen das Abbild von Vögeln, Vierfüsslern und Kriechtieren.
1,23
Ps 106,20
1,23
Dtn 4,15-18
24Darum hat Gott sie im Begehren ihres Herzens der Unreinheit preisgegeben, und so entehren sie selbst ihre Leiber.
1,24
6,19

25Sie tauschten die Wahrheit Gottes gegen die Lüge und huldigten und dienten dem Geschöpf statt dem Schöpfer - gepriesen sei er in Ewigkeit, Amen. 26Deshalb hat Gott sie unwürdigen Leidenschaften preisgegeben. Denn ihre Frauen vertauschten den natürlichen Umgang mit dem widernatürlichen. 27Ebenso gaben die Männer den natürlichen Umgang mit der Frau auf und entflammten im Verlangen nacheinander; Männer mit Männern bringen Schande über sich und empfangen am eigenen Leib den Lohn für ihre Verirrung.

28Und da es ihnen nichts bedeutete, Gott erkannt zu haben, hat Gott sie der Haltlosigkeit preisgegeben, und so tun sie, was sich nicht gebührt. 29Sie strotzen vor Unrecht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit, sie sind voller Neid, Mord, Zank, Arglist, Verschlagenheit; Ohrenbläser sind sie, 30Verleumder, Gotthasser, Frevler, Angeber, Prahler, erfinderisch im Bösen, ungehorsam den Eltern, 31gedankenlos, haltlos, lieblos, ohne Erbarmen.

32Sie kennen zwar die Rechtsordnung Gottes, die sagt, dass, wer es so treibt, den Tod verdient; und doch tun sie es nicht nur, nein, sie beklatschen auch noch, die es so treiben.

2

Das Ende aller Entschuldigungen

21Darum gibt es keine Entschuldigung für dich, Mensch, wer immer du bist, der du urteilst. Worin du über einen andern urteilst, darin verurteilst du dich selbst; denn du, der du urteilst, tust ja dasselbe. 2Wir wissen aber, dass Gottes Urteil diejenigen, die solches tun, zu Recht trifft.

3Du aber, Mensch, der du über die richtest, die solches tun, und doch dasselbe tust, rechnest du damit, dass du dem Gericht Gottes entrinnen wirst? 4Oder verkennst du den Reichtum seiner Güte, Langmut und Geduld?2,4 Andere Übersetzungsmöglichkeit: «Oder verachtest du den Reichtum ...» Weisst du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr leitet? 5Mit deinem Starrsinn und deinem unbussfertigen Herzen häufst du dir Zorn auf für den Tag des Zorns, an dem sich Gottes gerechtes Gericht offenbaren wird.

2,5
Zef 1,14-15
6Er wird einem jeden vergelten nach seinen Taten:
2,6
Spr 24,12
Ps 62,13
Mt 16,27
7ewiges Leben geben denen, die im geduldigen Tun guter Werke Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit suchen, 8Zorn und Grimm aber denen, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und nicht auf die Wahrheit hören, sondern dem Unrecht folgen.

9Bedrängnis und Not über das Leben eines jeden Menschen, der das Böse tut, des Juden zuerst und auch des Griechen! 10Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden einem jeden, der das Gute tut, dem Juden zuerst und auch dem Griechen. 11Denn bei Gott ist kein Ansehen der Person.

2,11
Gal 2,6

Kein Vorrang der Juden

12Alle, die ohne Kenntnis des Gesetzes gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz zugrunde gehen, und alle, die in Kenntnis des Gesetzes gesündigt haben, werden durch das Gesetz gerichtet werden. 13Denn nicht die, die das Gesetz hören, sind bei Gott gerecht, sondern diejenigen, die tun, was das Gesetz sagt, werden gerecht gesprochen werden. 14Wenn nämlich die Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus tun, was das Gesetz gebietet, dann sind sie - obwohl sie das Gesetz nicht haben - sich selbst das Gesetz.2,14 Andere Übersetzungsmöglichkeit: «... Heiden, die kein Gesetz haben, ..., dann sind sie - obwohl sie kein Gesetz haben - sich selbst ...» 15Sie zeigen damit, dass ihnen das Gesetz mit allem, was es will und wirkt, ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt davon Zeugnis ab, und ihre Gedanken verklagen oder verteidigen sich gegenseitig -

2,15
Jer 31,33
Jes 51,7
16offenbar wird dies an dem Tag, da Gott richtet über das, was im Menschen verborgen ist, nach meinem Evangelium durch Christus Jesus.
2,16
1Kor 4,5
2,16
16,25

17Wenn du dich aber einen Juden nennst und dich auf das Gesetz stützt und deinen Ruhm auf Gott gründest, 18wenn du seinen Willen kennst und, da du gesetzeskundig bist, beurteilen kannst, worauf es ankommt, 19wenn du dir also zutraust, ein Führer der Blinden zu sein, ein Licht für die in der Finsternis,

2,19
Mt 15,14
20ein Erzieher der Unwissenden, ein Lehrer der Unmündigen, der im Gesetz die Verkörperung der Erkenntnis und Wahrheit hat - 21du also belehrst den anderen und dich selbst belehrst du nicht? Du verkündest, man dürfe nicht stehlen, und stiehlst? 22Du sagst, man dürfe die Ehe nicht brechen, und brichst sie? Du verabscheust die fremden Götter und begehst Tempelraub? 23Du rühmst dich des Gesetzes und raubst Gott die Ehre durch die Übertretung des Gesetzes! 24Denn, wie geschrieben steht: Der Name Gottes wird um euretwillen in Verruf gebracht unter den Völkern.
2,24
Jes 52,5

25Die Beschneidung nützt dir nämlich nur dann, wenn du das Gesetz befolgst; übertrittst du aber das Gesetz, so ist aus deiner Beschneidung Unbeschnittensein geworden. 26Wenn nun ein Unbeschnittener sich an die Forderungen des Gesetzes hält, wird ihm sein Unbeschnittensein dann nicht als Beschneidung angerechnet? 27So wird, wer von Natur aus unbeschnitten ist, das Gesetz aber erfüllt, richten über dich, der du trotz Buchstabe und Beschneidung ein Übertreter des Gesetzes bist. 28Denn nicht der ist ein Jude, der es nach aussen hin ist, und nicht das ist Beschneidung, was äusserlich am Fleisch geschieht, 29nein, ein Jude ist, wer es im Verborgenen ist, und die Beschneidung ist eine Beschneidung des Herzens, nach dem Geist, nicht nach dem Buchstaben; eines solchen Lob kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

2,29
Dtn 30,6
Phil 3,3

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