Zürcher Bibel (ZB)
54

Gott, hilf mir durch deinen Namen

541Für den Chormeister. Mit Saitenspiel. Ein Weisheitslied Davids, 2als die Sifiter kamen und zu Saul sagten: «David hält sich bei uns verborgen.»
54,2
1Sam 23,19
26,1

3Gott, hilf mir durch deinen Namen,

und schaffe mir Recht durch deine Macht.

4Gott, höre mein Gebet,

vernimm die Worte meines Mundes.

5Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden,

und Gewalttätige trachten mir nach dem Leben,

sie haben Gott nicht vor Augen. Sela

54,5
86,14

6Sieh, Gott ist mein Helfer,

der Herr ist es, der mein Leben erhält.

54,6
118,7

7Das Unheil falle zurück auf meine Feinde,54,7 In einer anderen hebräischen Tradition lautet der Text: «Er lasse das Unheil zurückfallen auf meine Feinde, ...»

in deiner Treue vernichte sie.

8Freudig will ich dir Opfer bringen,

will deinen Namen preisen, Herr, denn er ist gut.

54,8
52,11

9Aus aller Not hat er mich errettet,

und an meinen Feinden weidet sich mein Auge.

54,9
59,11
91,8
92,12
118,7

55

Gewalttat und Hader in der Stadt

551Für den Chormeister. Mit Saitenspiel. Ein Weisheitslied Davids.

2Vernimm, Gott, mein Gebet,

und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.

3Höre auf mich und antworte mir.

Ich irre umher in meiner Klage.

4Ich bin verstört vom Lärmen des Feindes,

vom Geschrei des Frevlers.55,4 Möglich ist auch die Übersetzung: «... des Feindes, von der Bedrängung durch den Frevler. ...»

Denn Unheil wälzen sie auf mich,

und sie befehden mich voller Grimm.

5Mein Herz bebt in meiner Brust,

und Todesschrecken haben mich befallen.

6Furcht und Zittern kommt über mich,

und Grauen bedeckt mich.

7Da sprach ich: Hätte ich doch Flügel wie die Taube,

ich wollte fliegen und mir eine Bleibe suchen.

8Sieh, weit weg wollte ich flüchten,

in der Wüste bleiben über Nacht. Sela

55,8
Jer 9,1

9An einen sicheren Ort möchte ich eilen

vor dem tobenden Wind, vor dem Sturm.

10Verwirre, Herr,

entzweie ihre Sprache.

Denn ich sehe Gewalttat

und Hader in der Stadt.

11Tag und Nacht umkreisen sie die Stadt

auf ihren Mauern,

Frevel und Unheil sind in ihrer Mitte,

12Verderben ist in ihrer Mitte,

und von ihrem Markt weichen nicht

Unterdrückung und Betrug.

13Denn nicht der Feind ist es, der mich schmäht,

das würde ich ertragen.

Nicht einer, der mich hasst, hat grossgetan gegen mich,

vor ihm könnte ich mich verbergen.41,10Jer 9,37

14Nein, du bist es, ein Mensch meinesgleichen,

mein Freund und mein Vertrauter,

15die wir enge Gemeinschaft hatten

im Hause Gottes,

zusammen gingen bei festlichem Treiben.

16Verwüstung über sie!

Bei lebendigem Leib sollen sie hinabfahren ins Totenreich,

denn Bosheit ist in ihrem Herzen, in ihrer Brust.

17Ich aber rufe zu Gott,

und der Herr wird mir helfen.

18Abends und morgens und mittags

will ich klagen und seufzen,

und er wird meine Stimme hören.

55,18
Dan 6,10

19Er befreit mich,

birgt mich in Sicherheit,

dass sie mir nicht nahen können,

denn viele sind gegen mich.

20Gott wird erhören und sie demütigen,

er, der da thront von Urzeit her. Sela

Denn sie ändern sich nicht

und fürchten Gott nicht.

21Er legt Hand an seine Freunde,55,21 Mit ‹er› ist der Feind gemeint.

entweiht seinen Bund.

22Glatt wie Butter ist seine Rede,

doch Krieg ist sein Sinnen,

seine Worte sind milder als Öl

und sind doch gezückte Schwerter.

55,22
5,10
12,357,5

23Wirf deine Last auf den Herrn,

er wird dich versorgen,

den Gerechten lässt er

niemals wanken.

55,23
1Petr 5,7

24Du aber, Gott, wirst sie hinabstürzen

tief in die Grube;

Mörder und Betrüger,

sie werden nicht die Hälfte ihrer Tage erreichen.

Ich aber vertraue auf dich.

55,24
5,7

56

Steht nicht alles in deinem Buch?

561Für den Chormeister. Nach der Weise «Taube der fernen Terebinthen».56,1 Der Massoretische Text wurde korrigiert; er lautet übersetzt: «Nach der Weise Stumme Taube unter den Fernen». Von David, ein Lied, als die Philister ihn in Gat ergriffen.
56,1
1Sam 21,11-16

2Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach,

Krieger bedrängen mich jeden Tag,

3täglich stellen mir meine Feinde nach;

viele sind es, die mich voller Hochmut bekämpfen.

4Wenn ich mich fürchte,

vertraue ich auf dich.

5Auf Gott, ich preise sein Wort,

auf Gott vertraue ich, und ich fürchte mich nicht.

Was kann ein Sterblicher mir tun?

56,5
56,11
56,5
118,6

6Jeden Tag fechten sie meine Worte an,

auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.

7Sie greifen an, sie lauern,

sie beobachten meine Spuren,

denn sie trachten mir nach dem Leben.

8Sollen sie trotz des Frevels entkommen?

Im Zorn, Gott, stürze die Völker hinab.

9Mein Elend hast du aufgezeichnet,

meine Tränen sind verwahrt bei dir.56,9 Wörtlich: «..., meine Tränen sind verwahrt in deinem Schlauch. ...»

Steht nicht alles in deinem Buch?

10Es weichen meine Feinde zurück,

wenn ich rufe,

denn ich weiss,

dass Gott für mich ist.

56,10
118,67

11Auf Gott - ich preise sein Wort -,

auf den Herrn - ich preise sein Wort -,

56,11
56,5

12auf Gott vertraue ich, und ich fürchte mich nicht.

Was kann ein Mensch mir tun?

56,12
118,6

13Was ich dir gelobt habe, Gott, liegt auf mir,

Dankopfer will ich dir darbringen.

14Denn du hast mein Leben vom Tod errettet

und meine Füsse vor dem Sturz,

damit ich wandle vor Gott

im Licht des Lebens.

56,14
116,8-9

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