Zürcher Bibel (ZB)
5

Die Berufung des Petrus

51Es geschah aber, während das Volk sich um ihn drängte und das Wort Gottes hörte und er am See Gennesaret stand,

5,1-3
Mt 13,1-3Mk 4,1-2
2dass er zwei Boote am Ufer liegen sah. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen die Netze. 3Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

4Als er aufgehört hatte zu reden, sagte er zu Simon: Fahr hinaus ins Tiefe, und werft eure Netze zum Fang aus!

5,4-11
Mt 4,18-22
Mk 1,16-20
Joh 21,1-11
5Und Simon entgegnete: Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. 6Das taten sie und fingen eine grosse Menge Fische, ihre Netze aber drohten zu reissen. 7Da winkten sie den Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und mit ihnen Hand anlegen. Die kamen, und sie machten beide Boote so voll, dass sie beinahe versanken. 8Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füssen und sagte: Geh weg von mir, Herr, denn ich bin ein sündiger Mensch.
5,8
18,13
19,7
9Denn er und alle mit ihm erschraken über den Fang, den sie getan hatten; 10so auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen.
5,10
Mt 4,19
Mk 1,17
11Und sie brachten die Boote an Land, liessen alles zurück und folgten ihm.
5,11
5,28
9,59-62
14,2633
18,2228-30

Die Heilung eines Aussätzigen
5,12
Mt 8,1-4
Mk 1,40-45

12Und es geschah, als er in einer der Städte war, dass auf einmal ein Mann erschien, der über und über von Aussatz befallen war. Als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht nieder und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. 13Und der streckte die Hand aus, berührte ihn und sprach: Ich will es, sei rein! Und sofort wich der Aussatz von ihm. 14Und er befahl ihm: Sag niemandem etwas, sondern geh, zeig dich dem Priester, und bring für deine Reinigung ein Opfer dar, wie Mose es angeordnet hat - es soll ihnen ein Beweis sein.

5,14
4,41
8,56
9,21
5,14
17,14
Lev 14,2-32
15Die Kunde von ihm aber breitete sich immer weiter aus, und viel Volk strömte zusammen, um ihn zu hören und von Krankheiten geheilt zu werden.
5,15
4,14
16Er aber zog sich immer wieder in einsame Gegenden zurück und betete.

Die Heilung eines Gelähmten
5,17
Mt 9,1-8
Mk 2,1-12

17Und es geschah an einem der Tage, als er im Beisein von Pharisäern und Schriftgelehrten, die aus allen Dörfern Galiläas und aus Judäa und aus Jerusalem gekommen waren, lehrte und die Kraft des Herrn bewirkte, dass er heilen konnte,

5,17
4,146,17
5,17
6,19
18dass Männer auf einem Bett einen Menschen brachten, der gelähmt war. Sie versuchten, ihn ins Haus zu bringen und ihn vor ihn hinzulegen, 19und da sie wegen des Gedränges keine Möglichkeit fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und liessen ihn mitsamt dem Bett durch die Ziegel hinab mitten vor Jesus hin. 20Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, dir sind deine Sünden vergeben.
5,20
7,48

21Und die Schriftgelehrten und Pharisäer begannen sich Gedanken zu machen und sagten: Wer ist das, der so gotteslästerlich redet? Wer kann Sünden vergeben ausser Gott?

5,21
7,49
Jes 43,25
22Jesus aber durchschaute sie und antwortete ihnen: Was für Gedanken macht ihr euch da? 23Was ist leichter? Zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und zeig, dass du gehen kannst? 24Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause!
5,24
Joh 5,8
25Und der stand auf der Stelle auf, vor ihren Augen, nahm sein Lager, ging nach Hause und pries Gott.
5,25
Joh 5,9
26Und Entsetzen ergriff alle, und sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Unglaubliches haben wir heute gesehen.
5,26
1,65
5,26
2,20

Die Berufung eines Zöllners
5,27
Mt 9,9-13
Mk 2,13-17

27Danach ging er hinaus und sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir! 28Und der liess alles zurück, stand auf und folgte ihm.

5,28
5,11

29Und Levi gab ein grosses Gastmahl für ihn in seinem Haus. Und eine grosse Schar von Zöllnern und anderen Leuten war da, die mit ihnen bei Tisch sassen.

5,29
19,6
5,29
15,1
30Da murrten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten und sagten zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern?
5,30
7,34
15,2
19,7
31Und Jesus entgegnete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 32Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Umkehr.
5,32
15,710
5,32
15,2432
19,10

Zur Frage nach dem Fasten
5,33
Mt 9,14-17
Mk 2,18-22

33Sie aber sagten zu ihm: Die Jünger des Johannes fasten oft und beten viel, ebenso auch die der Pharisäer, deine aber essen und trinken.

5,33
7,33
5,33
18,12
5,33
7,34
34Jesus antwortete ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste zum Fasten anhalten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? 35Es werden aber Tage kommen, da ihnen der Bräutigam entrissen wird; dann werden sie fasten, in jenen Tagen.
5,35
17,22

36Er gab ihnen auch ein Gleichnis: Niemand schneidet einen Flicken von einem neuen Mantel ab und setzt ihn auf einen alten Mantel, sonst ist der neue zerschnitten, und zum alten passt das Stück vom neuen nicht. 37Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreisst der neue Wein die Schläuche und läuft aus, und die Schläuche sind hin. 38Nein, neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen! 39Und niemand, der alten trinkt, will neuen, denn er sagt: Der alte ist gut.

6

Das Ährenraufen der Jünger am Sabbat
6,1
Mt 12,1-8
Mk 2,23-28

61Es geschah nun an einem Sabbat, dass er durch die Kornfelder ging, und seine Jünger rissen Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und assen sie. 2Einige von den Pharisäern aber sagten: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?

6,2
Ex 20,8-11
Dtn 5,12-15
3Und Jesus antwortete ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er hungrig war, er und seine Gefährten? 4Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und ass und seinen Gefährten davon gab, die Brote, die niemand essen darf ausser die Priester?
6,4
1Sam 21,1-7
6,4
Lev 24,5-9
5Und er sagte zu ihnen: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.

Die Heilung eines behinderten Mannes am Sabbat
6,6
13,10-17
14,1-6
Mt 12,9-14
Mk 3,1-6

6Es geschah an einem anderen Sabbat, dass er in die Synagoge ging und lehrte. Und dort war einer, dessen rechte Hand lahm war. 7Die Schriftgelehrten und Pharisäer aber beobachteten ihn genau, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie einen Grund fänden, ihn anzuklagen.

6,7
Ex 20,8-11
Dtn 5,12-15
8Er kannte ihre Gedanken, sagte aber zu dem Mann mit der lahmen Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und der stand auf und stellte sich hin. 9Jesus aber sagte zu ihnen: Ich frage euch, ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu vernichten? 10Und er schaute alle an, einen nach dem andern, und sagte zu ihm: Streck deine Hand aus! Und der tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 11Sie aber in ihrem Unverstand beredeten miteinander, was sie Jesus antun könnten.
6,11
4,28

Die Berufung der Zwölf
6,12
Mt 10,2-4
Mk 3,13-19
Apg 1,13

12Es geschah in diesen Tagen, dass er wegging auf den Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger herbei und wählte zwölf von ihnen aus, die er auch Apostel nannte: 14Simon, den er auch Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, und Jakobus und Johannes und Philippus und Bartolomäus 15und Matthäus und Thomas und Jakobus, den Sohn des Alfäus, und Simon, den man den Zeloten hiess, 16und Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.

6,16
22,4

Zustrom von weit her
6,17
Mt 4,24-25
Mk 3,7-12

17Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf ein ebenes Feld. Und eine grosse Schar seiner Jünger und eine grosse Menschenmenge aus ganz Judäa und Jerusalem und aus dem Küstenland von Tyrus und Sidon war da.

6,17
5,17
18Die waren gekommen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden; auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. 19Und alles Volk wollte ihn berühren, denn eine Kraft ging von ihm aus, die alle heilte.
6,19
5,17
8,46
Mk 5,30

Seligpreisungen
6,20
Mt 5,1-12

20Und er richtete die Augen auf seine Jünger und sprach:

Selig ihr Armen -

euch gehört das Reich Gottes.

6,20
4,18
Jes 61,1
Jak 2,5

21Selig, die ihr jetzt hungert -

ihr werdet gesättigt werden.

Selig, die ihr jetzt weint -

ihr werdet lachen.

6,21
Jes 61,2

22Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausschliessen, beschimpfen und euren Namen in den Dreck ziehen um des Menschensohnes willen.

6,22
21,17
Joh 15,18-19
1Petr 4,14

23Freut euch an jenem Tag und tanzt! Denn seid gewiss, euer Lohn im Himmel ist gross. Denn so haben es ihre Väter den Propheten gemacht.

6,23
11,471Petr 4,13

Wehrufe

24Doch wehe euch, ihr Reichen -

ihr habt euren Trost schon empfangen.

6,24
16,25
Jak 5,1
6,24
18,2425

25Wehe euch, die ihr jetzt satt seid -

ihr werdet hungern.

Wehe euch, die ihr jetzt lacht -

ihr werdet trauern und weinen.

26Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden,

denn so haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

6,26
Jer 5,31

Von Feindesliebe, Gewaltlosigkeit, Freigiebigkeit und Zurückhaltung im Urteil
6,27
Mt 5,38-4243-48
7,1-5

27Euch aber, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde! Tut wohl denen, die euch hassen!

6,27
6,35
28Segnet, die euch verfluchen! Betet für die, die euch misshandeln!
6,28
Röm 12,14
1Kor 4,12
1Petr 3,9

29Wer dich auf die eine Backe schlägt, dem halte auch die andere hin; und wer dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch das Gewand nicht.

6,29
Jes 50,6
Klgl 3,30
30Gib jedem, der dich bittet; und wenn einer dir etwas nimmt, dann fordere es nicht zurück.

31Und wie ihr wollt, dass die Leute mit euch umgehen, so geht auch mit ihnen um.

6,31
Mt 7,12

32Wenn ihr die liebt, die euch lieben, was für ein Dank steht euch dann zu? Auch die Sünder lieben ja die, von denen sie geliebt werden. 33Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für ein Dank steht euch dann zu? Dasselbe tun auch die Sünder. 34Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zu erhalten hofft, was für ein Dank steht euch dann zu? Auch Sünder leihen Sündern, um ebenso viel zurückzuerhalten.

6,34
14,12
Lev 25,35-36
35Vielmehr: Liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, wo ihr nichts zurückerhofft. Dann wird euer Lohn gross sein, und ihr werdet Söhne und Töchter des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
6,35
6,27

36Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist!

37Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet. Verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt. Lasst frei, und ihr werdet freigelassen werden! 38Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, festgedrücktes, gerütteltes und übervolles Mass wird man euch in den Schoss schütten. Denn mit dem Mass, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden.

6,38
Mk 4,24

39Er gab ihnen auch ein Gleichnis: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden sie nicht beide in die Grube fallen?

6,39
Mt 15,14
40Kein Jünger steht über dem Meister. Jeder aber wird, wenn er ausgebildet ist, sein wie sein Meister.
6,40
Mt 10,24
6,40
Mt 10,25

41Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken im eigenen Auge aber nimmst du nicht wahr? 42Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, komm, ich will den Splitter in deinem Auge herausziehen, während du den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann wirst du klar genug sehen, um den Splitter im Auge deines Bruders herauszuziehen.

Das Bild vom Baum und den Früchten
6,43
Mt 7,15-23
12,33-35

43Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, und wiederum keinen faulen Baum, der gute Frucht bringt. 44Denn jeden Baum erkennt man an seiner Frucht. Von Dornen erntet man ja keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben. 45Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor. Spricht doch der Mund nur aus, wovon das Herz überquillt.

46Was nennt ihr mich Herr, Herr! und tut nicht, was ich sage?

6,46
Mt 7,21

Das Bild vom Hausbau
6,47
Mt 7,24-27

47Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt - ich will euch zeigen, wem er gleich ist.

6,47
8,21
48Er ist einem Menschen gleich, der, als er ein Haus baute, tief aushob und das Fundament auf Fels legte. Als dann Hochwasser kam, riss die Flut an jenem Haus, und sie vermochte es nicht zu erschüttern, weil es gut gebaut war. 49Wer sie aber hört und nicht danach handelt, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf den Erdboden baute, ohne Fundament. Als dann die Flut daran riss, stürzte es sogleich ein; und der Einsturz jenes Hauses war gross.

7

Der Hauptmann von Kafarnaum
7,1
Mt 8,5-13
Joh 4,43-54

71Nachdem er zu Ende war mit allem, was er vor den Ohren des Volkes sagen wollte, ging er nach Kafarnaum.

7,1
Mt 7,28

2Der Knecht eines Hauptmanns aber, den dieser sehr schätzte, war auf den Tod krank. 3Als der nun von Jesus hörte, sandte er Älteste der jüdischen Gemeinde zu ihm und liess ihn bitten, er möge kommen und seinen Knecht retten. 4Als diese zu Jesus kamen, baten sie ihn inständig und sagten: Er ist es wert, dass du ihm dies gewährst, 5denn er liebt unser Volk, und er hat uns die Synagoge gebaut.

7,5
Apg 10,2
6Da machte sich Jesus mit ihnen auf den Weg.

Als er aber nicht mehr weit entfernt von dem Haus war, schickte der Hauptmann Freunde und liess ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht, denn es steht mir nicht zu, dich in mein Haus zu bitten.

7,6
8,49
7Darum habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Aber sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund. 8Ich bin nämlich auch einer, für den Befehle gelten, und habe Soldaten unter mir. Sage ich zu einem: Geh, so geht er; sage ich zu einem anderen: Komm, so kommt er; und sage ich zu meinem Knecht: Tu das, so tut er es. 9Als Jesus das hörte, wunderte er sich über ihn, und zum Volk gewandt, das ihm folgte, sprach er: Ich sage euch: In Israel habe ich keinen solchen Glauben gefunden!
7,9
8,25
18,8
7,9
7,50
10Und als die Boten ins Haus zurückkehrten, fanden sie den Knecht gesund.

Die Auferweckung eines jungen Mannes in Nain

11Und danach geschah es, dass er in eine Stadt mit Namen Nain zog; und seine Jünger und viel Volk zogen mit ihm. 12Als er sich dem Stadttor näherte, da wurde gerade ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und die war Witwe. Und eine stattliche Zahl von Leuten aus der Stadt war bei ihr.

7,12
8,42
13Und als der Herr sie sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht!
7,13
10,33
15,20
7,13
8,52
14Und er trat zur Bahre und fasste ihn an. Da blieben die Träger stehen, und er sprach: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf!
7,14
8,54
Mk 5,41
9,27
Apg 9,40
15Und der Tote richtete sich auf und begann zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter wieder.
7,15
9,42
1Kön 17,23
16Furcht ergriff alle, und sie priesen Gott und sagten: Ein grosser Prophet ist erweckt worden unter uns, und: Gott hat sich seines Volkes angenommen.
7,16
1,65
7,16
7,39
24,19
Mt 21,11
7,16
1,76
7,16
1,68
17Und die Kunde von ihm verbreitete sich in ganz Judäa und in der ganzen Umgebung.
7,17
4,14

Die Frage des Täufers
7,18
Mt 11,2-6

18Von all dem berichteten die Jünger des Johannes ihrem Meister. Da rief Johannes zwei seiner Jünger herbei und 19sandte sie zum Herrn mit der Frage: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?

7,19
3,16
Mal 3,1
20Als nun die Männer zu ihm kamen, sagten sie: Johannes der Täufer schickt uns zu dir und lässt fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? 21In eben jener Stunde heilte er viele von Krankheiten, Plagen und von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht. 22Und er antwortete ihnen: Geht und erzählt dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, und Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium verkündigt;
7,22
4,18-19
10,23
7,22
Jes 29,18
35,5-6
7,22
Jes 26,19
7,22
Jes 61,1
23und selig ist, wer an mir keinen Anstoss nimmt.
7,23
Mt 13,57
Mk 6,3
Joh 6,61

Das Urteil Jesu über den Täufer
7,24
Mt 11,7-19

24Als dann die Boten des Johannes gegangen waren, begann er zu den Leuten über Johannes zu reden: Was habt ihr zu sehen gehofft, als ihr in die Wüste hinauszogt? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? 25Oder was habt ihr zu sehen gehofft, als ihr hinauszogt? Einen Menschen, der in feine Gewänder gehüllt ist? Die im Prachtgewand und in Üppigkeit leben, die wohnen in Palästen.

7,25
Mt 3,4
Mk 1,6
26Oder was habt ihr zu sehen gehofft, als ihr hinauszogt? Einen Propheten? Ja, sage ich euch: Weit mehr als einen Propheten habt ihr gesehen!
7,26
1,76
27Er ist es, von dem geschrieben steht:

Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,

der vor dir deinen Weg bereiten wird.

7,27
1,76
Ex 23,20
Mal 3,1
Mk 1,2

28Ich sage euch: Grösser als Johannes ist keiner unter denen, die von einer Frau geboren wurden. Doch noch der Geringste im Reich Gottes ist grösser als er.

7,28
1,15
29Und das ganze Volk, das zuhörte, selbst die Zöllner, haben Gott Recht gegeben, indem sie sich taufen liessen mit der Taufe des Johannes.
7,29
3,12
30Die Pharisäer aber und die Gesetzeslehrer haben zu ihrem eigenen Schaden den Ratschluss Gottes verworfen, indem sie sich nicht von ihm taufen liessen.
7,30
Röm 10,3

31Mit wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, wem sind sie gleich? 32Kindern sind sie gleich, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen und sagen:

Wir haben euch aufgespielt,

und ihr habt nicht getanzt,

wir haben Klagelieder gesungen,

und ihr habt nicht geweint.

33Denn Johannes der Täufer ist gekommen, ass kein Brot und trank keinen Wein, und ihr sagt: Er hat einen Dämon.

7,33
1,15
5,33
7,33
Joh 7,20
34Der Menschensohn ist gekommen, ass und trank, und ihr sagt: Seht, ein Fresser und Säufer, ein Freund von Zöllnern und Sündern.
7,34
5,30
35Doch der Weisheit wurde Recht gegeben durch alle ihre Kinder.

Die Salbung durch eine Sünderin
7,36
Mt 26,6-13
Mk 14,3-9
Joh 11,55-12,11

36Einer der Pharisäer aber bat ihn, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch.

7,36
11,37
14,1
37Und da war eine Frau, die galt in der Stadt als Sünderin. Als sie erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch sass, brachte sie ein Alabastergefäss voll Balsam. 38Und sie kam von hinten, beugte sich über seine Füsse, weinte und begann mit ihren Tränen seine Füsse zu benetzen. Und sie trocknete sie mit ihrem Haar, küsste seine Füsse und salbte sie mit dem Balsam.

39Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sagte er sich: Wäre dieser ein Prophet, so wüsste er, wer das ist, was für eine Frau ihn da berührt, nämlich eine Sünderin.

7,39
7,16Joh 4,19
40Und Jesus antwortete ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er erwidert: Meister, sprich! 41Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine schuldete ihm fünfhundert Denar, der andere fünfzig. 42Da beide es nicht zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher von ihnen wird ihn nun mehr lieben?
7,42
Mt 18,27
43Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr geschenkt hat. Da sagte er zu ihm: Du hast Recht. 44Und indem er sich zur Frau umwandte, sagte er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen: Wasser für die Füsse hast du mir nicht gegeben, sie aber hat meine Füsse mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet.
7,44
1Sam 25,41
Joh 13,5
1Tim 5,10
45Einen Kuss hast du mir nicht gegeben, sie aber hat, seit sie hereingekommen ist, nicht aufgehört, meine Füsse zu küssen. 46Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt, sie aber hat mit Balsam meine Füsse gesalbt. 47Darum sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48Zu ihr aber sagte er: Dir sind die Sünden vergeben.
7,48
5,20
49Da begannen die Gäste untereinander zu sagen: Wer ist dieser, dass er sogar Sünden vergibt?
7,49
5,21
50Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!
7,50
8,48
17,19
18,42
Apg 16,31
Röm 10,9
7,50
8,12
7,50
7,9

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