Zürcher Bibel (ZB)
11

111Folgt meinem Beispiel, wie auch ich dem Beispiel Christi folge!

11,1
4,16
Phil 3,17
1Thess 1,6

Die Haartracht der Frau im Gottesdienst

2Ich lobe euch dafür, dass ihr in allem an mich denkt und festhaltet an den Überlieferungen, wie ich sie euch weitergegeben habe.

3Ich will aber, dass ihr wisst: Das Haupt eines jeden Mannes ist Christus, das Haupt der Frau aber ist der Mann, das Haupt Christi aber ist Gott.

11,3
Eph 4,15
11,3
Gen 3,16
4Jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und das Haar lang trägt,11,4 «und das Haar lang trägt»: Der griechische Text formuliert ganz knapp: «(etwas) vom Haupt herab hat». Die Übersetzung richtet sich nach dem aus V.14-15 zu erschliessenden Sachverhalt. bringt Schande über sein Haupt.
11,4
14,1
5Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet und ihr Haar nicht aufgesteckt hat,11,5 «ihr Haar nicht aufgesteckt hat»: Der griechische Ausdruck ‹mit unverhülltem Haupt› bezieht sich vermutlich weder auf ein Kopftuch noch auf einen Schleier, sondern auf die Art und Weise der Haartracht: Die Frauen sollen nicht mit gelöstem Haar am Gottesdienst teilnehmen (wie das in verschiedenen ekstatischen Kulten der Fall war). bringt Schande über ihr Haupt. Denn so unterscheidet sie sich in nichts von der Kahlgeschorenen. 6Wenn eine Frau nämlich ihr Haar nicht aufsteckt, dann kann sie es ja gleich abschneiden lassen! Wenn es aber für eine Frau eine Schande ist, sich das Haar abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie es aufstecken.

7Der Mann soll sich das Haar nicht kunstvoll zurechtmachen, da er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist Abglanz des Mannes.

11,7
Gen 1,27
8Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann.
11,8
Gen 2,23
9Der Mann wurde ja auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.
11,9
Gen 2,18
10Darum, wegen der Engel, soll die Frau Macht über ihr Haupt haben. 11Doch im Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann noch ist der Mann etwas ohne die Frau. 12Denn wie die Frau vom Mann stammt, so ist der Mann durch die Frau; alles aber kommt von Gott.
11,12
11,8

13Urteilt selber: Gehört es sich für eine Frau, mit gelöstem Haar zu Gott zu beten? 14Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass es für den Mann eine Schande, 15für die Frau aber eine Zierde ist, langes Haar zu haben? Denn ihr ist das Haar als Hülle gegeben.

16Wenn aber jemand meint, darüber streiten zu müssen: Eine solche Sitte haben wir nicht, und auch die Gemeinden Gottes nicht.

Die Feier des Abendmahls

17Wenn ich das Folgende anordne, so kann ich euch nicht loben, weil ihr nicht zur Förderung des Guten, sondern des Schlechten zusammenkommt. 18Vor allem nämlich höre ich, es gebe, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch, und zum Teil glaube ich das auch.

11,18
5,1
11,18
1,10-11
19Es muss ja auch Parteiungen geben unter euch, damit die Tüchtigen unter euch erkennbar werden. 20So aber, wie ihr nun zusammenkommt, ist das Essen gar kein Mahl des Herrn. 21Denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine hungert, der andere ist schon betrunken. 22Habt ihr denn keine Häuser, in denen ihr essen und trinken könnt? Oder missachtet ihr die Gemeinde Gottes und wollt die beschämen, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben.

23Ich habe nämlich vom Herrn empfangen, was ich auch an euch weitergegeben habe: Der Herr, Jesus, nahm in der Nacht, da er ausgeliefert wurde, Brot,

11,23-25
Lk 22,19-20
11,23
15,3
Gal 1,12
24dankte, brach es und sprach: Dies ist mein Leib für euch. Das tut zu meinem Gedächtnis. 25Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
11,25
Jer 31,31
11,25
Ex 24,8
26Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis dass er kommt.

27Darum: Wer auf unwürdige Weise das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.

11,27
10,16
28Es prüfe sich jeder, und dann soll er vom Brot essen und aus dem Kelch trinken. 29Wer nämlich isst und trinkt, ohne zu wissen, was der Leib bedeutet, der isst und trinkt sich zum Gericht. 30Darum gibt es bei euch viele Kranke und Gebrechliche, darum auch sind einige schon entschlafen. 31Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, so kämen wir nicht ins Gericht. 32Werden wir aber vom Herrn gerichtet, so werden wir zurechtgebracht, damit wir nicht zusammen mit der Welt verurteilt werden.
11,32
Spr 3,1
33Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, wartet aufeinander! 34Wer Hunger hat, soll zu Hause essen, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Weitere aber werde ich regeln, sobald ich komme.
11,34
4,19

12

Der Geist Gottes als Kriterium

121Nun zur Frage der Geistesgaben: Darüber will ich euch nicht im Unklaren lassen, liebe Brüder und Schwestern.

12,1
7,1
12,1
14,1
2Ihr wisst ja, dass es euch, als ihr noch Heiden wart, mit unwiderstehlicher Gewalt zu den stummen Göttern zog. 3Darum tue ich euch kund: Keiner, der im Geist Gottes spricht, sagt: Verflucht sei Jesus!, und keiner vermag zu sagen: Herr ist Jesus!, es sei denn im heiligen Geist.

Viele Gaben - ein Geist

4Die uns zugeteilten Gaben sind verschieden, der Geist jedoch ist derselbe.

12,4
1,7
Röm 12,6
5Die Dienste sind verschieden, der Herr aber ist derselbe.
12,5-6
8,6
6Das Wirken der Kräfte ist verschieden, Gott jedoch ist derselbe, der alles in allen wirkt. 7Jedem wird die Offenbarung des Geistes so zuteil, dass es allen zugute kommt.
12,7
14,26

8Dem einen nämlich wird durch den Geist die Weisheitsrede gegeben, dem anderen aber die Erkenntnisrede gemäss demselben Geist; 9einem wird in demselben Geist Glaube gegeben, einem anderen in dem einen Geist die Gabe der Heilung,

12,9
12,2830
10einem anderen das Wirken von Wunderkräften, wieder einem anderen prophetische Rede und noch einem anderen die Unterscheidung der Geister; dem einen werden verschiedene Arten der Zungenrede gegeben, einem anderen aber die Übersetzung der Zungenrede.
12,10
12,28
14,2
11Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem auf besondere Weise zuteilt, wie er es will.

Viele Glieder - ein Leib

12Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl es viele sind, einen Leib bilden, so auch Christus.

12,12
12,27
6,15
10,17
Röm 12,4-5
13Denn durch einen Geist wurden wir ja alle in einen Leib hineingetauft, ob Juden oder Griechen, ob Sklaven oder Freie; und alle wurden wir getränkt mit einem Geist.
12,13
Gal 3,28

14Und der Leib besteht ja nicht aus einem Glied, sondern aus vielen. 15Wenn der Fuss sagt: Weil ich nicht Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib, gehört er nicht dennoch zum Leib? 16Und wenn das Ohr sagt: Weil ich nicht Auge bin, gehöre ich nicht zum Leib, gehört es nicht dennoch zum Leib? 17Ist der ganze Leib Auge, wo bleibt das Gehör? Ist er aber ganz Gehör, wo bleibt dann der Geruchssinn? 18Nun aber hat Gott alle Glieder an ihre Stelle gesetzt, ein jedes von ihnen an die Stelle des Leibes, an der er es haben wollte.

19Wäre aber alles ein Glied, wo bliebe der Leib? 20Nun aber gibt es viele Glieder, aber nur einen Leib. 21Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht, auch nicht der Kopf zu den Füssen: Ich brauche euch nicht. 22Vielmehr sind eben jene Glieder des Leibes, die als besonders schwach gelten, umso wichtiger, 23und eben jenen, die wir für weniger ehrenwert halten, erweisen wir besondere Ehrerbietung; so geniesst das Unansehnliche an uns grosses Ansehen, 24das Ansehnliche an uns aber hat das nicht nötig. Gott jedoch hat unseren Leib so zusammengefügt, dass er dem, was benachteiligt ist, besondere Ehre zukommen liess, 25damit es im Leib nicht zu einem Zwiespalt komme, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander besorgt seien. 26Leidet nun ein Glied, so leiden alle Glieder mit, und wird ein Glied gewürdigt, so freuen sich alle Glieder mit.

27Ihr seid der Leib des Christus, als einzelne aber Glieder.

12,27
Röm 12,5
28Und als solche hat euch Gott in der Gemeinde zum einen als Apostel eingesetzt, zum andern als Propheten, zum dritten als Lehrer. Dann kommen die Wunderkräfte, die Heilungsgaben, die Hilfeleistungen, die Leitungsaufgaben, verschiedene Arten von Zungenrede.
12,28
Eph 4,11-12
29Sind etwa alle Apostel? Sind etwa alle Propheten? Sind etwa alle Lehrer? Haben etwa alle Wunderkräfte? 30Haben etwa alle die Gabe zu heilen? Reden etwa alle in Zungen? Können etwa alle übersetzen?

31Ihr eifert nach den grösseren Gaben? Dann will ich euch einen Weg zeigen, der weit besser ist.

12,31
14,12

13

Der Weg der Liebe

131Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz, eine lärmende Zimbel.

13,1
14,2
2Und wenn ich die Gabe prophetischer Rede habe und alle Geheimnisse kenne und alle Erkenntnis besitze und wenn ich allen Glauben habe, Berge zu versetzen, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 3Und wenn ich all meine Habe verschenke und meinen Leib dahingebe, dass ich verbrannt werde,13,3 Andere Textüberlieferung: «... und meinen Leib dahingebe, um mich zu rühmen, ...» aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts.

4Die Liebe hat den langen Atem, gütig ist die Liebe, sie eifert nicht.

Die Liebe prahlt nicht,

sie bläht sich nicht auf,

13,4
8,1

5sie ist nicht taktlos,

sie sucht nicht das ihre,

sie lässt sich nicht zum Zorn reizen,

sie rechnet das Böse nicht an,

13,5
10,24

6sie freut sich nicht über das Unrecht, sie freut sich mit an der Wahrheit.

7Sie trägt alles,13,7 Andere Übersetzungsmöglichkeiten: «Sie erträgt alles, ...» oder: «Sie deckt alles, ...»

sie glaubt alles,

sie hofft alles,

sie erduldet alles.

13,7
9,12

8Die Liebe kommt niemals zu Fall: Prophetische Gaben - sie werden zunichte werden; Zungenreden - sie werden aufhören; Erkenntnis - sie wird zunichte werden.

13,8
12,10
13,8
14,2!-22.
13,8
12,8
9Denn Stückwerk ist unser Erkennen und Stückwerk unser prophetisches Reden. 10Wenn aber das Vollkommene kommt, dann wird zunichte werden, was Stückwerk ist. 11Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, überlegte wie ein Kind. Als ich aber erwachsen war, hatte ich das Wesen des Kindes abgelegt.
13,11
3,1
12Denn jetzt sehen wir alles in einem Spiegel, in rätselhafter Gestalt, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich ganz erkennen, wie ich auch ganz erkannt worden bin.
13,12
Dtn 34,10
13,12
8,3

13Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die grösste unter ihnen aber ist die Liebe.

13,13
1Thess 1,3
Kol 1,4-5

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