Zürcher Bibel (ZB)
3

Das Auftreten des Täufers und seine Gefangennahme
3,1
Mt 3,3-12
Mk 1,2-8
Joh 1,19-2325-27

31Im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius - als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und der Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene, 2unter dem Hohen Priester Hannas und Kajafas - erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste.

3,2
1,80

3Und er zog durch die ganze Gegend am Jordan und verkündigte eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden,

3,3
1,77
Apg 13,24
19,4
4wie es geschrieben steht im Buch der Worte des Propheten Jesaja:

Stimme eines Rufers in der Wüste:

Bereitet den Weg des Herrn,

macht gerade seine Strassen.

3,4-6
Jes 40,3-5

5Jede Schlucht soll aufgefüllt

und jeder Berg und jeder Hügel soll eingeebnet werden;

und was krumm ist, soll gerade werden,

und was uneben, zu ebenen Wegen werden.

6Und schauen wird alles Fleisch Gottes Heil.

3,6
2,30

7Und er sagte zu denen, die in Scharen hinauszogen, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer machte euch glauben, dass ihr dem kommenden Zorn entgehen werdet? 8Bringt also Früchte, die der Umkehr entsprechen! Und fangt nicht an, euch zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken.

3,8
16,24
Joh 8,3339
3,8
19,9
3,8
Röm 4,11-12
Gal 3,7
9Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt: Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird gefällt und ins Feuer geworfen.
3,9
13,6-9
Mt 7,19

10Und die Leute fragten ihn: Was also sollen wir tun? 11Er antwortete ihnen: Wer zwei Hemden hat, teile mit dem, der keines hat, und wer zu essen hat, tue desgleichen. 12Es kamen aber auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sagten zu ihm: Meister, was sollen wir tun?

3,12
7,29
Mt 21,31-32
13Er sagte ihnen: Treibt nicht mehr ein, als euch vorgeschrieben ist!
3,13
19,8
14Und es fragten ihn auch Soldaten: Was sollen wir denn tun? Und ihnen sagte er: Misshandelt niemanden, erpresst niemanden und begnügt euch mit eurem Sold.

15Da nun das Volk voller Erwartung war und alle sich über Johannes Gedanken machten, ob er am Ende gar der Messias sei, 16wandte sich Johannes an alle: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich; mir steht es nicht zu, ihm die Schuhriemen zu lösen. Er wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen.

3,16
7,19
3,16
Joh 1,33
Apg 13,25
3,16
Apg 1,5
19,4
17In seiner Hand ist die Wurfschaufel; er wird seine Tenne säubern und den Weizen in seine Scheune einbringen, die Spreu aber wird er verbrennen in einem Feuer, das nie erlischt.

18Mit diesen und andern Mahnungen verkündigte er dem Volk das Evangelium.

19Herodes aber, der Tetrarch, den er zurechtgewiesen hatte wegen der Sache mit Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen aller Schandtaten, die er, Herodes, begangen hatte,

3,19-20
Mt 14,3-4
Mk 6,17-18
20fügte dem allem noch dies hinzu: Er liess Johannes ins Gefängnis werfen.

Die Taufe Jesu
3,21
Mt 3,13-17
Mk 1,9-11
Joh 1,29-34

21Es geschah aber, als das ganze Volk sich taufen liess und auch Jesus getauft wurde und betete, dass der Himmel sich auftat und der heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herabschwebte und eine Stimme aus dem Himmel kam: 22Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

3,22
1,35
9,35
22,70
Ps 2,7
Jes 42,1
3,22
4,39
3,22
4,34

Der Stammbaum Jesu
3,23
Mt 1,1-17

23Und er, Jesus, war etwa dreissig Jahre alt, als er zu wirken begann. Er war, wie man annahm, ein Sohn des Josef, der war Sohn des Eli,

3,23
4,22
24der war Sohn des Mattat, der war Sohn des Levi, der war Sohn des Melchi, der war Sohn des Jannai, der war Sohn des Josef, 25der war Sohn des Mattatias, der war Sohn des Amos, der war Sohn des Nahum, der war Sohn des Hesli, der war Sohn des Naggai, 26der war Sohn des Maat, der war Sohn des Mattatias, der war Sohn des Semein, der war Sohn des Josech, der war Sohn des Joda, 27der war Sohn des Johanan, der war Sohn des Resa, der war Sohn des Serubbabel, der war Sohn des Schealtiel, der war Sohn des Neri,
3,27
Esra 3,2
5,2
28der war Sohn des Melchi, der war Sohn des Addi, der war Sohn des Kosam, der war Sohn des Elmadam, der war Sohn des Er, 29der war Sohn des Jesus, der war Sohn des Elieser, der war Sohn des Jorim, der war Sohn des Mattat, der war Sohn des Levi, 30der war Sohn des Simeon, der war Sohn des Juda, der war Sohn des Josef, der war Sohn des Jonam, der war Sohn des Eljakim, 31der war Sohn des Melea, der war Sohn des Menna, der war Sohn des Mattata, der war Sohn des Natam, der war Sohn des David,
3,31
1,272Sam 5,14
1Chr 3,5
32der war Sohn des Isai, der war Sohn des Obed, der war Sohn des Boas, der war Sohn des Salmon, der war Sohn des Nachschon,
3,32
1Sam 16,113
1Chr 2,11-15
Rut 4,20-22
33der war Sohn des Amminadab, der war Sohn des Admin, der war Sohn des Arni, der war Sohn des Hezron, der war Sohn des Perez, der war Sohn des Juda,
3,33
Rut 4,18-20
1Chr 2,4-59-10
34der war Sohn des Jakob, der war Sohn des Isaak, der war Sohn des Abraham, der war Sohn des Terach, der war Sohn des Nahor,
3,34
Gen 29,35
25,26
21,3
11,26
11,24
35der war Sohn des Serug, der war Sohn des Regu, der war Sohn des Peleg, der war Sohn des Eber, der war Sohn des Schelach,
3,35
Gen 11,14-23
36der war Sohn des Kainam, der war Sohn des Arpachschad, der war Sohn des Sem, der war Sohn des Noah, der war Sohn des Lamech,
3,36
Gen 5,28-32
11,10-13
37der war Sohn des Metuschelach, der war Sohn des Henoch, der war Sohn des Jered, der war Sohn des Mahalalel, der war Sohn des Kenan,
3,37
Gen 5,12-27
38der war Sohn des Enosch, der war Sohn des Schet, der war Sohn des Adam - der war Sohn Gottes.
3,38
Gen 5,1-11

4

Die Versuchung Jesu
4,1
Mt 4,1-11
Mk 1,12-13

41Jesus kehrte nun, erfüllt von heiligem Geist, vom Jordan zurück und wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt,

4,1
3,21-22
2wo er vierzig Tage lang vom Teufel versucht wurde. Und er ass nichts in jenen Tagen, und als sie vorüber waren, hungerte ihn. 3Der Teufel aber sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, dann sag diesem Stein, er solle zu Brot werden.
4,3
3,22
4Und Jesus entgegnete ihm: Es steht geschrieben: Nicht vom Brot allein lebt der Mensch.
4,4
Dtn 8,3

5Und er führte ihn hinauf und zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Königreiche der Welt. 6Und der Teufel sagte zu ihm: Dir werde ich diese ganze Macht und Herrlichkeit geben, denn mir ist sie übergeben, und ich gebe sie, wem ich will.

4,6
Ps 2,8
7Wenn du niederkniest vor mir, wird sie ganz dein sein. 8Und Jesus entgegnete ihm: Es steht geschrieben: Zum Herrn, deinem Gott, sollst du beten und ihm allein dienen.
4,8
Dtn 6,13
10,20

9Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürze dich von hier hinab.

4,9
3,22
10Denn es steht geschrieben:

Seine Engel ruft er für dich herbei,

dich zu behüten,

4,10
Ps 91,11

11und:

Auf Händen werden sie dich tragen,

damit du deinen Fuss nicht an einen Stein stösst.

4,11
Ps 91,12

12Und Jesus entgegnete ihm: Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.

4,12
Dtn 6,16

13Und als der Teufel alle Versuchungen zu Ende gebracht hatte, liess er von ihm ab bis zu gelegener Zeit.

4,13
22,3

Zustimmung in Galiläa. Ablehnung in Nazaret
4,14
Mt 4,12-17
13,53-58
Mk 1,14-15
6,1-6

14Jesus aber kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Umgebung.

4,14
4,37
5,1517
7,17
15Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen.

16Und er kam nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie er es gewohnt war, am Sabbat in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.

4,16
2,39-4052
17Und man reichte ihm das Buch des Propheten Jesaja. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht:

18Der Geist des Herrn ruht auf mir,

weil er mich gesalbt hat,

Armen das Evangelium zu verkündigen.

Er hat mich gesandt,

Gefangenen Freiheit

und Blinden das Augenlicht zu verkündigen,

Geknechtete in die Freiheit zu entlassen,

4,18-19
7,22
Jes 58,6
61,1-2

19zu verkünden ein Gnadenjahr des Herrn.

20Und er tat das Buch zu, gab es dem Diener zurück und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21Da begann er, zu ihnen zu sprechen: Heute ist dieses Schriftwort erfüllt - ihr habt es gehört. 22Und alle stimmten ihm zu und staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs?

4,22
3,23
Joh 6,42

23Und er sagte zu ihnen: Gewiss werdet ihr mir jetzt das Sprichwort entgegenhalten: Arzt, heile dich selbst! Wir haben gehört, was in Kafarnaum geschehen ist. Tu solches auch hier in deiner Vaterstadt!

4,23
23,3537
24Er sprach aber: Amen, ich sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seiner Vaterstadt.
4,24
Joh 4,44
25Es entspricht der Wahrheit, wenn ich euch sage: Es gab viele Witwen in Israel in den Tagen Elijas, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine grosse Hungersnot über das ganze Land kam, doch
4,25
1Kön 17,1
18,1
Jak 5,17
26zu keiner von ihnen wurde Elija geschickt, sondern zu einer Witwe nach Zarefat bei Sidon.
4,26
1Kön 17,9
27Und es gab viele Aussätzige in Israel zur Zeit des Propheten Elischa, doch keiner von ihnen wurde rein, sondern Naaman, der Syrer.
4,27
2Kön 5,14
28Da gerieten alle in der Synagoge in Wut, als sie das hörten.
4,28
6,11

29Und sie standen auf und trieben ihn aus der Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Felsens, auf den ihre Stadt gebaut war, um ihn hinunterzustossen. 30Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging seines Weges.

Die Heilung eines Besessenen
4,31
Mk 1,21-28

31Und er ging hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa. Und dort lehrte er sie am Sabbat. 32Und sie waren überwältigt von seiner Lehre, denn sein Wort erging in Vollmacht.

4,32
2,47
9,43

33Nun war in der Synagoge ein Mann, der den Geist eines unreinen Dämons hatte. Der schrie mit lauter Stimme: 34He, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazaret! Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiss, wer du bist: der Heilige Gottes!

4,34
4,41
8,28
4,34
3,22
35Doch Jesus schrie ihn an und sprach: Verstumme und fahr aus! Und der Dämon riss ihn in die Mitte und fuhr aus, ohne ihm Schaden zuzufügen. 36Und Schrecken überkam alle, und einer sagte zum anderen: Wie kann der so reden? In Vollmacht und Kraft gebietet er den unreinen Geistern, und sie fahren aus. 37Und die Kunde von ihm drang in jeden Ort der Umgebung.
4,37
4,14

Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus
4,38
Mt 8,14-15
Mk 1,29-31

38Er nun stand auf, verliess die Synagoge und trat in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon aber war von hohem Fieber befallen, und sie wandten sich ihretwegen an ihn. 39Und er trat zu ihr, beugte sich über sie, schrie das Fieber an, und es wich von ihr. Und auf der Stelle stand sie auf und bewirtete sie.

Weitere Heilungen
4,40
Mt 8,16-17
Mk 1,32-34

40Als die Sonne unterging, brachten sie alle ihre Kranken, die an Krankheiten aller Art litten, zu ihm. Und er legte jedem einzelnen von ihnen die Hände auf und heilte sie. 41Bei vielen fuhren auch Dämonen aus, die schrien: Du bist der Sohn Gottes! Doch er schrie sie an und liess sie nicht reden, weil sie wussten, dass er der Gesalbte war.

4,41
4,34
4,41
5,14
4,41
9,20

Aufbruch aus Kafarnaum
4,42
Mk 1,35-39

42Als es aber Tag wurde, ging er weg an einen einsamen Ort; doch die Leute suchten ihn, bis sie ihn fanden, und wollten ihn zurückhalten, damit er nicht von ihnen wegginge. 43Er aber sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich gesandt worden.

4,43
8,1
9,6
Mt 4,23

44Und er verkündigte in den Synagogen Judäas.

4,44
Mt 4,23
9,35
4,44
23,5

5

Die Berufung des Petrus

51Es geschah aber, während das Volk sich um ihn drängte und das Wort Gottes hörte und er am See Gennesaret stand,

5,1-3
Mt 13,1-3Mk 4,1-2
2dass er zwei Boote am Ufer liegen sah. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen die Netze. 3Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

4Als er aufgehört hatte zu reden, sagte er zu Simon: Fahr hinaus ins Tiefe, und werft eure Netze zum Fang aus!

5,4-11
Mt 4,18-22
Mk 1,16-20
Joh 21,1-11
5Und Simon entgegnete: Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. 6Das taten sie und fingen eine grosse Menge Fische, ihre Netze aber drohten zu reissen. 7Da winkten sie den Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und mit ihnen Hand anlegen. Die kamen, und sie machten beide Boote so voll, dass sie beinahe versanken. 8Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füssen und sagte: Geh weg von mir, Herr, denn ich bin ein sündiger Mensch.
5,8
18,13
19,7
9Denn er und alle mit ihm erschraken über den Fang, den sie getan hatten; 10so auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen.
5,10
Mt 4,19
Mk 1,17
11Und sie brachten die Boote an Land, liessen alles zurück und folgten ihm.
5,11
5,28
9,59-62
14,2633
18,2228-30

Die Heilung eines Aussätzigen
5,12
Mt 8,1-4
Mk 1,40-45

12Und es geschah, als er in einer der Städte war, dass auf einmal ein Mann erschien, der über und über von Aussatz befallen war. Als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht nieder und bat ihn: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. 13Und der streckte die Hand aus, berührte ihn und sprach: Ich will es, sei rein! Und sofort wich der Aussatz von ihm. 14Und er befahl ihm: Sag niemandem etwas, sondern geh, zeig dich dem Priester, und bring für deine Reinigung ein Opfer dar, wie Mose es angeordnet hat - es soll ihnen ein Beweis sein.

5,14
4,41
8,56
9,21
5,14
17,14
Lev 14,2-32
15Die Kunde von ihm aber breitete sich immer weiter aus, und viel Volk strömte zusammen, um ihn zu hören und von Krankheiten geheilt zu werden.
5,15
4,14
16Er aber zog sich immer wieder in einsame Gegenden zurück und betete.

Die Heilung eines Gelähmten
5,17
Mt 9,1-8
Mk 2,1-12

17Und es geschah an einem der Tage, als er im Beisein von Pharisäern und Schriftgelehrten, die aus allen Dörfern Galiläas und aus Judäa und aus Jerusalem gekommen waren, lehrte und die Kraft des Herrn bewirkte, dass er heilen konnte,

5,17
4,146,17
5,17
6,19
18dass Männer auf einem Bett einen Menschen brachten, der gelähmt war. Sie versuchten, ihn ins Haus zu bringen und ihn vor ihn hinzulegen, 19und da sie wegen des Gedränges keine Möglichkeit fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und liessen ihn mitsamt dem Bett durch die Ziegel hinab mitten vor Jesus hin. 20Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, dir sind deine Sünden vergeben.
5,20
7,48

21Und die Schriftgelehrten und Pharisäer begannen sich Gedanken zu machen und sagten: Wer ist das, der so gotteslästerlich redet? Wer kann Sünden vergeben ausser Gott?

5,21
7,49
Jes 43,25
22Jesus aber durchschaute sie und antwortete ihnen: Was für Gedanken macht ihr euch da? 23Was ist leichter? Zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und zeig, dass du gehen kannst? 24Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause!
5,24
Joh 5,8
25Und der stand auf der Stelle auf, vor ihren Augen, nahm sein Lager, ging nach Hause und pries Gott.
5,25
Joh 5,9
26Und Entsetzen ergriff alle, und sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Unglaubliches haben wir heute gesehen.
5,26
1,65
5,26
2,20

Die Berufung eines Zöllners
5,27
Mt 9,9-13
Mk 2,13-17

27Danach ging er hinaus und sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir! 28Und der liess alles zurück, stand auf und folgte ihm.

5,28
5,11

29Und Levi gab ein grosses Gastmahl für ihn in seinem Haus. Und eine grosse Schar von Zöllnern und anderen Leuten war da, die mit ihnen bei Tisch sassen.

5,29
19,6
5,29
15,1
30Da murrten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten und sagten zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern?
5,30
7,34
15,2
19,7
31Und Jesus entgegnete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 32Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Umkehr.
5,32
15,710
5,32
15,2432
19,10

Zur Frage nach dem Fasten
5,33
Mt 9,14-17
Mk 2,18-22

33Sie aber sagten zu ihm: Die Jünger des Johannes fasten oft und beten viel, ebenso auch die der Pharisäer, deine aber essen und trinken.

5,33
7,33
5,33
18,12
5,33
7,34
34Jesus antwortete ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste zum Fasten anhalten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? 35Es werden aber Tage kommen, da ihnen der Bräutigam entrissen wird; dann werden sie fasten, in jenen Tagen.
5,35
17,22

36Er gab ihnen auch ein Gleichnis: Niemand schneidet einen Flicken von einem neuen Mantel ab und setzt ihn auf einen alten Mantel, sonst ist der neue zerschnitten, und zum alten passt das Stück vom neuen nicht. 37Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreisst der neue Wein die Schläuche und läuft aus, und die Schläuche sind hin. 38Nein, neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen! 39Und niemand, der alten trinkt, will neuen, denn er sagt: Der alte ist gut.