Zürcher Bibel (ZB)
10

Die Aussendung der Zwölf

101Und er rief seine zwölf Jünger herbei und gab ihnen Vollmacht, unreine Geister auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.

10,1
Mk 6,7
Lk 9,1

2Dies sind die Namen der zwölf Apostel: zuerst Simon, der Petrus heisst, und Andreas, sein Bruder, und Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder,

10,2-4
Mk 3,13-19
Lk 6,12-16
3Philippus und Bartolomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alfäus, und Thaddäus, 4Simon Kananäus10,4 Der Beiname Kananäus leitet sich von einem hebräischen Verb ab, das ‹eifern› bedeutet, und kennzeichnet seinen Träger als Sympathisanten oder als Mitglied der zelotischen Partei., und Judas Iskariot, der ihn dann auslieferte.

5Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Nehmt nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine samaritanische Stadt. 6Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.

10,6
9,36
15,24
10,6
28,19

7Geht und verkündigt: Nahe gekommen ist das Himmelreich.

10,7-15
Mk 6,8-11
Lk 9,2-5
10,1-12
10,7
4,17
8Kranke macht gesund, Tote weckt auf, Aussätzige macht rein, Dämonen treibt aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst sollt ihr es geben. 9Füllt eure Gürtel nicht mit Gold-, Silber- oder Kupfermünzen! 10Nehmt keinen Sack mit auf den Weg, kein zweites Kleid, keine Schuhe, keinen Stab! Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. 11Kommt ihr aber in eine Stadt oder in ein Dorf, dann fragt nach, wer da würdig ist; dort bleibt, bis ihr weiterzieht. 12Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so grüsst es. 13Wenn das Haus es wert ist, kehre euer Friede dort ein, wenn das Haus es aber nicht wert ist, kehre euer Friede zu euch zurück. 14Wenn man euch nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht fort aus jenem Haus oder jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füssen.
10,14
Lk 10,11
15Amen, ich sage euch: Dem Land Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts besser ergehen als jener Stadt.
10,15
11,2224
Gen 19,24-25

Standhalten in Verfolgungen

16Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid also klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

10,16
7,15
10,16
Lk 10,3

17Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an Gerichte ausliefern, in ihren Synagogen werden sie euch auspeitschen,

10,17-22
24,9-14
Mk 13,9-13
Lk 21,12-19
10,17
23,34
18vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, um Zeugnis abzulegen vor ihnen und den Völkern. 19Wenn sie euch aber vor Gericht stellen, dann sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt, denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
10,19
Lk 12,11
20Denn nicht ihr seid es, die dann reden werden, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch reden wird.
10,20
Lk 12,12
21Es wird aber ein Bruder den andern dem Tod ausliefern und ein Vater das Kind, und Kinder werden gegen ihre Eltern auftreten und sie in den Tod schicken. 22Und ihr werdet gehasst werden von allen um meines Namens willen. Wer aber standhält bis ans Ende, der wird gerettet werden.
10,22
5,11
10,22
24,13
10,22
Joh 15,18-1921

23Wenn sie euch in der einen Stadt verfolgen, dann flieht in die andere. Denn, amen, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bevor der Menschensohn kommt.

10,23
5,10
23,34
10,23
16,27
10,23
16,28

24Ein Jünger steht nicht über dem Meister und ein Knecht nicht über seinem Herrn.

10,24
Lk 6,40
Joh 13,16
15,20
25Es genügt dem Jünger, dass er wie sein Meister wird, und dem Knecht, dass er wie sein Herr wird. Wenn man schon den Hausherrn Beelzebul nennt, wie viel mehr dann seine Hausgenossen.
10,25
9,34

Die Aufforderung zu furchtlosem Bekenntnis
10,26
Lk 12,1-12

26Darum fürchtet sie nicht! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt, und nichts geheim, was nicht bekannt werden wird.

10,26
Mk 4,22
Lk 8,17
27Was ich euch im Dunkeln sage, das sagt im Licht. Und was ihr ins Ohr geflüstert bekommt, das ruft aus auf den Dächern. 28Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können. Fürchtet euch mehr vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann. 29Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Fünfer? Und nicht einer von ihnen fällt zu Boden, ohne dass euer Vater bei ihm ist.10,29 Andere Übersetzungsmöglichkeit: «..., ohne dass euer Vater es will.» oder: «..., ohne dass euer Vater es weiss.» 30Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. 31Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
10,31
6,26
12,12

32Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. 33Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

10,33
Mk 8,38
Lk 9,26

Von der notwendigen Zwietracht

34Meint nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

10,34-36
Lk 12,51-53
35Denn ich bin gekommen, einen Mann mit dem Vater zu entzweien und eine Tochter mit der Mutter und eine Schwiegertochter mit der Schwiegermutter;
10,35-36
Mi 7,6
36und zu Feinden werden dem Menschen die eigenen Hausgenossen.

37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.

10,37
19,29Lk 14,26
38Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und hinter mir hergeht, ist meiner nicht wert.
10,38
16,24
39Wer sein Leben findet, wird es verlieren; wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.
10,39
16,25

Vom Aufnehmen der Jünger

40Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

10,40
18,5
25,40
Mk 9,37
Lk 9,48
10,16
Joh 13,20
41Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten empfangen, und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten empfangen. 42Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher frischen Wassers reicht, weil er ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.
10,42
25,40
Mk 9,41

11

Die Frage des Täufers
11,1
Lk 7,18-23

111Und es geschah, als Jesus seinen zwölf Jüngern seine Anweisungen gegeben hatte, dass er von dort weiterzog, um in ihren Städten zu lehren und zu verkündigen.

2Als Johannes nun im Gefängnis von den Taten des Christus hörte, sandte er seine Jünger zu ihm

11,2
14,3-4
3und liess ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?
11,3
3,311
4Jesus antwortete ihnen: Geht und erzählt Johannes, was ihr hört und seht: 5Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt;
11,5
4,23-24
15,30-31
21,14
11,5
Jes 29,18
35,5-6
11,5
Jes 26,19
11,5
Jes 61,1
6und selig ist, wer an mir keinen Anstoss nimmt.
11,6
13,57
Joh 6,61

Das Urteil Jesu über den Täufer
11,7
Lk 7,24-35

7Als diese sich wieder auf den Weg machten, begann Jesus zu den Leuten über Johannes zu reden: Was habt ihr zu sehen gehofft, als ihr in die Wüste hinauszogt? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?

11,7
3,15
8Oder was habt ihr zu sehen gehofft, als ihr hinauszogt? Einen Menschen, der in feine Gewänder gehüllt ist? Die feine Gewänder tragen, die wohnen in Palästen.
11,8
3,4
9Oder was habt ihr zu sehen gehofft, als ihr hinauszogt? Einen Propheten? Ja, ich sage euch, mehr als einen Propheten habt ihr gesehen!
11,9
21,26
10Er ist es, von dem geschrieben steht:

Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,

der vor dir deinen Weg bereiten wird.

11,10
Mk 1,2
Ex 23,20
Mal 3,1
11,10
Lk 1,76

11Amen, ich sage euch: Unter denen, die von einer Frau geboren wurden, ist keiner aufgetreten, der grösser wäre als Johannes der Täufer. Doch noch der Geringste im Himmelreich ist grösser als er.

11,11
5,19
18,14
20,21-23
12Von den Tagen des Täufers Johannes bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan, und Gewalttätige reissen es an sich. 13Alle Propheten nämlich und das Gesetz und auch Johannes haben das geweissagt.
11,13
Lk 16,16
14Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist Elija, der kommen soll.
11,14
17,10-13
Mal 3,23
15Wer Ohren hat, der höre!
11,15
13,9

16Mit wem aber soll ich dieses Geschlecht vergleichen? Kindern ist es gleich, die auf dem Marktplatz sitzen und den andern 17zurufen:

Wir haben euch aufgespielt,

und ihr habt nicht getanzt,

wir haben Klagelieder gesungen,

und ihr habt nicht geklagt.

18Denn Johannes kam, ass nicht und trank nicht, und sie sagen: Er hat einen Dämon!

11,18
3,4
9,14
Lk 1,15
11,18
9,34
19Der Menschensohn kam, ass und trank, und sie sagen: Seht, ein Fresser und Säufer, ein Freund von Zöllnern und Sündern! Und doch wurde der Weisheit Recht gegeben durch das, was sie getan hat.
11,19
9,11

Wehruf über galiläische Städte
11,20
Lk 10,13-16

20Dann begann er die Städte anzuklagen, in denen die meisten seiner Wunder geschehen waren, denn sie hatten nicht Busse getan. 21Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Betsaida! Wären in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen, die bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Busse getan.

11,21
Joh 5,36
22Doch ich sage euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts besser ergehen als euch.
11,22
10,15
23Und du, Kafarnaum, willst du etwa in den Himmel erhoben werden? Bis ins Totenreich wirst du hinabfahren! Wären in Sodom die Wunder geschehen, die bei dir geschehen sind, so stünde es noch heute.
11,23
Jes 14,13-15
24Doch ich sage euch: Dem Land Sodom wird es am Tag des Gerichts besser ergehen als dir.
11,24
10,15

Der Lobpreis des Vaters
11,25
Lk 10,21-22

25In jenen Tagen ergriff Jesus das Wort und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Klugen verborgen, es Einfältigen aber offenbart hast.

11,25
21,16
11,25
Jes 29,14
1Kor 2,6-8
26Ja, Vater, so hat es dir gefallen. 27Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater, und niemand kennt den Sohn ausser der Vater, und niemand kennt den Vater ausser der Sohn und der, dem der Sohn es offenbaren will.
11,27
28,18
11,27
16,16
11,27
Joh 1,188,55

Das Bild vom Joch

28Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: Ich will euch erquicken. 29Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanft und demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.

11,29
21,5
11,29
Jer 6,16
30Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
11,30
23,4

12

Das Ährenraufen der Jünger am Sabbat
12,1
Mk 2,23-28
Lk 6,1-5

121In jenen Tagen ging Jesus am Sabbat durch die Kornfelder. Und seine Jünger waren hungrig und begannen, Ähren zu raufen und zu essen. 2Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist!

12,2
Ex 20,8-11
Dtn 5,12-15
3Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er hungrig war, er und seine Gefährten?
12,3
1Sam 21,1-7
4Wie er in das Haus Gottes hineinging, und wie sie die Schaubrote assen, die weder er noch seine Gefährten essen durften, sondern nur die Priester?
12,4
Lev 24,5-9
5Habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass die Priester im Tempel am Sabbat den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen?
12,5
Num 28,9-10
Joh 7,23
6Ich sage euch aber: Hier ist Grösseres als der Tempel!
12,6
11,9
12,4142
7Hättet ihr begriffen, was es heisst: Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer, so hättet ihr die Unschuldigen nicht verurteilt.
12,7
9,13
8Ja, der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.

Die Heilung eines behinderten Mannes am Sabbat
12,9
Mk 3,1-6
Lk 6,6-11

9Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge. 10Und da war einer mit einer verkümmerten Hand. Da fragten sie ihn, ob es am Sabbat erlaubt sei zu heilen, um ihn anklagen zu können. 11Er aber sagte zu ihnen: Wer unter euch, der ein einziges Schaf besitzt, würde es nicht, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, packen und herausziehen?

12,11
Lk 13,15
14,5
12Wie viel mehr wert ist doch ein Mensch als ein Schaf! Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun.
12,12
10,31
13Dann sagt er zu dem Menschen: Streck deine Hand aus! Und der streckte sie aus, und sie war wiederhergestellt, gesund wie die andere. 14Die Pharisäer aber gingen hinaus und fassten den Beschluss, ihn umzubringen.
12,14
Ex 31,14
Joh 5,18

Der Gottesknecht Jesus

15Als aber Jesus davon erfuhr, zog er sich von dort zurück. Und viele Leute folgten ihm, und er heilte sie alle. 16Und er gebot ihnen streng, ihn nicht offenbar zu machen;

12,16
8,4Mk 3,12
17so sollte in Erfüllung gehen, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist:

18Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe,

mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat.

Ich werde meinen Geist auf ihn legen,

und den Völkern wird er das Recht verkünden.

12,18-21
Jes 42,1-4
12,18
3,17

19Er wird nicht streiten und nicht schreien,

und auf den Gassen wird man seine Stimme nicht hören.

20Geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen

und glimmenden Docht nicht auslöschen,

bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat.

21Und auf seinen Namen werden die Völker hoffen.

Jesu Macht über die Dämonen
12,22
Mk 3,22-30
Lk 11,14-23

22Dann brachte man einen Besessenen zu ihm, der war blind und stumm. Und er heilte ihn, so dass der Stumme reden und sehen konnte.

12,22-24
9,32-34
23Und alle Leute waren fassungslos und sagten: Ist das etwa der Sohn Davids?
12,23
9,27
24Als die Pharisäer das hörten, sagten sie: Der treibt doch die Dämonen nur durch Beelzebul aus, den Fürsten der Dämonen!
12,24
9,34

25Weil er sie aber durchschaute, sagte er zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird verwüstet, und jede Stadt oder jede Familie, die in sich gespalten ist, hat keinen Bestand. 26Und wenn der Satan den Satan austreibt, ist er in sich gespalten. Wie kann dann sein Reich Bestand haben? 27Wenn nun ich durch Beelzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben dann eure Söhne und Töchter sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28Wenn ich jedoch durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, dann ist das Reich Gottes zu euch gelangt.

12,28
4,17

29Wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und seine Habe rauben, wenn er nicht zuvor den Starken gefesselt hat? Dann erst wird er sein Haus ausrauben. 30Wer nicht für mich ist, ist gegen mich, und wer nicht sammelt mit mir, der zerstreut.

12,30
Mk 9,40
Lk 9,50

31Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, die Lästerung des Geistes aber wird nicht vergeben werden. 32Wenn jemand etwas gegen den Menschensohn sagt, wird ihm vergeben werden, wenn aber jemand etwas gegen den heiligen Geist sagt, wird ihm nicht vergeben werden, weder in dieser noch in der kommenden Welt.

12,32
Lk 12,10

Das Bild vom Baum

33Entweder der Baum ist gut, dann ist auch seine Frucht gut! Oder der Baum ist faul, dann ist auch seine Frucht faul! Denn an der Frucht erkennt man den Baum.

12,33-35
Lk 6,43-45
12,33
7,16-17
34Schlangenbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, die ihr doch böse seid? Spricht doch der Mund nur aus, wovon das Herz überquillt. 35Der gute Mensch holt aus dem Schatz des Guten Gutes hervor, der böse Mensch holt aus dem Schatz des Bösen Böses hervor.

36Ich sage euch aber: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie Rechenschaft ablegen müssen am Tag des Gerichts.

12,36
1Petr 4,5
37Denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen werden, und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden.

Die Verweigerung eines Zeichens
12,38
16,1-4
Mk 8,11-13
Lk 11,29-32

38Da wandten sich einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern an ihn: Meister, wir wollen von dir ein Zeichen sehen!

12,38
27,42-43
Lk 23,8
Joh 4,481Kor 1,22-24
39Er aber entgegnete ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen, und ihm wird kein Zeichen gegeben werden ausser dem Zeichen des Propheten Jona.
12,39
16,4
40Denn wie Jona im Bauch des Fisches war, drei Tage und drei Nächte, so wird der Menschensohn im Schoss der Erde sein, drei Tage und drei Nächte.
12,40
Jona 2,1
12,40
16,21
41Die Männer Ninives werden im Gericht aufstehen gegen dieses Geschlecht und es verurteilen, denn sie sind auf die Predigt des Jona hin umgekehrt. Und hier: Hier ist mehr als Jona!
12,41
Jona 3,5
12,41
12,6
42Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und es verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um Salomos Weisheit zu hören. Und hier: Hier ist mehr als Salomo!
12,42
1Kön 10,1-9

Von der Rückkehr der unreinen Geister
12,43
Lk 11,24-26

43Wenn aber der unreine Geist aus dem Menschen ausfährt, streift er durch wasserlose Gegenden, sucht Ruhe und findet sie nicht. 44Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, wo ich herkomme. Und wenn er es betritt, findet er es leer, gefegt und geschmückt. 45Dann geht er und holt sieben weitere Geister, die schlimmer sind als er; und sie ziehen ein und lassen sich dort nieder. Und es steht um jenen Menschen am Ende schlimmer als zuvor. So wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen.

12,45
2Petr 2,20

Die wahren Verwandten Jesu
12,46
Mk 3,31-35
Lk 8,19-21

46Während er noch mit den Leuten redete, da standen seine Mutter und seine Geschwister draussen und wollten mit ihm reden. 47Da sagte jemand zu ihm: Schau, deine Mutter und deine Geschwister stehen draussen und wollen mit dir reden.12,47 Dieser Vers fehlt in einigen der wichtigsten Handschriften. 48Er aber entgegnete dem, der ihm das gesagt hatte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Geschwister? 49Und er wies mit der Hand auf seine Jünger und sprach: Das hier ist meine Mutter, und das sind meine Brüder und Schwestern! 50Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

12,50
7,21