Zürcher Bibel (ZB)
7

71Und der Herr sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus, denn dich allein habe ich für gerecht vor mir befunden unter dieser Generation.

7,1
Ez 14,14
7,1
6,9
2Von allen reinen Tieren nimm dir je sieben, Männchen und Weibchen, von den Tieren aber, die nicht rein sind, je zwei, ein Männchen und ein Weibchen,
7,2-3
8,20
Lev 11,1-47
3auch von den Vögeln des Himmels je sieben, Männchen und Weibchen, um auf der ganzen Erde Nachwuchs am Leben zu erhalten. 4Denn noch sieben Tage, dann will ich regnen lassen auf die Erde, vierzig Tage und vierzig Nächte lang, und will alle Wesen, die ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen. 5Und Noah machte es, ganz wie der Herr es ihm geboten hatte.
7,5
7,916
6,22
Ex 40,16
Hebr 11,7
6Und Noah war sechshundert Jahre alt, als die Sintflut - das Wasser - über die Erde kam.
7,6
8,13
7Und Noah ging mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor dem Wasser der Sintflut in die Arche.
7,7
6,18
8Von den reinen Tieren und von den Tieren, die nicht rein sind, von den Vögeln und von allem, was auf dem Erdboden kriecht, 9gingen je zwei, ein Männchen und ein Weibchen, zu Noah in die Arche, wie Gott es Noah geboten hatte.
7,9
7,5
7,9
6,19-20

10Als die sieben Tage um waren, kam das Wasser der Sintflut über die Erde. 11Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der grossen Urflut auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich.

7,11
8,13
7,11
2,6
8,2
49,25
7,11
Jes 24,18
12Und der Regen strömte auf die Erde, vierzig Tage und vierzig Nächte lang.
7,12
7,17
8,6
13An eben diesem Tag gingen Noah, die Söhne Noahs Sem, Ham und Jafet, die Frau Noahs und mit ihnen die drei Frauen seiner Söhne in die Arche.
7,13
5,32
14Sie und alle Wildtiere nach ihren Arten, alles Vieh nach seinen Arten und alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen, nach ihren Arten und alle Vögel nach ihren Arten, alles, was fliegt, was Flügel hat: 15die gingen zu Noah in die Arche, je zwei von allem Fleisch, das Lebensatem in sich hat. 16Und die hineingingen, waren je ein Männchen und ein Weibchen von allem Fleisch, wie Gott es ihm geboten hatte. Und der Herr schloss hinter ihm zu.
7,16
7,5
7,16
6,19-20
7,16
Hiob 12,1

17Da kam die Sintflut vierzig Tage lang über die Erde. Und das Wasser stieg und hob die Arche, so dass sie hoch über der Erde schwamm.

7,17
7,12
7,17
Am 9,6
18Und das Wasser schwoll an und stieg gewaltig auf der Erde, und die Arche trieb auf dem Wasser dahin. 19Das Wasser aber schwoll immer mächtiger an auf der Erde, so dass alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt wurden.
7,19-20
Ps 104,6
20Fünfzehn Ellen darüber hinaus schwoll das Wasser an, so dass die Berge bedeckt wurden. 21Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde regte, Vögel, Vieh, Wildtiere und alles, was auf der Erde wimmelte, auch alle Menschen.
7,21-23
6,17
22Alles, was Leben atmete7,22 Wörtlich: «Alles, was Lebensatem in seiner Nase hatte, ...» (vgl. Gen 2,7)., was auf dem Trockenen lebte, starb.
7,22
2,7
23So vertilgte er alle Wesen, die auf dem Erdboden waren, Menschen, Vieh, Kriechtiere und die Vögel des Himmels, sie wurden vertilgt, von der Erde weg. Übrig blieb nur Noah und was mit ihm in der Arche war.
7,23
Mt 24,39
Lk 17,27
2Petr 3,6
7,23
2Petr 2,5
24Das Wasser aber schwoll an auf der Erde, hundertfünfzig Tage lang.
7,24
8,3

8

81Da dachte Gott an Noah und an alles Wild und alles Vieh, das bei ihm in der Arche war. Und Gott liess einen Wind über die Erde wehen, und das Wasser sank.

8,1
19,29
8,1
Ex 14,21
2Die Quellen der Urflut und die Fenster des Himmels schlossen sich, und der Regen wurde vom Himmel zurückgehalten.
8,2
7,11
3Da verlief sich das Wasser immer mehr von der Erde, und das Wasser nahm ab nach hundertfünfzig Tagen.
8,3
7,24
4Im siebten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, setzte die Arche auf den Bergen von Ararat auf.
8,4
2Kön 19,37
Jer 51,27
5Und das Wasser nahm weiter ab bis zum zehnten Monat. Im zehnten Monat, am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar.

6Und nach vierzig Tagen öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte,

8,6
7,12
8,6
6,16
7und liess einen Raben hinaus. Der flog hin und her, bis das Wasser auf der Erde weggetrocknet war. 8Dann liess er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob sich das Wasser vom Erdboden verlaufen hätte. 9Aber die Taube fand keinen Ort, wo ihre Füsse ruhen konnten, so kehrte sie zu ihm in die Arche zurück, denn noch war Wasser überall auf der Erde. Da streckte er seine Hand aus, fasste sie und nahm sie zu sich in die Arche. 10Hierauf wartete er noch weitere sieben Tage, dann liess er die Taube wieder aus der Arche. 11Und die Taube kam um die Abendzeit zu ihm zurück, und sieh da, sie hatte ein frisches Ölblatt in ihrem Schnabel. Da wusste Noah, dass sich das Wasser von der Erde verlaufen hatte. 12Hierauf wartete er noch weitere sieben Tage, dann liess er die Taube hinaus, und sie kehrte nicht mehr zu ihm zurück.

13Im sechshundertersten Jahr8,13 Der Text der griechischen Überlieferung lautet: «Im sechshundertsten Jahr Noahs, im ...» (vgl. Gen 7,11)., im ersten Monat am ersten Tag des Monats, war das Wasser von der Erde weggetrocknet. Da hob Noah das Dach der Arche ab und schaute hinaus, und sieh, der Erdboden war trocken geworden.

8,13
7,11
8,13
7,6
14Und im zweiten Monat, am siebenundzwanzigsten Tag des Monats, war die Erde ganz trocken.

15Da redete Gott zu Noah und sprach: 16Geh aus der Arche, du und mit dir deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne. 17Und alle Tiere, die bei dir sind, alles Fleisch: die Vögel, das Vieh und alle Kriechtiere, die auf der Erde sich regen, die lass mit dir heraus, dass sie wimmeln auf der Erde und fruchtbar seien und sich mehren auf der Erde.

8,17
1,22
18Da ging Noah hinaus, und mit ihm seine Söhne, seine Frau und die Frauen seiner Söhne.
8,18
2Petr 2,5
19Auch alle Tiere, alle Kriechtiere und alle Vögel, alles, was auf der Erde sich regt, Art um Art gingen sie aus der Arche.
8,19
9,10

20Und Noah baute dem Herrn einen Altar. Dann nahm er von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte Brandopfer dar auf dem Altar.

8,20-21
Ex 29,18
8,20
12,7
13,18
26,25
33,20
35,7
8,20
7,2-3
21Und der Herr roch den beschwichtigenden Duft, und der Herr sprach bei sich selbst: Nie werde ich wieder die Erde verachten um des Menschen willen. Denn das Trachten des Menschenherzens ist böse von Jugend an. Und nie werde ich wieder schlagen, was da lebt, wie ich getan habe.
8,21
Lev 1,9
8,21
6,5
8,21
9,11

22Solange die Erde währt,

sollen nicht aufhören

Saat und Ernte, Frost und Hitze,

Sommer und Winter, Tag und Nacht.

8,22
Jer 33,2025

9

Gottes Bund mit Noah

91Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde.

9,1
1,28
2Furcht und Schrecken vor euch komme über alle Tiere der Erde und über alle Vögel des Himmels. Mit allem, was auf dem Erdboden kriecht, und mit allen Fischen des Meeres sind sie in eure Hand gegeben.
9,2
1,26
3Alles, was sich regt und lebt, soll eure Nahrung sein. Wie das grüne Kraut übergebe ich euch alles.
9,3
1,29
4Nur das Fleisch, in dem noch Blut und Leben ist, dürft ihr nicht essen.
9,4
Lev 3,17
Dtn 12,23
1Sam 14,33
5Euer eigenes Blut aber will ich einfordern. Von allen Tieren will ich es einfordern, und von den Menschen untereinander will ich es einfordern.
9,5
Ex 21,28
9,5
42,22
2Sam 4,11

6Wer das Blut eines Menschen vergiesst,

dessen Blut soll für den Wert des getöteten Menschen vergossen werden.

Denn als Bild Gottes

hat er den Menschen gemacht.

9,6
Ex 21,12
9,6
1,27

7Ihr aber, seid fruchtbar und mehrt euch, wimmelt auf der Erde und mehrt euch auf ihr.

9,7
1,28

8Dann sprach Gott zu Noah und zu seinen Söhnen, die bei ihm waren: 9Ich aber, ich richte meinen Bund auf mit euch und mit euren Nachkommen

9,9
6,18
10und mit allen Lebewesen, die bei euch sind, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Wildtieren bei euch, mit allem, was aus der Arche gekommen ist, mit allen Tieren der Erde.
9,10
8,19
Hos 2,20
11Ich will meinen Bund mit euch aufrichten: Nie wieder soll alles Fleisch vom Wasser der Sintflut ausgerottet werden, und nie wieder soll eine Sintflut kommen, um die Erde zu verderben.
9,11
9,15
8,21
Jes 54,9
12Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und allen Lebewesen, die bei euch sind, für alle kommenden Generationen: 13Meinen Bogen stelle ich in die Wolken. Der soll ein Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein.
9,13
Ez 1,28
14Wenn ich nun Wolken heraufziehen lasse über der Erde und der Bogen in den Wolken erscheint, 15dann will ich mich meines Bundes erinnern, der zwischen mir und euch besteht und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und nie wieder wird das Wasser zur Sintflut werden, um alles Fleisch zu verderben.
9,15
9,11
16Und wenn der Bogen in den Wolken steht, will ich ihn ansehen, um mich des ewigen Bundes zu erinnern zwischen Gott und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, die auf Erden sind.
9,16
17,7
17Und Gott sprach zu Noah: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich aufrichte zwischen mir und allem Fleisch, das auf Erden ist.

Noahs Fluch und Segen

18Die Söhne Noahs, die aus der Arche gingen, waren Sem, Ham und Jafet. Ham, das ist der Vater Kanaans.

9,18
5,32
9,18
10,6
19Diese drei waren die Söhne Noahs, und von ihnen aus wurde die ganze Erde bevölkert.
9,19
10,32
Apg 17,26

20Und Noah, der Ackerbauer, war der Erste, der einen Weinberg pflanzte.

9,20
4,2
21Und er trank von dem Wein und wurde betrunken, und er entblösste sich im Innern seines Zelts.
9,21
Spr 20,1
22Da sah Ham, der Vater Kanaans, die Blösse seines Vaters, und er sagte es seinen beiden Brüdern draussen.
9,22
19,32
23Sem und Jafet aber nahmen einen Überwurf, legten ihn auf ihre Schultern und deckten, rückwärts gehend, die Blösse ihres Vaters zu. Ihr Gesicht hielten sie abgewandt, so dass sie die Blösse ihres Vaters nicht sahen. 24Und Noah erwachte aus seinem Rausch und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn angetan hatte. 25Da sprach er:

Verflucht sei Kanaan.

Diener der Diener

sei er seinen Brüdern.

26Und weiter sprach er:

Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems,

Kanaan aber sei ihm Diener.

9,26
Ri 1,28

27Weiten Raum schaffe Gott für Jafet,

er wohne in den Zelten Sems,

Kanaan aber sei ihm Diener.

28Und Noah lebte nach der Sintflut noch dreihundertfünfzig Jahre. 29So betrug Noahs ganze Lebenszeit neunhundertfünfzig Jahre, dann starb er.