Zürcher Bibel (ZB)
12

Die Worte des Herrn sind lauter

121Für den Chormeister. Auf der Achten. Ein Psalm Davids.

2Hilf, Herr, denn dahin ist der Getreue,

verschwunden sind die Getreuen unter den Menschen.

12,2
14,1-3
Jer 9,1
Mi 7,2

3Nichtiges reden sie untereinander,

mit glatter Zunge, mit zwiespältigem Herzen reden sie.

12,3
5,10
28,3
52,4-6
55,22
62,5
120,2
Spr 26,24-25
Jes 59,34
Jer 9,7

4Der Herr vertilge alle falschen Lippen,

die Zunge, die vermessen redet,

5die da sagen: Mit unserer Zunge sind wir mächtig,

unser Mund spricht für uns, wer kann Herr sein über uns.

6Die Elenden werden unterdrückt, die Armen seufzen,

darum stehe ich auf, spricht der Herr,

und bringe Rettung dem, den man hart bedrängt.

12,6
Jes 33,10

7Die Worte des Herrn sind lautere Worte,

Silber, im Schmelztiegel geläutert,

von Erde gereinigt siebenfach.

12,7
18,31

8Du, Herr, wirst sie halten,

wirst ihn für immer bewahren vor dieser Generation,

9auch wenn ringsum Frevler sind

und Niedertracht sich erhebt unter den Menschen.

13

Willst du mich ganz vergessen?

131Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.

2Wie lange, Herr! Willst du mich ganz vergessen?

Wie lange verbirgst du dein Angesicht vor mir?

13,2-3
6,4
13,2
42,10
44,25

3Wie lange soll ich Sorgen tragen in meiner Seele,

Kummer in meinem Herzen, Tag für Tag?

Wie lange noch soll mein Feind sich über mich erheben?

4Sieh mich an, erhöre mich, Herr, mein Gott.

Mache meine Augen hell, damit ich nicht zum Tod entschlafe,

5damit mein Feind nicht sage: Ich habe ihn überwältigt,

meine Gegner nicht jauchzen, dass ich wanke.

13,5
25,2
30,2
35,1924
38,17

6Ich aber vertraue auf deine Güte,

über deine Hilfe jauchze mein Herz.

Singen will ich dem Herrn,

denn er hat mir Gutes getan.

13,6
116,7

14

Die Torheit der Gottlosen

141Für den Chormeister. Von David.

Der Tor spricht in seinem Herzen:

Es ist kein Gott.

Verderbt, abscheulich handeln sie,

keiner ist, der Gutes tut.

14,1-7
53,1-7
14,1-3
Röm 3,10-12
14,1
10,4

2Der Herr schaut herab vom Himmel

auf die Menschen,

zu sehen, ob da ein Einsichtiger sei,

einer, der nach Gott fragt.

14,2
11,4

3Alle sind sie abtrünnig,

alle verdorben,

keiner ist, der Gutes tut,

auch nicht einer.

14,3
12,2

4Haben denn keine Einsicht all die Übeltäter,

die mein Volk verzehren, wie man Brot isst,

die den Herrn nicht anrufen?

5Da trifft sie gewaltiger Schrecken,

denn Gott ist beim Geschlecht der Gerechten.

6An eurem Plan gegen den Elenden werdet ihr zuschanden,

denn der Herr ist seine Zuflucht.

7Möge von Zion Israels Hilfe kommen.

Wenn der Herr das Geschick seines Volkes wendet,

jauchze Jakob, freue sich Israel!

14,7
20,3
121,1-2
14,7
85,2
126,1