Zürcher Bibel (ZB)
1

Das Auftreten des Täufers
1,1
Mt 3,3-611-12
Lk 3,3-615-18
Joh 1,19-2326-27

11Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.

1,1
1,15
1,1
8,29
1,1
1,11

2Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:

Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,

der deinen Weg bereiten wird.

1,2
9,12
Ex 23,20
Mal 3,1
Mt 11,10
Lk 7,27

3Stimme eines Rufers in der Wüste:

Bereitet den Weg des Herrn,

macht gerade seine Strassen!

1,3
Jes 40,3

4So trat Johannes der Täufer auf in der Wüste und verkündigte eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.

1,4
Lk 3,3
5Und das ganze judäische Land und alle Bewohner Jerusalems zogen hinaus zu ihm. Und sie liessen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. 6Und Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er ass Heuschrecken und wilden Honig.
1,6
2Kön 1,8
Mt 11,8

7Und er verkündete: Nach mir kommt, der stärker ist als ich; mir steht es nicht zu, mich zu bücken und ihm die Schuhriemen zu lösen. 8Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit heiligem Geist taufen.

1,8
Joh 1,33

Die Taufe Jesu
1,9
Mt 3,13-17
Lk 3,21-22
Joh 1,29-34

9Und es geschah in jenen Tagen, dass Jesus aus Nazaret in Galiläa kam und sich von Johannes im Jordan taufen liess. 10Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er den Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube auf sich herabsteigen. 11Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

1,11
1,1
9,7
14,61
15,39
Ps 2,7
Jes 42,1
1,11
1,24

Die Versuchung Jesu
1,12
Mt 4,1-11
Lk 4,1-13

12Und sogleich treibt ihn der Geist in die Wüste. 13Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan versucht. Und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.

1,13
Hiob 5,22-23
1,13
Ps 91,11

Erstes Auftreten in Galiläa
1,14
Mt 4,12-17
Lk 4,14-15

14Nachdem man Johannes gefangen genommen hatte, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium Gottes:

1,14
6,17
1,14
1,3839
1,14
1,15
15Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
1,15
Gal 4,4
1,15
Lk 10,9
1,15
1,114
8,35
10,29
13,10
14,9

Die Berufung der ersten Jünger
1,16
Mt 4,18-22
Lk 5,4-11
Joh 1,35-51

16Und als er den See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, auf dem See die Netze auswerfen; sie waren nämlich Fischer. 17Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

1,17
Jer 16,16
18Und sogleich liessen sie die Netze liegen und folgten ihm.
1,18
1,20
19Und als er ein paar Schritte weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes, wie sie im Boot die Netze herrichteten. 20Und sogleich rief er sie. Und sie liessen ihren Vater Zebedäus mit den Tagelöhnern im Boot zurück und gingen fort, ihm nach.
1,20
1,18
2,14
8,34
10,2128

Die Heilung eines Besessenen
1,21
Lk 4,31-37

21Und sie kommen nach Kafarnaum. Und sogleich ging er am Sabbat in die Synagoge und lehrte. 22Und sie waren überwältigt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.

1,22
1,27
6,2
7,37
11,1828

23Und sogleich war da in ihrer Synagoge einer mit einem unreinen Geist, der schrie laut: 24Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazaret! Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiss, wer du bist: der Heilige Gottes!

1,24
3,11
5,7
1,24
1,11
25Und Jesus schrie ihn an und sprach: Verstumme und fahr aus!
1,25
9,25
26Und der unreine Geist zerrte ihn hin und her, schrie mit lauter Stimme und fuhr aus.
1,26
9,2026
27Und sie erschraken alle so sehr, dass einer den andern fragte: Was ist das? Eine neue Lehre aus Vollmacht? Selbst den unreinen Geistern gebietet er, und sie gehorchen ihm.
1,27
1,22
1,27
4,41
28Und die Kunde von ihm drang sogleich hinaus ins ganze Umland von Galiläa.

Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus
1,29
Mt 8,14-15
Lk 4,38-39

29Und sogleich verliessen sie die Synagoge und gingen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und des Andreas. 30Die Schwiegermutter des Simon aber lag mit hohem Fieber im Bett; und sogleich erzählten sie ihm von ihr. 31Und er trat herzu, nahm ihre Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie bewirtete sie.

Weitere Heilungen
1,32
Mt 8,16-17
Lk 4,40-41

32Am Abend aber, als die Sonne untergegangen war, brachten sie alle Kranken und Besessenen zu ihm. 33Und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.

1,33
2,2
34Und er heilte viele, die an mancherlei Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und die Dämonen liess er nicht reden, weil sie ihn kannten.
1,34
1,44

Aufbruch aus Kafarnaum
1,35
Lk 4,42-44

35Und in der Frühe, als es noch finster war, stand er auf, ging hinaus und begab sich an einen einsamen Ort, und dort betete er. 36Simon aber und seine Gefährten eilten ihm nach. 37Und sie fanden ihn, und sie sagen zu ihm: Alle suchen dich! 38Und er sagt zu ihnen: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Weiler, damit ich auch dort verkündige. Denn dazu bin ich gekommen.

1,38
1,14

39Und er ging und verkündigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.

1,39
1,14Mt 4,23
9,35

Die Heilung eines Aussätzigen
1,40
Mt 8,1-4
Lk 5,12-16

40Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, fällt auf die Knie, bittet ihn und sagt: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. 41Und er fühlte Mitleid, streckte seine Hand aus und berührte ihn, und er sagt zu ihm: Ich will es, sei rein!

1,41
6,34
8,2
9,22
42Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er wurde rein. 43Und er fuhr ihn an und schickte ihn auf der Stelle weg, 44und er sagt zu ihm: Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester, und bring für deine Reinigung dar, was Mose angeordnet hat - das soll ihnen ein Beweis sein.
1,44
1,34
3,12
5,43
7,36
8,30
9,9
1,44
Lev 14,2-32
45Der ging weg und fing an, es überall kundzutun und die Sache bekannt zu machen, so dass Jesus sich kaum mehr in einer Stadt sehen lassen konnte, sondern draussen an abgelegenen Orten blieb. Und sie kamen zu ihm von überall her.
1,45
7,36

2

Die Heilung eines Gelähmten
2,1
Mt 9,1-8
Lk 5,17-26

21Und als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum ging, wurde bekannt, dass er in einem Haus sei. 2Und viele versammelten sich, so dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war. Und er sagte ihnen das Wort.

2,2
1,33
3,20
6,31
3Da kommen einige, die einen Gelähmten zu ihm bringen; vier von ihnen trugen ihn. 4Und weil sie ihn wegen des Gedränges nicht bis zu ihm hinbringen konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab, rissen es auf und liessen die Bahre, auf der der Gelähmte lag, hinab. 5Und als Jesus ihren Glauben sieht, sagt er zu dem Gelähmten: Kind, dir sind die Sünden vergeben!
2,5
5,34

6Es sassen dort aber einige Schriftgelehrte, die dachten bei sich: 7Was redet der so? Er lästert! Wer kann Sünden vergeben ausser Gott?

2,7
Jes 43,25
8Und sogleich erkennt Jesus in seinem Geist, dass sie solche Gedanken hegen, und spricht zu ihnen: Warum hegt ihr solche Gedanken? 9Was ist leichter? Zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind die Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Bahre und geh umher? 10Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben - sagt er zu dem Gelähmten: 11Ich sage dir, steh auf, nimm deine Bahre und geh nach Hause!
2,11
Joh 5,8
12Und der stand auf, nahm sogleich die Bahre und ging vor aller Augen hinaus, und alle waren fassungslos und priesen Gott und sagten: Nie haben wir solches gesehen!

Die Berufung eines Zöllners
2,13
Mt 9,9-13
Lk 5,27-32

13Und er ging wieder hinaus, den See entlang, und alles Volk kam zu ihm, und er lehrte sie.

2,13
4,1
14Und im Vorübergehen sah er Levi, den Sohn des Alfäus, am Zoll sitzen. Und er sagt zu ihm: Folge mir! Und der stand auf und folgte ihm.
2,14
1,20

15Und es geschieht, dass er in dessen Haus bei Tisch sitzt. Und viele Zöllner und Sünder sassen mit Jesus und seinen Jüngern bei Tisch. Es waren nämlich viele, und sie folgten ihm. 16Und als die Schriftgelehrten unter den Pharisäern sahen, dass er mit den Sündern und Zöllnern ass, sagten sie zu seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern isst er!

2,16
Lk 5,30
17Und als Jesus das hört, sagt er zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
2,17
Lk 5,32

Zur Frage nach dem Fasten
2,18
Mt 9,14-17
Lk 5,33-39

18Und die Jünger des Johannes und die Pharisäer pflegten zu fasten. Und sie kommen und sagen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht? 19Da sagte Jesus zu ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. 20Doch es werden Tage kommen, da ihnen der Bräutigam entrissen wird, und dann werden sie fasten, an jenem Tag.

2,20
14,7

21Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf einen alten Mantel, sonst reisst der Flicken etwas von ihm ab, das Neue vom Alten, und es entsteht ein noch schlimmerer Riss. 22Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche, sonst wird der Wein die Schläuche zerreissen, und der Wein geht verloren, und die Schläuche sind hin. Nein, neuen Wein in neue Schläuche!

Das Ährenraufen am Sabbat
2,23
Mt 12,1-8
Lk 6,1-5

23Und es geschah, dass er am Sabbat durch die Kornfelder ging, und unterwegs begannen seine Jünger, Ähren zu raufen. 24Und die Pharisäer sagten zu ihm: Schau her, warum tun sie, was am Sabbat nicht erlaubt ist?

2,24
Ex 31,13-17
25Und er sagt zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel litt und hungrig war, er und seine Gefährten? 26Wie er in das Haus Gottes hineinging zur Zeit des Hohen Priesters Abiatar und die Schaubrote ass, die niemand essen darf ausser den Priestern, und wie er auch seinen Gefährten davon gab?
2,26
1Sam 21,1-7
2,26
Lev 24,5-9
27Und er sagt zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen. 28Also: Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat.

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